bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Wieder mal eine geile Strecke gefunden oder gut untergekommen? Und du willst es nicht für dich behalten? Dann hier rein damit!
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Alu-Schweißer
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Alu-Schweißer »

Eisbär hat geschrieben:NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIDISCH bin ich!!!!!!!!!!!!!
:idea: peter nicht Neidisch sein man könnte doch nächstes jahr auch mal wieder eine Tour machen? Aber im Schnee stecken möchte ich nicht :;: dann lieber ins warme.
Gruß Heiko
...man kann fast alles Schweißen!Am liebsten Schweiße ich aber Alu Motorengehäuse,Beiwagen-Alu-Boote und Blech.Mein Motto Neu-kaufen kann ja jeder. . . http://www.der-aluschweisser.de/ Staatl. geprüfter Fachmann für Restaurierung historischer Kraftfahrzeuge
ICKEvK

Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von ICKEvK »

von mir auch alles gute.

bin ebenso gerade vom nordkapp zurueck, allerdings mit der etz ..
den bernde hab ich leider unterwegs nicht gesehen auch wenn ich die augen offengehalten hab. offensichtlich war ich nur ne woche spaeter am kapp, aber schneewehen hatten wir dadurch zum glueck nicht mehr.

ein paar paesse waren leider trotzdem zugeschneit.

@bernde: fotos waeren sehr geil und wie bist du gefahren? ich hoffe du hattest schoene routen und bist nicht nur die e6 lang gegurgt.

greez
sascha
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Bernde
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Bernde »

so... wieder was erledigt ;-)


leute ich bin wieder daheim.

ich werde die bilder sichten mein tagebuch aufbereiten und dann hier mal bissl was rein schreiben. das kann aber was dauern, also bissl geduld noch.

die statistik hab ich fertig.
also als erstes mal völlig emotionslos die kalten zahlen. :mrgreen:

9355 km gesamtstrecke durch D, DK, SE, N und FIN
374,2km durchschnitt / tag
1170 km max / tag
166 km min / tag
1103 km max . in 24 h von 6:30 bis 6:30 bei ca 60km/h durchschnittsgeschwindigkeit

520,48 l Benzin verbraucht
5,56 l /100 km durchschnittsverbrauch
7,29 l /100 km max. durchschnittsverbrauch
4,09 l /100 km min. durchschnittsverbrauch

gesamtgewicht 480 kg inkl mir (83)

gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit 58 km/h

soweit erstmal bissl futter
wie gesagt nach und nach werde ich hier noch paar emotionen reinbringen :D

euer bernde
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der Baer

Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von der Baer »

welcome back! ;:;:;
Starke Leistung, mehr bracht man glaube ich nicht zu sagen ....

der Steve
Tourer67

Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Tourer67 »

Hallo Bernde

starke Leistung, meine Hochachtung.
Bin schon gespannt auf weitere Berichte.
Gruß aus Südthüringen
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Bernde
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Bernde »

so ihr lieben, ich hab mich entschieden... ihr kriegt das volle programm.. ;;;;;;;

ab jetzt werde ich so wie ich zeit finde und meine reiseaufzeichnungen in worte gefasst bekomme, hier immer wieder mal was rein stellen. vielleicht mag der ein oder andere die reise mit mir im kopf nochmal erleb(s)en. Copyright liegt bei mir! wer was damit verdient darf mir gern was abgeben :mrgreen:

;;;;;; also los
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Bernde
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Bernde »

Vorwort

Eins der größten Abenteuer meines bisherigen Lebens liegt nun nicht allzufern hinter mir und ich möchte mich bemühen, alles erlebte zeitnah festzuhalten.

Am wichtigsten ist, wieder zu Hause angekommen zu sein.

Ich habe oft in Gesprächen über mein Ziel berichtigen müßen; mein Ziel ist, zu Hause anzukommen, Wendepunkt ist das Nordkap. Damit ich die Strecke bewältigen und dieses Ziel erreichen konnte, mußten so einige technische, menschliche und organisatorische Hürden gemeistert werden. Darum möchte ich als erstes den Menschen danken, die mich unterstützt haben.

