Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Zylinderkopf, Kolben & Zylinder, Kurbelwelle, Nockenwelle, Steuerräder, Motorblock, Lager & Wellendichtring, Dichtungen, Kupplung, Ölpumpe, Ölwanne, Vergaser & Luftfilter, Zündkerze
awoelfi

Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von awoelfi »

Nabend,

mir hat letztens jemand gesagt, das man für das hintere KW Lager ein gekapseltes nehmen sollte und die Plastikscheibe zur Kurbelwelle dann rausnimmt (das heisst zur Kurbelwelle hin offen und zur Kupplungsseite gekapselt).

Das soll den Wellendichtring zur Kupplung entlasten.

Theoretisch kann man das ja dann überall anwenden (Getriebe usw.) um die Wellendichtringe zu entlasten und das Öl vorher abzufangen ?!

Oder braucht der Wellendichtring das Öl von innen zur "Schmierung der Dichtlippe" da sich sonst die Lebensdauer des WEDI verkürzt ????

Was sagen Eure Erfahrungen dazu ?!

Gruss
Björn
Benutzeravatar
plessloui
AWO 425 Member
Beiträge: 1298
Registriert: Mo 21. Jul 2008, 10:10
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: Wartburgkreis
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von plessloui »

Richtig erkannt Björn! Der Simmerring will auch geschmiert werden.
Awo, dass beste Motorrad aller Zeiten!
frank1980

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von frank1980 »

Ganz trocken darf er nicht laufen da habt ihr recht. In der Dichtlippe sind Rückförderelemente eingebracht die verhindern sollen das Öl beim schmieren der Lippe austritt.
Benutzeravatar
krachbumm425
AWO 425 Member
Beiträge: 1276
Registriert: Mi 16. Jul 2008, 18:38
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: 06369
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von krachbumm425 »

frank1980 hat geschrieben:Ganz trocken darf er nicht laufen da habt ihr recht. In der Dichtlippe sind Rückförderelemente eingebracht die verhindern sollen das Öl beim schmieren der Lippe austritt.
hi frank,
du sprichst jetzt aber von ganz modernen wedi's mit laufrichtungsbindung, teflonbeschichtet, ...

ich mache dieses lager immer auf => bessere schmierung!
wenn das lager und die lauffläche ok ist, hält auch der simmerring dicht.
Wahre Freiheit findet sich nur in der Gemeinschaft ehrenhafter Menschen, die, auch wenn sie keine Zuneigung zueinander haben, sich dennoch in den Handlungen des täglichen Lebens vertrauen. Nur Menschen niederster Gesinnung verstoßen gegen diesen ungeschriebenen Ehrenkodex.
frank1980

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von frank1980 »

krachbumm425 hat geschrieben:...hi frank,
du sprichst jetzt aber von ganz modernen wedi's mit laufrichtungsbindung, teflonbeschichtet, ...
Die alten Dinger baut doch heute keiner mehr ein. ;;;;; ;;;;;; merke gerade wir schweifen ab sorry
Hirbel

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von Hirbel »

Hallo, die 2Z-Lager (die mit der Spaltdichtung aus Blech)sind lebensdauergeschmiert, brauchen quasi kein Öl, die Dinger laufen in Elektromotoren 20 Jahre und da kommt auch kein Öl hin, man kann die Dichtung also dran lassen, muss man aber nicht.
Die RS-Lager( mit berührernder Dichtlippe),sind auch lebensdauergeschmiert, und angeblich dicht, sind sie aber nicht, wenn da Öl ansteht kommt es auch durch.
Der Einbauraum des WDR muss eh zur Hälfte mit Fett gefüllt werden, das reicht nen paar 1000 Betriebsstunden, dann sorgt die Undichtheit des Lagers dafür das Öl hinkommt...also gehupft wie gesprungen.

Gruß Hirbel
Benutzeravatar
Simson
AWO 425 Member
Beiträge: 471
Registriert: Mo 23. Jun 2008, 15:07
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: Wittenburg
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 14 Mal

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von Simson »

Hirbel hat geschrieben:Hallo, ................dafür das Öl hinkommt...also gehupft wie gesprungen.

Gruß Hirbel
moin moin hirbel,

nich wirklich.gehupft und so.. ;-) is zwar 'n älteres thema, aber trotzdem hat 's was, wenn du aus so 'nem motor diese alten lager rauspuhlst.

http://www.awoforum.de/viewtopic.php?f= ... hte+motore

gruß von simson
Hommage an die mit ein paar Kilo 's zuviel:
" Wenn Du Dein Gewicht halten willst, mußt Du auch essen, wenn Du satt bist. "
Hirbel

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von Hirbel »

Hallo Simson,
nicht das wir uns jetzt falsch verstehen, ich rede schon von neuen Lagern,wenn die Dinger zwanzig Jahre stehen ist das Fett was drin ist hin.
Ich nehme mal das bei dem Motor den du in den anderen Thema beschrieben hast die Kurbelwellenlager eh hin waren, und das ist ja das was ich sage, die Fettgebrauchsdauer ist normalerweise so dimensioniert das die Lager vorher eh getauscht werden müssen. Und wenn Öl im Motor ist kommt es auch durch den Dichtspalt ins Lager, das Fett ölt ja auch raus. Aber zur Gewissensberuhigung kann man die Scheiben ja abmachen, sollte aber dennoch keinen Nachteil bringen, in heutigen Industriegetrieben werden eigentlich nur noch gedeckelte Lager (mit Blechscheibe) verbaut und die laufen auch im Öl.
Gruß Hirbel
Hirbel

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von Hirbel »

...noch mal nen Nachtrag weil in dem anderen Beitrag stand die Kurbelwelle konnte axial wandern, am 6207 hat das Lager am Außenring ja Luft ( je nach Dichtungsstärke) sollte man die durch passscheiben ausgleichen oder die 2-5/10 einfach lassen? original waren da ja keine Ausgleichscheiben drinn...
Benutzeravatar
Ruppert-Tuning
AWO 425 Member
Beiträge: 477
Registriert: Mo 15. Jun 2009, 13:12
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: Löbnitz
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 113 Mal

Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!

Beitrag von Ruppert-Tuning »

Hallo

Ihr habt hier 3 Aspekte außer Acht gelassen- welche bei Elektromotoren und Industriebetrieben nicht oder kaum zum Tragen kommen.
1. Läuft ein Verbrennungsmotor nicht gleichmäßig wie ein E- Motor der zu 100% ausgewuchtet ist und erzeugt damit mehr Abrieb der auch durch Frischöl ausgespült werden muss.
2. Wird der Motor sehr heiß was das Fett in den gekapselten Lagern flüssig werden lässt
3. Entstehen im Kurbelhaus zwangläufig starke Druckunterschiede (Überdruck/ Unterdruck) bei jedem Hub. Dadurch wird das Flüssige Fett durch eingespültes(oder besser gepresstes) Öl verdünnt und ausgetragen- der Abrieb jedoch meist nicht- der verbleibt im Lager und schädigt es. Welchen Einfluss das Fett im Motorenöl auf dessen Schmiereigenschaften hat ist dahingestellt…
Also runter mit den Blech und Gummidichtungen – die haben in einem Verbrennungsmotor nichts zu suchen.

Grüsse
Matthias
Ja- man kann ohne AWO leben- aber es lohnt nicht...;-)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------->>>http://www.AWO425.eu
Antworten