Duplex…. und dann?

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William
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von William »

Danke für den Input ihr Zwei,
was die originale Drehmomentstütze angeht, so wollte ich eine defekte (rostige, wirklich kaputte, zu nichts mehr zu gebrauchende!) originale Bremsankerplatte um den vorderen Teil erleichtern, sodass ich nur die Nasen und ein Stück vom Rohr habe. Dieses dann abdrehen, sodass die neue Nabe eine saubere Auflage hat.
Bei deiner Idee @Maxwell würde die originale Stütze die Druckkräfte mit aufnehmen und da könnte ich mir vorstellen, dass die Hebelkräfte die da wirken ziemlich heftig und eventuell zu viel wären. Falls du mit der "Aufnahme" die Verschraubung der (normalerweise nach oben an den Holm führenden) Abstützung (das Alublech im Bild) meinst.
Oder täusche ich mich da?


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Maxwell98
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von Maxwell98 »

Welche Druckkräfte meinst du?
Was die Festigkeit betrifft sind zwei Dinge zu betrachten:
Die Orginale Drehmomentstütze unten am Gabelholm welche das Drehmoment, was aus dem Bremsdurchmesser der originalen Bremse resultiert, aufnimmt bzw. dafür „ausgelegt“ ist

Und

Das Drehmoment was die Duplex „abgibt“.
Hier ist es egal wohin du das Drehmoment leitest. Ob über einen Zugstab zur Gabel oder über eine Platte zur originalen Aufnahme. Die Belastung für den Bolzen der Duplex bleibt identisch.

Die Belastung der originalen Drehmomentstütze steigt lediglich um die Differenz der beiden Bremsmomente.
Ich würde wenn die möglich besteht das ganze im CAD vereinfacht simulieren und mal sehen wo man landet.

Edit: ist die Duplex nur über die Gewindebohrung verschraubt oder besteht auch formschluss über den angegossenen Radius?

Grüße
Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer der wusste das nicht und hat‘s einfach gemacht.
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William
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von William »

Da die Bohrung die du auf der Ankerplatte siehst oberhalb des Achsdurchganges liegt, sind es ja effektiv Druckkräfte die auf die originale Drehmomentstütze und die Schraube/Gewindebohrung wirken. Wenn man einen Stab mit Schelle am Holm verbindet, sind es Zugkräfte die auf die Schraube/Gewindebohrung und die Verschraubung an der Schelle wirken. Die Belastung mag dieselbe sein, aber der Hebelarm, der durch die Verbindung von originaler Drehmomentstütze und der Bohrung in der Ankerplatte entsteht ist doch relativ groß und da würde ich eher auf eine Zugstange vertrauen ;D

Leider kann ich das ganze nicht mit CAD simulieren, weil... ich hab keinen Plan davon. Aber ich kann was anderes... ich kann Holz :D
Ja... Braendel, ich weiß, das das Basteln ist, aber zumindest um es sich besser vorzustellen und eventuell später als Muster für eine Umsetzung in Metall sollte es reichen. Bilder poste ich sobald ich fertig bin.

Zum Edit: Die Duplex soll die Kräfte sowohl über die Gewindebohrung (für die Zugstange = Zugkräfte) als auch über ein Formstück, dass sich bei einer MZ passgenau an den Gabelholm schmiegen würde (siehe Bild) an den Holm übertragen.
Hierbei würde ich eine Schelle bauen (lasse :oops: ) die um den Gabelholm gelegt wird und die Lücke schließt, sodass Formschluss besteht.
Soweit die "graue" Theorie :::

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Maxwell98
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von Maxwell98 »

Ah,
Das würde man eher als Biegung mit einseitiger einspannung betrachten oder je nachdem wie montiert auf Scherung.
Egal
Lange rede kurzer Sinn, falls Der Gewindebolzen in der Ankerplatte ringsum ähnlich abgestützt ist, ist es egal von welcher Richtung er belastet wird.
Willst du es über eine strebe vom Schutzblechhalter lösen läuft diese im Idealfall Tangential zur Trommel und dann natürlich auf Zug.
Evtl. ist eine Schelle an der Stelle wirklich die Lösung. Ich hatte mich aus optischen Gründen dagegen entschieden.
Anbei mal paar Bilder von meiner zur Inspiration.
Grüüüße
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akkon
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von akkon »

Moin William,

kleiner Tip von jemandem der es zuerst falsch gemacht hat.
Baue deine Stütze für die Bremsankerplatte so daß sie an der Halterung am Holm zieht. Also Halterung geht nach vorne. Dann besteht nicht die Gefahr daß die Stütze zusammen gedrückt wird und die Bremse dadurch blockiert.