Meine liebe Anja für dein „Ja!“, das Wissen um dein Vertrauen und ALLES andere.
Lukas, Lina, Leni für eure Schutzengel und euer Durchhalten
Mutti, Vati für euren Zuspruch, das kritische Hinterfragen und die Untertützung von Anja während ich weg war
Margrit, Torsten für euren Zuspruch und die Übernahme der Feldarbeiten
Tine, Rüdiger für euren Zuspruch, der mir sehr wichtig war, wenn auch von fern
Daniel, Claudia für mehr als 13 maligen ;-) technischen Support , die tolle Unterstützung bei Details der Reiseplanung und eine gute Freundschaft
Andre´ (Wroebe) fürs aktivieren des AWO – Virus ;-) und eine gute Freundschaft
Rene´ (Mopedprinz) für herausragenden technischen Support, die Bereitstellung absolut standfester Antriebstechnik und viele dankend an- und aufgenommene Lektionen zu AWO - technischen Belangen, die wesentlich zum besseren Verständnis der Materie sowie zum Beginn einer neuen Freundschaft beigetragen haben
Romy, Nick für erneute und wiederholte ganz liebenswerte Aufnahme in eurem Haus, tiefenentspannende Stunden am Deich und dafür, ein paar der letzten Kilometer so toll zusammen fahren zu können
Ludvig Lindemann für eine kostenlose Übernachtung am mit Abstand schönsten Fleckchen Erde im Hallingdal und die so nette und selbstlose Bewirtung
Andreas, Conny für eine ganz tolle Bekanntschaft , einen Unterschlupf für die Nacht, lecker Essen und Trecker ( Fordson Dexta ) fahren
Reidar für eine kostenlose Übernachtung im Barbeque-Häuschen und nette Gespräche über die Landwirtschaft
Anny, Oddmund für die überaus nette Aufnahme (mit kostenloser Übernachtung) in ihrem Haus mit Gesprächen bis in die Nacht und die delikate Bewirtung,
Roland, Assar für die schnelle Hilfe und die fachgerechte Schweißarbeit am Beiwagen mit anschließender Verpflegung und den sehr netten Kontakt

nicht zuletzt den 2011er Deutschland - Tourern für die Inspiration und den Leuten vom Niederbarnimer AWO- Stammtisch für einen ganz besonderen Höhenpunkt der Reise noch kurz vor dem Ziel. ;;::;;::


Auch alle anderen, die mich bestärkt und gute Worte für das Vorhaben gefunden haben sollen nicht vergessen sein!



Der Plan

Eine Reise zum Nordkap und natürlich zurück mit dem Motorrad zu unternehmen. Recht schnell wurde im Kopf „Eine Reise zum Nordkap mit der AWO“.

Erster Gadanke

Nach der gespannten Verfolgung der Deutschlandtour einiger AWO - Forumsmitglieder mit weit über 2000 km setzte sich der Gedanke, selbst einmal so eine lange Reise zu bewältigen fest und ließ mich nicht mehr los.
Nach dem 15. AWO - Treffen in Danewitz und dem Motorschaden bei der Heimreise stand einerseits sowieso eine komplette Motorregeneration an, andererseits hatten die Erzählungen der Langstreckenfahrer meine Gedanken noch mehr untermauert.
Es folgten längere Gespräche mit Anja, die dann Mitleid mit mir hatte und schließlich zustimmte, ( das werde ich dir nie vergessen ) sowie mit den Eltern ( evtl, „wiedermal“ ein Schock ) und Margrit und Torsten.

Beginn der Vorbereitungen

Erste, von mir etwas unbeholfene ;-) Telefonate mit Rene´ „Mopedprinz“ Nawrath vom Trekker aus. Es geht um technische Machbarkeit allein, mit AWO und Beiwagen + Ersatzteile an Board.
Ergebnis : machbar !
Voraussetztung : Motor, Getriebe und Kardan instandgesetzt., Rest der Maschine in gutem technischen Zustand
Die Instandsetzung erfolgte durch Rene´.

Im September 2011 holten Anja und ich den Motor wieder ab.
Bei erster Probefahrt klemmte das Auslassventil . Nach Telefonat mit Rene´ lud ich die komplette AWO in den Espace und fuhr nach Reinsdorf. Er nahm sich fast einen ganzen Tag Zeit für mich und das ( sowie andere kleine ) Problemchem wurden behoben. Auf der Heimfahrt bei 170 ein Blitzer aber es kam zum Glück keine Strafe.

