Bremse am Duna ?

alle Fragen zu Seitenwagen
Denis

Bremse am Duna ?

Beitrag von Denis »

Hallo wertes Forum,

war heute beim TÜV wegen der Frage , ob ich ne Vorderrad-bremsankerplatte umgebaut an den Duna dranbauen kann, weil der nicht gebremst ist und überhaupt, und was soll ich sagen, der Onkel will ne ordentliche Zeichnung, dann besprechen die das mit mir von wegen Material für Gegenhalter und sonstwas und dann isses geritzt.......damit hab ich nicht gerechnet, der schien sich darüber zu freuen, endlich mal was zu tun zu haben....

Nun meine Fragen :
Hatte der Dune wirklich keine Bremse ? ( Ich hab nix gefunden und es einfach behauptet)
Wenn nein, wie würdet Ihr diese betätigen, mit Zug gekoppelt an Brücke hinter dem Fußhebel oder
Nebenhebel a-la MZ ?
Sonst noch Anregungen oder Tips?
Ach ja, ich hab kein Typenschild mehr am Rahmen, ist da sonst ne Nummer drauf oder warum finde ich keine im Rahmen eingeschlagen ?

Grüße,
Denis
Uli

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Uli »

Tach Denis,
ich weiss ja nicht warum, aber ich würd mir lieber eine ordentliche Duplex vorne reinbauen als mich mit einer SW-Bremse groß umzubringen....
Da haben wir, glaub ich, schon mal Gedanken ausgetauscht.
Wenn, dann würde ich einen "Nebenhebel" bauen; aber mechanische Bremsen so zu synchronisieren, dass beim Ankerwerfen das Gespann in der Spur bleibt, ist keine einfache Geschichte...
Duna gab es meines Wissens nie gebremst, die waren ja auch nur für leichte Motorräder gedacht.

Grüße,
Uli
Denis

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Denis »

Hi Uli,

stimmt, da haben wir schonmal drüber geschnackt,

das mit der Duplex ist auch noch nicht vom Tisch, dachte nur, die Kombination bringt was.
Meinste denn, auf Beiwagenbremse ist besser ganz zu verzichten, wenn ordentliche Bremse vorne ?
Zum Thema Synchronisation schlagen alle die Hände überm Kopf zusammen, scheint mir...

Gruß,
Denis
frank1980

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von frank1980 »

Vielleicht lässt sich die Sache ja mit kleinen hydraulik Zylindern und einem entsprechenden Gestänge gut Synchronisieren. Betätigung erfolgt über die Fußbremse, wobei mittels zweier hydraulik Zylinder das Hinterrad der Zugmaschine- und das Seitenwagenrad abgebremst werden. Durch die Hydraulik haste dann eine gleichmäßige Krafteinleitung. Durch den Aufbau mit drei Rädern die das Gespann ja hat und der außermittigen Lagerung des Vorderrades (wenn man das Gesamte-Gespann mal sieht) wirst du wahrscheinlich immer ein wenig Unruhiges Bremsverhalten haben.
Uli

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Uli »

Denis hat geschrieben:Hi Uli,

......


Meinste denn, auf Beiwagenbremse ist besser ganz zu verzichten, wenn ordentliche Bremse vorne ?
....
Gruß,
Denis
Genau das mein ich.
Wir reden ja hier über eine 250er-AWO mit leichtestem Beiwagen und nicht über ein 7 Zentner-100Ps+-Mammutgespann. Man muss ja nicht mit mit der 8,8 cm auf Maikäfer schießen.
Hydraulisch lässt sich die reine Betätigungskraft natürlich gleichmäßiger verteilen, aber gleichmäßig ziehen wird es eher selten, da sich die Lastverteilung und die Reibungswerte beim Gespann ständig ändern.
Außerdem sollte man den technischen Bauaufwand und den Pflegeaufwand nicht unterschätzen.
Ich habe z.B. nur wenige Superelastik-Seitenwägen gesehen, deren Bremsmimik NICHT fest gewesen wäre.
Da habe ich lieber eine verlässliche Bremse vorne drin; den Zug vom Boot gleicht man sowieso gefühlsmäßig aus.
Vor allem reagiert das Gespann dann immer gleich und nicht mal so, mal so.
Aber hier gibt es ja bestimmt noch erfahrenere Gespannleute.