Gruß Ekki
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Uwe2001

Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von Uwe2001 »

William hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 17:32 Wenn man einen Stab mit Schelle am Holm verbindet, sind es Zugkräfte die auf die Schraube/Gewindebohrung und die Verschraubung an der Schelle wirken. Die Belastung mag dieselbe sein, aber der Hebelarm, der durch die Verbindung von originaler Drehmomentstütze und der Bohrung in der Ankerplatte entsteht ist doch relativ groß und da würde ich eher auf eine Zugstange vertrauen ;D
Dem würde ich auch zustimmen 👍🏼
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Maxwell98
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von Maxwell98 »

Der Hebelarm ist so viel größer wie die Duplex im Bremsdurchmesser bzw. Radius Größer ist.
Sprich wenn Original zb. 160mm und Duplex 180mm dann reden wir von 10mm mehr Hebelarm.
Ist also überschaubar. Klar sind die Bremskräfte etwas höher da Duplex.
Aber war auch nur eine Idee.

Die originale Bremsplatte ist ja quasi der Hebel zwischen Bremsbacke und Drehmomentstütze. Nimmst du ein Blech liegt der Hebel eben „außerhalb“. So zumindest die Mechanik.
Wie viel du der originalen zumuten kannst sollte man ermitteln im Idealfall.
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William
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von William »

Hmmmm, danke für den vielen guten Input.
An die Halterung vom Schutzblech anzuschließen ist an sich keine verkehrte Idee. Problem bei der Touren ist, dass diese nur aus zwei M6 Schrauben besteht, die dann auch noch in dieser dusseligen angeschweißten Halterung stecken (wo es soviel Freude macht das Blech auszubauen 🙄🙄). Eher nicht zu empfehlen. Daher dachte ich an ne Schelle. Tangential zur Trommel liesse sich machen… dann könnte man ja fast drüber nachdenken das Formteil für den unteren Gegenhalter und die Schelle in einem Teil auszuführen. Aktuell bin ich immer von einer Schelle für die Zugstange und einer zweiten Schelle für den Formschluss mit den unteren Gegenhalter ausgegangen.
Das muss ich mal sacken lassen und ausprobieren.
Danke für eure Hilfe, bei so vielen Lösungsansätzen ist für den guten Mann bei der KÜS bestimmt was dabei 😅

Viele Grüße aus der Eifel
Will
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William
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von William »

Ich muss jetzt doch nochmal nachfragen:
Die Zugstange wird warum tangential zur Gewindebohrung der Ankerplatte montiert? Ich gehe davon aus, dass es was mit der besseren Kraftübertragung auf den Holm zu tun hat. Das wäre bei mir machbar. Die Frage ist: warum macht es sonst kaum einer? Fast alle (bis auf deine Bilder) zeigen die Zugstange relativ weit oben am Holm angeschlagen. Liegt das nur daran, dass man die Befestigung des Schutzbleches nutzen und den Einbau einer Schelle vermeiden wollte?
Gibt es andere Gründe? Hab ich was übersehen?

Viele Grüße aus der Eifel

Will
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Re: Duplex…. und dann?

Beitrag von Maxwell98 »

Tangential ist der mechanische Idealfall und weißt die beste Steifigkeit auf. Was keinesfalls bedeutet das es so gebaut werden MUSS und nicht auch anders funktioniert. Wenn der Winkel nicht zu steil ist wird’s funktionieren, wie bei anderen auch.
Ist bei mir sicher auch etwas Berufskrankheit :::::n
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