Es folgten 500 km Einfahrphase solo. Danach wurde der Seitenwagen angebaut.
Die letzte große Proberunde am 13.11.2011 führte mich erneut nach Reinsdorf. Die Beladung glich der im fertigen Reisezustand schon sehr ( Ersatzmotor, Werkzeug, warmer Tee usw. )
Start war 7:30 bei -2°C. Die von Anja „verschriebenen“ Klamotten bewährten sich bei -2 bis -5°C. Die Eiskruste am Brillenrand und Beiwagenreling blieb bis zur Ankunft zu Hause dran :-) . Schwachstelle: Füße ! Gefahren bin ich ca. 500 km mit Abstecher zum Wroebe. Das ganze bei ca. 4-5 l/100km Verbrauch und 70 bis 80 km/h Reisegeschwindigkeit ohne größere Anstrengungen und Sitzprobleme. So stelle ich mir reisen vor.

Der Ersatzmotor wurde nach und nach bei Daniel aufgebaut.

Zur Routenplanung entschloß ich mich nach Karte zu fahren. Per Hand wurden die Seiten ausgesucht, eingescannt, ausgedruckt und der Weg eingezeichnet und anschließend wasserdicht einlaminiert.
Das ganze war etwas mühsam aber ich fand es toll, sich in Gedanken schon mit der Strecke vertraut zu machen. Außerdem „ Navi? No way!

Ein weiteres Problem war, meine eigene Vorfreude im Zaum zu halten und nicht ständig nur davon zu erzählen. Also versuchte ich mich zurückzuhalten, um die anderen, besonders Anja und meiner Mutter nicht zu sehr zu nerven bzw. ängstigen. Das gelang manchmal glaube ich nicht so gut :-\

Mittlerweile ist auch das Zelt und die Isomatte, sowie einiges andere an Utensilien gekauft.
Bei den Arbeiten am Gespann stellten wir fest , daß einiges an den Rädern zu tun ist.: Beiwagen felge Schrott, Lack schlecht, Speichen problematisch. Daniel half ( wie so oft ) mit eine Felge aus. Die Lackierung übernahmen Friedrichs und es wurde sehr gut !

25.02.2012 Der Reservemotor gab die ersten Töne von sich.

26.02.2012 Ich habe das alte Reisetagebuch von unserer 2000er Norwegenfahrt mit dem Clio gefunden. Da kamen Erinnerungen hoch ! Zum Beispiel eine gewisse Bootsfahrt auf dem Eikefjord mit Heraitsantrag an Anja. Sie hat auch damals schon „Ja“ gesagt.
Jaja es wurde Zeit, für eine Wetterbesserung, damit ich mich durch Arbeit ablenken konnte und die Zeit schneller verging.

März 2012
Der Reservemotor hat sicher verschraubt im Beiwagen Platz genommen und zwar so, daß ich noch die Spitze des Boots mit Sachen füllen kann.

April 2012
07.04.2012 Ostersamstag mit Schneefällen.
14.04.2012 Endlich kamen die frisch eingespeichten Felge von Torsten Dietel an.
18.04.2012 Einau des Ersatzmotors. Dieser sprang sofort an, lief ruhig und fuhr gut. Bei abgebautem Beiwagen dauerte der Motorwechsel 1h45min. Seit die Räder neu und die Schrottfelge weg war, lief das Gespann sehr ruhig und ohne Vibrationen.
Nach 250 km stellten sich Probleme beim Reservemotor ein, die trotz mehrerer Versuche nicht beseitigt werden konnten.

Mai 2012
18.05.2012 Der „Retter“ naht. . Rene´ kam zu Besuch und wir stellten gemeinsam Zündung und Vergaser ein. Der Vergaser wurde komplett überholt. Probefahrt: läuft ! (na klar was sonst ;-) )
Abends veranstalteten wir noch ein kleines Beschleunigungsrennen: Bernde´s Savage Cafe´ Racer gegen Rene´s ultimative Cross AWO . > Knapper Sieg für Bernde. Danach noch bis in die Nacht gesessen und gequatscht. Schön daß er sich die Zeit nahm.
19.05.2102 Schraubertag in Kamenz. Mit AWO fuhr ich hin und14:00 wieder zurück.
21.05.2012 Die Getriebeeingangswelle war leicht undicht geworden und so tauschte ich noch den WeDi-Ring als ich das Getriebe sowieso wegen dem Rücktausch der Motoren draußen hatte. Öle wurden auch gleich komplett gewechselt
25.05.2012 Es wurde langsam spannend. Ich packte alles zusammen...










