Tag 12 (18.07.2015)
Der Tag, an dem wir die Heimreise antraten. Nach dem letzten Frühstück auf der Insel fuhren wir los, in Richtung Palermo, wo am Nachmittag die Fähre starten sollte.
Es war wieder traumhaftes Wetter, schon am zeitigen Morgen warm. Roy und ich fuhren die Küstenstaße entlang. Roy nur diesmal halt im Fiat 500. Ohne dieses Auto wären wir aber mit einem Motorrad nicht zu zweit zurückgekommen, wir wären richtig aufgeschmissen gewesen. Zu viel Gepäck! Das war die einzigste vernümpftige Lösung in diesem Moment.

Ab und zu hielten wir an, machten Fotos und "Pinkelpause".
Da fiel mir irgendwann auf, daß ich meine Rücklichtkappe verloren hatte.

Sie sollte wohl für immer auf Sizilien bleiben.
Am Nachmittag waren wir dann in Palermo angekommen. Roy buchte das Fährenticket aufs Auto um. Jetzt hatten wir noch einige Stunden Zeit, bis es wieder aufs Mittelmer raus gehen sollte. Wir sahen uns nochmal Palermo an, aßen Eis, ne Grillplatte (mal wieder richtiges Fleisch...) und machten ein paar Einkäufe, man wollte ja auch was für die zu Hausegebliebenen mitbringen.
Dann zurück zum Hafen. Dort angekommen machten wir uns über ein Motorradkennzeichen Gedanken. Es war ein Eurokennzeichen, montiert an ner 1100er BMW. Unter dem Eurologo stand ein großes "M". Wo war der wohl her? Ich nahm mir vor, dies raus zu bekommen.

Die Fähre fuhr in den Hafen ein, nun gings los, wieder anstellen - ein wenig wie zu Zonenzeiten.
Roy mußte diesmal hinter die anderen Autos, ich hatte Poolposition! Als ich mein Motorrad bei all den anderen abstellte, sah ich dieses merkwürdige Motorradkennzeichen wieder.
Diesmal stand der Fahrer neben seinem Pferdchen. Ich sprach ihn an und wir kamen ins Gespräch. Er konnte besser Englisch als all die anderen Leute, die wir bisher auf Sizilien und in Italien kennenlernten.
Er erzählte er wohne auf Malta (daher das "große M") und mache eine Reise durch Italien, über die Schweiz bis hin nach Deutschland. Dortmund, da hatte er Verwandschaft. Mir war es ganz recht mit ihm zu reden, es sollte ja noch ne ganze Weile dauern, bis wir an Bord gehen konnten.
Endlich gings los, wir durften mit unseren Motorrädern die lange Rampe rauffahren. Dort angekommen verabschiedeten wir uns und gingen dann unsere eigenen Wege. Wir sollten uns aber noch einmal begegnen!
Nach dem sicheren Abstellen der AWO machte ich mich auf die Suche nach Roy, der parkte ja diesmal wo anders.
Wir fanden uns, redeten, tranken noch das ein oder andere Bier und ließen den Tag noch mal an uns vorbeipassieren.