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Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Mo 20. Mär 2023, 20:00
von Tekkx
Hallo Leute.
Hier hätte ich mal einen Beitrag zur Grundlagenforschung.
Ein Anker der original Lichtmaschine liegt hier auf meinem Tisch und ich weiß nicht recht, was ich von dem Teil halten soll.
Der Isolationswiderstand beträgt so zwischen 3 und 7 Megaohm, je nach gemessener Wicklung*.
Weiß jemand von euch, wie der Sollwert vom Hersteller mal angegeben wurde?
Im Internet dargebotene Werte beziehen sich nicht auf die Funktion, sondern bloß auf die Sicherheit. Jedenfalls konnte ich nix Hilfreiches finden.
*) für die, die es wissen wollen: immer Masse gegen einen Kollektorkontakt gemessen mit 1000 Volt.
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Mo 20. Mär 2023, 20:42
von akkon
Moin
was hat der IsoWiderstand mit der Funktion zu tun, außer er geht gegen 0.
Bei der normalen Elektroinstallation sind mindestens 1MOhm bzw 2MOhm vorgeschrieben. Alles drüber ist ein Grund zur Freude.
Eine Auswirkung auf die Funktion hat nur ein zu geringer Isowiderstand.
Gruß Ekki
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Di 21. Mär 2023, 12:50
von Tekkx
akkon hat geschrieben: Mo 20. Mär 2023, 20:42
(...)
Bei der normalen Elektroinstallation sind mindestens 1MOhm bzw 2MOhm vorgeschrieben. Alles drüber ist ein Grund zur Freude.
Eine Auswirkung auf die Funktion hat nur ein zu geringer Isowiderstand.
Gruß Ekki
Danke, Ecki.
Genau das wusste ich - wie ich schrieb - bereits. Diese Werte lassen sich "überall" nachschlagen oder sind Fachleuten bekannt.
Ich plante jedoch in Erfahrung zu bringen, wie der ursprüngliche Wert war.
Also meine Frage nochmal umformuliert:
Welchen Wert (in MegaOhm) hatte der Isolationswiderstand eines fabrikneuen Lichtmaschinenankers in den 50er bzw. 60er Jahren?
Ich wette, dass die Dinger, bevor sie auf die Öffentlichkeit losgelassen wurden, eine Qualitätsprüfung bestehen mussten. Und dazu gab es garantiert irgendwelche Soll- oder Grenzwerte.
Kennt die jemand noch?
Ich möchte das gern wissen, um die Qualität meines Ersatzteilfundus besser beurteilen zu können.
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Di 21. Mär 2023, 18:46
von Jens425S
Da würde ich tatsächlich Mal einen "alt gestanden" KFZ Elektriker fragen.
Die haben früher ständig Anker durchgemessen und haben sicher noch Erfahrungswerte.
Genaue Werte lassen sich bestimmt nicht ermitteln. Denn schon allein die Lackschicht, ist sicher nicht immer ganz gleich dick gewesen.
Ich habe das früher auch oft gemacht, aber es ist viel zu lange her, dass ich mich noch erinnern könnte.
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Di 21. Mär 2023, 20:13
von d'r Matt'n
Entscheidend ist aber auch ob die Wicklung Windungsschluss hat.
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Di 21. Mär 2023, 21:23
von akkon
d'r Matt'n hat geschrieben: Di 21. Mär 2023, 20:13
Entscheidend ist aber auch ob die Wicklung Windungsschluss hat.
>Bei mehreren MOhm gibt es keinen Windungsschluß.
Ramon scheint es um Originalmesswerte zu gehen.
Mir würden 1+ MOhm reichen

Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Mi 22. Mär 2023, 06:15
von d'r Matt'n
Gemeint ist Schluß der Windungen untereinander.
Das äußert sich im Wiederstand der Wicklung .
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Mi 22. Mär 2023, 10:55
von Schrauberdaddy
Tekkx hat geschrieben: Mo 20. Mär 2023, 20:00
Hallo Leute.
Hier hätte ich mal einen Beitrag zur Grundlagenforschung.
Ein Anker der original Lichtmaschine liegt hier auf meinem Tisch und ich weiß nicht recht, was ich von dem Teil halten soll.
Der Isolationswiderstand beträgt so zwischen 3 und 7 Megaohm, je nach gemessener Wicklung*.
Weiß jemand von euch, wie der Sollwert vom Hersteller mal angegeben wurde?
Im Internet dargebotene Werte beziehen sich nicht auf die Funktion, sondern bloß auf die Sicherheit. Jedenfalls konnte ich nix Hilfreiches finden.
*) für die, die es wissen wollen: immer Masse gegen einen Kollektorkontakt gemessen mit 1000 Volt.
Ich glaube einfach nicht das der Hersteller jemals eine Vorgabe des Isolationswiderstandes gemacht hat.
Bei einer 6V Lichtmaschine reicht eigentlich ein besserer Durchgangsprüfer. Ist ja keine Zündspule. Und ich würde niemals bei so einem Teil mit 1000V rangehen. Was soll denn das? Ist auch keine Hausinstallation, oder?
Wenn du Vergleiche ziehen willst, würde ich mal rausfinden was es für heutige moderne Drehstromlimas für Isolationswiderstände gibt und das dann mal auf die 60er runterbrech.... (wie auch immer)

Und auf alle Fälle den Kupferlackdraht der 60er einpflegen.
Das bezieht sich jetzt aber auf Elektroinstallationen und nicht auf Kfz-Technik:
Erstprüfungen neuer Anlagen und Geräte:
Bis 1987 galt die Faustregel 1000 Ω pro Volt der Messspannung. Die Erstprüfung von Neuanlagen erfolgt nach DIN VDE 0100-600:2017-06, welche die DIN VDE 0100-610:2008-06 mit Übergangsfrist zum 17. März 2020 ablöst.
Ich hoffe, das ich jetzt wegen diesem Denkanstoß nicht gesteinigt werde. Ich habe lange gezögert, bis ich mich zu diesem Beitrag entschlossen habe. In diesem Sinne

Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Fr 7. Apr 2023, 13:13
von Meki
Moin,
ich habe mir mal das Rep.-Buch für die 250iger MZ vorgenommen.
Auch da stehen keine Werte drin.
Zur Prüfung vom Anker wird geschrieben: Anker reinigen und mit einem Leitungsdurchgangsprüfer (Prüf-Fix) auf Massenschluß prüfen. Wenn der Anker in Ordnung ist, leuchtet die Lampe vom Prüf-Fix nicht auf. Soviel zur Prüfung auf Massenschluß.
Ob ein Windungsschluß vorhanden ist, wird mit einem Windungsschlußprüfer und 220 V Wechselspannung geprüft.
Mehr Info habe ich nicht dazu.
Gruß Meki
Re: Lichtmaschine Isolationswiderstand
Verfasst: Sa 8. Apr 2023, 17:50
von Tuftufek