Und los geht’s...
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Omi K. Rdan

Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Omi K. Rdan »

Mehr Bernde, mehr!!!

Das liest sich so toll, dass wir uns schon auf den nächsten Teil freuen!!!

Und frag nicht warum, aber irgendwie sind wir total stolz auf Dich!!!

;;::;;::
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Bernde
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake

Beitrag von Bernde »

Tag1

Nach einem tollen 8. Hochzeitstag am Vortag mit einem gemeinsamen leckeren China - Restaurantbesuch mit den Kindern starte ich bei tollem Wetter am 30. Mai 2012 Richtung „hoher Norden“ . Die Verabschiedung fällt allen schwer. Es ist schon ein Moment, den ich nicht so leicht nehme ! Hier nochmals Hut ab und Kniefall vor meiner Family, ohne die das NICHT machbar gewesen wäre. Das kann man nicht oft genug tun !
Deutschland möchte ich auf dem kurzen Wege durchqueren, also Autobahn. Bis Niesky, dann auf die B115 und ab Roggosen auf die A15. Unterwegs lege ich mehrere Stopps ein. Mal nach den Speichen gucken, Kerzengesicht usw. . Dann auf die A13 und bei regem Verkehr , aber ohne Stau durch Berlin durch. Noch schnell in Richtung Danewitz gewunken! Der Gegenwind verstärkt sich hinter Berlin und ich hänge mich hinter einen polnischen LKW der bestimmt 100 km mit 80 km/h vor mir her fährt und ich lasse mich ziehen. Erholsam für die AWO, ich muß mehr mit Verwirbelungen kämpfen und aufpassen. Auf der A10 fliegt die Zeit dahin und schon fahren wir in Hamburg ein. Ab durch die City. Mittendrin geht die Ladekontrolle an. Limadeckel ab und gucken. Aber es ist nichts zu finden, die Ladekontrolle geht aber wieder aus. Währenddessen spreche ich kurz mit einem Skateboardfahrer, der auch ein Motorrad hat und grade Zeit zum quatschen. Es dauert gefühlt ewig bis der Molloch hinter uns kleiner wird. Noch ein paar km bis zum Etappenziel für heute. Das so schon flache Land wird noch flacher und es riecht verdächtig nach Meer, hmmmm. Letzte Hürde NOK ( Nord – Ostsee – Kanal ). Ich montiere meine selbstausgedachte Helmkamerahalterung um auf halbem Wege nach oben festzustellen, daß ich vergessen hab, sie anzuschalten :-\ . Die Halterung bewährt sich nicht, zu schwierig einzustellen, also zum filmen Knipse in die Hand. Die Einfahrt nach Friedrichskoog endet mit einer fröhlichen Romy die mir zuwinkt und der Verschönerung des Beiwagenkotflügels unter zu Hilfenahme von Nick´s und Romy´s Gartenzaun :-\ . Der Quotenunfall mit grüner Beule wäre also auch erledigt. Ein von mir eilig angebotenes Gümmibärchen nimmt Romy erst an, als es runtergefallen ist. - Merke: Runtergefallene Sachen haben auch Nährwert und das Grinsen beim Verzehr einer runtergefallenen Leckerei werde ich mit Stolz tragen ! - Danke Romy !
Noch schnell den kleinen Service machen, Öl auffüllen, rundherum gucken und kontrollieren. Zudecken. Fertig.
Es folgen sehr nette ( wie immer ) Stunden bei Schnack und lecker gegrilltem, sowie eine kurze Nacht.




