Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Edeltuning hat geschrieben: Do 11. Aug 2022, 11:56
Klar Micha, eigentlich ist diese Stelle zur Öldruckabdichtung schon eine Fehlkonstruktion. Wenns da in den letzten 50 Jahren durch unzählige Bastelvorgänge ausgenuddelt ist, kannste nur noch das Motorgehäuse wechseln. ...Oder einen Übermaßzuganker anfertigen.
Oder ne nut in die Zugankermutter und nen Nullring rein.
Gruß jens
„Früher war sogar die Zukunft besser“
„Man kann eine AWO nicht wie ein menschliches Wesen behandeln, ein AWO braucht Liebe.“
ich wollte mal ein kurzes Update geben, die Sache ist leider noch nicht ausgestanden. Die letzten Wochen, bzw. Monate waren eine Mischung aus hinhalten und vertrösten, Werkstatt angeblich geschlossen, nur noch ein Mitarbeiter der aber in Elternzeit ist etc.....ich hab´s so satt, aber was will man machen.
Ich habe nun nächste Woche endlich einen vorort Termin bei dem der Motor in meinem beisein begutachtet und repariert werden soll.
Die Reparatur soll 1-1,5 Stunden dauern, das kommt mir jetzt schon komisch vor, wenn noch nicht mal klar ist, wo das Problem liegt.
Ansonnsten hochgradig unprofessionelles Verhalten keine Entschuldigung, keine Kulanz, auf meinen Fahrtkosten bleib ich wohl auch sitzen. Die Reparatur erfolgt kostenlos....immerhin.
Gibts von den erfahrenen Motorschraubern evtl. noch Tips auf was ich achten sollte wenn ich dort bin?
Zwei Sachen waren mir noch aufgefallen: Die Zuganker sind mit Dichtmasse eingekleistert, macht man das üblicherweise so?
Und: Die Verschlussschraube "nicht öffnen" sollte ja eigentlich ein Gegenlager für die Antriebswelle der Ölpumpe sein. Bei meiner Schraube ist da höchstens eine paar Zehntel tiefe halbrunde Aussparung, muss das so?
Nach ewigem hin und her ist die Sache jetzt ersteinmal ausgestanden. Das der Durchmesser von den Ankern nicht passt, hat sich zum Glück nicht bestätigt.
Hier die Ursache lt. der Fachwerkstatt:
Die neue Kipphebelbrücke war mit Bronzelagern ausgestattet. Die Tolleranzen sind wohl entsprechend eng, sodas im laufenden Betrieb das Öl erst aus der Kipphebelbrücke kommt wenn der Motor wirklich warm ist und das Öl entsprechend dünnflüssig. Vorher sucht es sich eben einen anderen Weg, wie bei mir am Zuganker vorbei.
So ganz habe ich das nicht verstanden, weil ja trotzdem Bohrungen und Drallnuten entwerder in der Welle oder der Buchse sein sollten um den Ölfluss zu gewährleisten.
Die Brücke wurde getauscht, die jetzige hat wieder Nadellager und das Öl läuft entsprechend wie es soll.
Ich war bei der Reparatur dabei und konnte auch einen Blick auf die Senkungen im Zylinderkopf werfen, wo die Schulter von Anker drauf drückt. Sah sehr ausgelutscht aus, dass das auch mit Kupferring nicht dicht wird und sich das Öl da vorbeidrückt ist klar.
Ob jetzt nur damit ich Ruhe gebe eine Brücke mit Nadellagerung verbaut wurde weiß ich natürlich nicht.
Ich hatte aber nicht den Eindruck dass hier Bösartigkeit und Abzocke zu Grunde liegen, der Typ in der Werkstatt war einfach heillos überfordert mit den Bergen an Abeit die da rumlagen.