Grüße,
Uli
Benutzeravatar
jonas
Beiträge: 95
Registriert: Mo 23. Jun 2008, 19:26
Wohnort: 22767 hamburg deutschland

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von jonas »

Da kann ich nur zustimmen bin Jahrelang Gespanne aus der Stadt in Sachsen gefahren.Das eine ohne das andere mit SW-Bremse.Macht keinen Unterschied beim bremsen gegenlenken muss man immer.Und die ETZ mit Scheibe vorn hatt am besten gebremst.
Informieren kannst Du dich im
Buch Motorrad-Gespanne im Eigenbau ISBN 3-9802242-2-8
Mfg Jo
Alles Vernünftige ist einfach,alles Komplizierte ist überflüssig.
(Michail Timofejewitsch Kalaschnikow)
Benutzeravatar
Bausoldat
AWO 425 Member
Beiträge: 1871
Registriert: Mo 30. Jun 2008, 20:34
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: Spreenhagen
Hat sich bedankt: 36 Mal
Danksagung erhalten: 170 Mal

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Bausoldat »

Moin Denis,
ich kann Jonas nur zustimmen! Das Bremsverhalten ist so unterschiedlich wie wir Menschen. Ich habe an meinem Superelastic-Sportgespann die Hydraulikbremse nicht weiterverwendet, weil: Schrott. Habe mir Gedanken gemacht und eine Seilzugbremse gebastelt mit sehr vielen Feineinstellungsmöglichkeiten. Als Seitenwagenrad habe ich ein vorderes Sportrad genommen und die Ankerplatte nach innen genommen.
Seitenwagenbremse 002.jpg
Seitenwagenbremse 001.jpg
An die Halterung der Hydraulik habe ich ein dicke Aluplatte mit Langlöchern befestigt die sich zum Bremshebel hin verschieben lässt.
Seitenwagenbremse 004.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Man kann ohne AWO leben, es lohnt sich nur nicht! (frei nach Loriot)
Benutzeravatar
Bausoldat
AWO 425 Member
Beiträge: 1871
Registriert: Mo 30. Jun 2008, 20:34
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: Spreenhagen
Hat sich bedankt: 36 Mal
Danksagung erhalten: 170 Mal

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Bausoldat »

So, noch mal ich, da ich ja nur drei Bilder pro Beitrag reinstellen kann.

Der Bremshebel vom Seitenwagen geht unter das Motorradbremspedal, und der Seilzug lässt sich zusätzlich noch über eine Schraube einstellen
Seitenwagenbremse 005.jpg
Seitenwagenbremse 006.jpg
Wenn ich mit unbelastetem Seitenwagen fahre, neigt das Seitenwagenrad zum Blockieren. Sitz jemand drin (z.B. meine LAG) dann bremst das richtig gut. Bei schwereren Personen ist das Bremsverhalten dann auch wieder ganz anders. Ist zwar kein Dunaboot, aber vielleicht hilft es dir weiter.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Man kann ohne AWO leben, es lohnt sich nur nicht! (frei nach Loriot)
Denis

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von Denis »

Hallo,

na, das ist ja mal ein breit gefächertes Meinungsbild- trotzdem : das machts mir definitiv leichter, mich zu entscheiden:
Also die Hydrauliklösung ist zwar sicher die technisch eleganteste und "modernste", aber angesichts der Steinzeitbremse der Touren vermutlich zu viel des Guten, macht wohl eher Sinn bei ner MZ mit Scheibe.
Bausoldat, das kommt schon sehr nahe an das, was ich mir vorgestellt hatte,feiner Umbau, wobei ich wohl echt erstmal die jämmerliche Blechvorderbremse ins Auge fasse und umrüste auf sowas wie Duplex oder so...
Besser die Schwächen da bekämpfen , wo sie entstehen, gell ?
Dann fahr ich erstmal ne Runde und schaue , obs geht.... wenn nicht, werde ich das wie bausoldat machen , denke ich..

Danke an alle,

Grüße aus Aachen,
Denis
frank1980

Re: Bremse am Duna ?

Beitrag von frank1980 »

Keine Ursache gerne wieder. ;)
Antworten