Tag 2

31.05.2012 (584 km)

Ich starte gut „gefüttert und gewässert“ 8:00 Richtung Husum, Flensburg und steuere somit auf die erste Grenze zu. Eine frische Brise begleitet mich, die ab Höhe Kolding in DK dann endlich von hinten etwas schiebt. So fährt es sich erheblich leichter. Heute werden die Brücken „erklommen“. Zuerst der Öresund, dann der große Belt. Für mich zweimal ein spektakuläres Ereignis mit leicht mulmigem Gefühl wegen dem Wind und... „wißt ihr eigentlich wie schieten hoch diese Brücken sind?“ . Unvergesslich, und das mit der AWO. Ich zahle 2 mal jeweils um die 160 Dänische Kronen und freue mich , kein Wohnmobil zu fahren, nicht nur weil das unheimlich viel teurer ist als Motorrad. Unterwegs in Schweden halte ich an einer Tanke einen sehr netten Plausch mit nem böse dreinblickenden Rocker, dessen Gesichtszüge sich schnell lockern, als er die AWO , meinen „Eisbrecher“ sieht. Ruckzuck sind 10 min verquatscht (Motorräder, Wetter, Reiseziel, Strecke bis Oslo, viel "Alles Gute " für meine Reise). Oberhalb von Helsingborg nehme ich Kurs auf Ängelholm, um mir ein Nachtlager zu suchen. Nach einigem suchen mache ich Halt auf einem Zeltplatz, baue den Beiwagenkardan ein und mache den täglichen Check. Die ersten Mücken sind da und zwei Fahrradfahrerinnen mit ihren Hunden. Ich gehe zum Strand und sehe, dort werde ich schlafen. Also zurück zum Zeltplatz, AWO schnappen und DIREKT an den Strand. Der ist mit Holz ausgelegt und so kann man fahren. Ein Traum. Und wie Thomas D. Singen würde: „...ein Tag am Meeeeer...“. Ich schlafe auf der Lee – Seite meiner AWO .(Merke grad, daß das einer der schönsten Sätze im ganzen Bericht werden könnte........ ich schlafe auf der Lee - Seite meiner AWO .......... Memories pur
Mitten in der Nacht quatscht mich ein Chinese aus dem Schlaf; mit lautem Hi, Hi und seinem Eifon vor meinem Gesicht fuchtelnd :-)

„What you do here?“ > „schlafen“
„Where you from?“ > „Germay“
„I here tent sleeping! See you next time.“

und verschwindet hinter der Düne. Verrückt !

Die AWO ist mein Eisbrecher !



Tag 3

01.06.2012 (486 km) Start 6:30 von Ängelholm nach Vestby

4:30 erwache ich und erlebe einen tollen Sonnenaufgang mit. Es gibt auch eine Dusche am Strand, die zwar kalt ist, aber meine Lebensgeister weckt. Danach gibt es lecker Im Nu vom Benzinkocher und friedliche Minuten am Meer. Zusammenpacken und los. Meine Geschwindigkeit pendelt sich zwischen 60 und 70 km/h ein und das fühlt sich besser an als sie mit gequälten 80 Sachen fortzubewegen. Allerdings sinkt auch die schaffbare Strecke, was mir aber nicht so wichtig ist. Morgens wird wohl meine liebste Zeit zum Fahren, wenn die Natur erwacht und noch wenig Verkehr ist. Durch wunderschöne Landschaften mit sanften Hügeln, sattem Grün und roten Höfen geht es Richtung norwegische Grenze. Ein letztes Mal tanke ich in Schweden in einem Shoppingcenter bei Nordby. Dort genieße ich mein Teechen und paar Kekse bei Sonnenschein. An der Grenze sagt mir der Beamte, daß Motorradfahrer an vielen Stellen keine Maut zahlen müßen und ein paar Zöllner winken mich lächelnd und mit Daumen hoch durch die Kontrolle. Das fahren macht super Spaß seit ich mich richtig anziehe ( eigentlich hat nur der Halswärmer gefehlt ). Dann die erste Regenfahrt: die Kleidung bewährt sich , aber leider verliere ich die Überhandschuhe. Hab ja noch ein paar mit, aber die sind schwer anzuziehen und naja... unhandlich. In Vestby steuere ich einen Hüttenplatz an. Für 450NOK gibt’s ein sehr sauberes Zimmer mit gutem Bett und Dusche auf dem Gang. Trotz dem Regen hab ich einen leichten Sonnenbrand auf der Nase und leichtes Brummen in den Ohren. Nun noch Öl auffüllen, duschen ins Bett.
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