noch knapp 2 Monate...
dann werde ich mit meiner AWO und Beiwagen gen Norden aufbrechen. Und zwar soweit bis es nicht auf dem Lande weiter geht!!
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, DAS wird die Reise meines Lebens. DAS wird es in der Form ( ich allein) für mich nur einmal geben.
Wenn ich so anfange zu schreiben , merke ich , daß es immernoch kaum zu glauben ist, was meine Vertrauten ( allen voran meine liebe Frau und die kids) da für ein Opfer für mich bringen und mich für 4 Wochen weg lassen und den Hof (Landwirtschaft) am laufen halten. IHR SEID DIE GRÖßTEN FÜR MICH!
Anstoß gab die Deutschlandtour einiger Leute hier aus dem Forum und Rene´s Nordkap Thread ( rene´ noch bin ich nicht los
Mitte vorigen Jahres fiel der Hammer, die Idee setzte sich fest und ließ mich nicht mehr los. Nach dem "JA" ging die Planung los.
Als erste Pflicht "verschrieb" mir meine Frau ordentliche Motorradklamotten, da ich bis dahin der Fraktion Lederhose und Halbschale angehörte sollte ich für diese Reise ordentlich gewappnet werden. > Einen Polobesuch und 650 teuersens später> Halbschale durfte bleiben aber der Rest wurde wetterfest .
Danach Motorrad auf Vordermann bringen. Motor, Getriebe, Elektrik, Kardan, Räder, Beiwagen. Viele Detailverbesserungen wurden sich ausgedacht und . Ein Ersatzmotor wird mich im Beiwagen als "Schmiermaxe" begleiten, sowie 2 regenerierte Zündmagneten ein regenerierter Kardan und jede Menge Kleinzeugs.
DANKE HIER SCHON IM VORAUS AN RENE´ für den technischen Support.
Wenn man Oldtimer fährt UND Navi DOOOF findet.... genau , entweder man nimmt einen Navigator mit ( kein Platz) oder studiert Karten. Meine Variante die Karte kann ich nur empfehlen. Es ist die schönste Art sich auf die Reise einzustimmen, denn man geht in Gedanken schon alles durch. Dann schön alle betreffenden Seiten ausgedruckt, groben Weg eingezeichnet, wasserdicht einlaminiert.
Die Route im groben und fast ohne Fähre
Deutschland , Dänemark, Brücken, Schweden, dann je nach dem wie rum ich fahre Finnland, Norwegen und durch Norwegen zurück oder Norwegen hoch und über Finnland und Schweden wieder runter.
Mein Hauptanliegen dabei ist, Norwegen zu erkunden. Nun hab ich schon viel gelesen und es scheint so, als ob die günstigere weil schöner in Erinnerung bleibende Route durch Norwegen zurück ist.
Da bin ich noch hin und her gerissen, denn ich habe ein paar wichtige Wegpunkte in Norwegen und es wäre schade, wenn ichs ans Nordkap schaffe und ich alles schöne nur "durchhecheln" müßte. Oder die AWO geht so kaputt, daß ich aufgeben müßte und nix von den für mich wichtigen Punkten gesehen hätte.
Einfach gesagt: Lieber alles (was ich mir dieses Mal vorgenommen hab) wichtige gesehen und dann ab dem Nordkap ists "egal" was passiert, als schnell am Nordkap und für das wichtigste keine Zeit mehr nehmen zu können.
Die wichtigsten Punkte: Oslo, Aurlandsvegen, Laerdalstunnel , Horndalen, Ovre Ardal, Fardalen, Juvvashytta, Galdhoppigen der höchste Berg Skandinaviens, Lom, Geiranger, Trollstigen, Dombas, Trondheim, Bodo, Moskenes (mit Fähre) , Lofoten, Narvik, Hammerfest, Nordkap. Und zurück E8, Straße 99, E4, bis Malmö und wieder über die Brücken und heim.
Dafür nehme ich mir knapp 4 Wochen Zeit. Ich werde nicht hetzen, der Weg ist das Ziel und das Ziel ist zu Hause aber Danewitz nehme mit oder ihr denkt an mich wenn ichs nicht schaffe!!!
Übernachten möchte ich mit Zelt. Utensilien hab ich schon das meiste zusammen.
Benzinkocher der mit AWO-Benzin geht
Was mir noch wichtig ist: ich werde mich nicht auf jede Sehenswürdigkeit stürzen, möchte mehr die Landschaft "erfahren" und hoffe auch mit den Menschen dort in Kontakt zu kommen. Die Sprache beherrsche ich nicht sonderlich, aber englisch geht so und ansonsten kann ich auch mal nix sagen . Naja "mange takk" und "jeg snakker darlig norsk" und "landet er vakkert" kann ich.
Ja was gibts noch? ADAC plus Mitgliedschaft, bissl Kleingeld, ein Schaffell für den geschundenen Popo, Fotoausrüstung (hatte mir ne outdoorkamera von sony gekauft, wasserdicht, handlich und runterfallsicher, aber die detailschärfe hat mich etwas ernüchtert, also kommt die eos doch mit, dafür müßen halt paar Socken zu Hause bleiben ) , dicker Schlafsack. Regenfestes Notizbuch, Mückenspray und jede Menge Kopf zum frei machen und genießen.
So stehts zurzeit. Die Vorbereitungen gehen weiter. Nun ist draußen ziemlich viel Arbeit auf dem Feld und die Zeit verfliegt umso schneller. Yesssss!
So ihr guten, das erstmal von mir. Jetzt wißt ihr bescheid!
Ich halte euch auf dem laufenden und sicher nachher (ob gelungen oder gescheitert) gibts ein Resümee mit Bildern.
Euer Bernde

