Ich will euch mal mein Projekt vorstellen, Ideen dazu seit ca. 15 Jahren, jetzt wirds endlich mal real.
Basis Sport gummigelagert, wäre ja sonst zu einfach. Und weil das Fahrzeug dazu ne gummigelagerte Sport ist...
In erster Linie wollte ich die maximale Bohrung ausloten mit Sportkopf und ohne Versetzung der Stehbolzen, ich denke 78mm sind machbar. Dazu einen möglichst modernen (Serien) Kolben, der wenig wiegt und schön schmale Kolbenringe hat. Ich habe dazu immer mal wieder Kolben in der Bucht gekauft, weil es ist fast unmöglich, genaue Maße online herauszufinden. In den Katalogen von Mahle und Kolbenschmidt hatte ich nichts gefunden was mir gefiel. Bei Wössner passte ganz gut ein Kolben für Renault R5 GT Turbo, Maße ideal, sogar die Kompressionshöhe passte, leider gibt Wössner das Gewicht ohne Bolzen an, brutto waren es 500g. Merke: Schmiedekolben für Turbo-Automotoren sind vermutlich IMMER sauschwer. Im Ergebnis 100,- umsonst ausgegeben...
Jetzt habe ich den für mich perfekten Kolben gefunden:


Aprilia RSV4 1000, wiegt 245g (!!!) komplett mit 17er Bolzen, Kompressionshöhe 24mm, die Ventiltaschen ignoriere ich erstmal. Die fehlenden 11mm Kompressionshöhe müssen natürlich irgendwie ausgeglichen werden, der Zylinder soll seine Originalhöhe halbwegs behalten. Bei einem früheren Projekt hatte ich den Zylinder um 10mm gekürzt, das will ich nicht mehr machen. Längeres Pleuel wäre ideal, Honda CR500, Kawa KX500 und Yamaha XT500 kommen da infrage, gibts alle billig vom Chinamann, wird bestimmt später mal ne Option. Da ich sie bereits seit 10 Jahren liegen hatte und sie genau diese 11mm mehr hat, will ich diesmal eine Kurbelwelle der Honda XL500 modifizieren.


Die ist als Ausgangsbasis garnicht so schlecht, die Stümpfe ähneln denen der Awo, 80er Hub, Pleuel 141mm lang. Leider etwas groß und schwer, Aussendurchmesser größer als das Loch im Awo Block. Also fix die Flex angeschmissen und die Welle der Awo ähnlich gemacht, dabei auch den Hubzapfen gekürzt und erstmal ohne Anlaufscheiben montiert. Gewicht jetzt ca. 300g über der Awo Welle, Wuchtung haut mit dem leichten Kolben bei 58% genau hin. Dies ist nur die Mock-Up Welle zum Testen, eine weitere zum sauber befräsen liegt schon bereit.


Passt jetzt "fast" ins Gehäuse. Am Gehäuse hab ich die Ausbuchtung etwas erweitert, reicht leider noch nicht ganz, muss wohl noch etwas mehr weg. Ich will das Gehäuse so wenig wie möglich schwächen. Ins 14PS Gehäuse mit entferntem hinteren Lager passt sie locker rein, aber ich will ja die Gummilagerung.
Von der Japaner Kurbelwelle erhoffe ich mir ewige Haltbarkeit. Die Wellen gibts reichlich für um die 100,- in der Bucht, auch neue Pleuelsätze sind kein Problem. Der hintere Konus ist sogar der gleiche wie Awo, leider nur etwas zu weit draussen, muss also bearbeitet werden. Der vordere Stumpf hat fast die gleiche Länge, Durchmesser am Hauptlager vorn 35mm statt 30 ich werde da wohl ein Lager 6007 nehmen, die etwas geringere Traglast sollte ausreichen. Das scheint mir sinnvoller als die Welle zu schwächen. Leider ist der Durchmesser an der Passung zum Steuerrad zu klein, vermutlich werde ich da Laser Auftragschweissen machen lassen, ist eine heikle Stelle, Buchsen wird da wohl weniger gut sein.







