Seite 1 von 2

Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 14. Mär 2021, 12:17
von Andre@s
Hallo Leute,
um bei der Rollerzündung die Verstellung anzupassen soll der Blechstreifen auf 23mm verlängert werden damit die Zündung am ende um 28° verstellt.
Jetzt bezieht sich ja die Länge des Streifens auf den Durchmesser bzw. Umfang des Rotors.
Ich hab eine Vape Lichtmaschine verbaut und bin nicht sicher ob die den gleichen Durchmesser wie die Rollerzündung hat.
Kann mir jemand den Durchmesser des Rollerrotors verraten?

Die Vape hat ziemlich genau 100 mm Durchmesser und somit einen Umfang von 314 mm.

Gruß
Andreas

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 14. Mär 2021, 12:43
von psilie
Andre@s hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 12:17
Die Vape hat ziemlich genau 100 mm Durchmesser und somit einen Umfang von 314 mm.

Gruß
Andreas
Hallo Andreas,
Der Durchmesser vom Rollerrotor kann dir doch egal sein, wenn du ne Vape hast.
Rechne es dir doch einfach aus.
Hier ist ein schönes Tool dafür.
https://www.kfz-tech.de/Biblio/Formelsa ... enmass.htm

Meine Vape hat übrigens einen Durchmesser von 104mm plus 2mm Geberplättchendicke und da muss das Plättchen 25,9mm lang sein.

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 14. Mär 2021, 13:00
von Andre@s
Hallo psilie,
ich bin etwas verwirrt weil ich im Forum gelesen habe das bei der Rollerzündung 1°= 1 mm entspricht.
Das würde dann aber nicht mit den 23mm für 28° zusammenpassen.

Hast du bei den 104 mm die Stärke des Plättchens mitgerechnet oder sind es am Ende 108mm?
Gruß
Andreas

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 14. Mär 2021, 21:14
von burkhardt
Hallo Leute,
Andre@s hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 12:17 …um bei der Rollerzündung die Verstellung anzupassen, soll der Blechstreifen auf 23mm verlängert werden, damit die Zündung am Ende um 28° verstellt.
ich habe auch davon gelesen.

Hat mal jemand geprüft, ob sich die Verlängerung des Blechstreifens wirklich wie gewünscht auswirkt?

Aus folgender Überlegung bezweifle ich das:
Wenn die Elektronik einen Taktgeber und damit eine Zeitvorstellung hat, dazu bei jeder Umdrehung einen Impuls vom Geber vernimmt, dann hat diese eine klare Auffassung von den Umdrehungen je Zeiteinheit. So wäre es einfach denkbar, dass diese von Drehzahl x bis zu einem Wert y die Zündverstellung gleitend nach Formel oder stufenweise nach Tabelle vornimmt.
Die Länge des Blechstreifens wäre nur für die erste Zündung interessant, wenn noch keine Drehzahl aus dem vorherigen Impuls bekannt wäre. So könnte man die Geschwindigkeit beim Antreten abschätzen, um halbwegs genau zu zünden.
Womöglich ist es auch ganz anders und jemand kann mir das gar erklären.

@Andreas
Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, das vorerst wie es ist Abzublitzen, bevor man etwas verändert. So wäre es nur bei Notwendigkeit und nicht auf Verdacht erforderlich, etwas zu entfernen/ neu aufzubringen/ Unwuchten zu beseitigen usw.

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 14. Mär 2021, 21:24
von Andre@s
Hallo burkhard,
Mein Problem ist, dass ich bis jetzt keinen Blechstreifen habe, da bei mir lediglich eine Vape Lichtmaschine verbaut ist. Abblitzen bringt mich also nicht weiter.
Momentan geschieht die Verstellung noch mechanisch über die Fliekraftverstellung.

Vielleicht kann ja jemand erklären, wie die besagten 23mm zustande kommen.
Wenn ich den Durchmesser der Rollerzündung wüsste, könnte ich es mir errechnen.
Gruß
Andreas

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: Fr 19. Mär 2021, 00:31
von psilie
Andre@s hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 13:00 Hallo psilie,
ich bin etwas verwirrt weil ich im Forum gelesen habe das bei der Rollerzündung 1°= 1 mm entspricht.
Das würde dann aber nicht mit den 23mm für 28° zusammenpassen.
Das habe ich auch gelesen. Aber ich verlass mich lieber auf meine eigenen Rechenkünste. :-)
Andre@s hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 13:00 Hast du bei den 104 mm die Stärke des Plättchens mitgerechnet oder sind es am Ende 108mm?
Gruß
Andreas
Die 104mm sind nur der Rotordurchmesser. Ich habe aber nur mit 106mm gerechnet, weil das Geberplättchen ja gebogen werden muss. (Biegen von Werkstoffen: gestauchte und gestreckte Seite, neutrale Faser.)
Im Endeffekt spielen aber selbst ein paar Millimeter Unterschied der Plättchenlänge keine spürbare Rolle am Laufverhalten des Motors.

Bin mir nicht sicher, ob die Rollerlimas alle den gleichen Durchmesser haben, weil es ja beispielsweise 50ccm und 125ccm-Versionen gibt.
Die Abmaße von meiner Rollerlima sind:
Stator außen: 88mm,
Rotor innen: 90mm,
Rotor außen: 109,4mm,
Geberplättchenstärke 1,8mm.

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: Fr 19. Mär 2021, 12:18
von burkhardt
Hallo psilie,

ich bin voll bei Dir, dass es reichlich unterschiedliche Rollerlimas gibt. Beschreibungen wie 50ccm und 125ccm verwirren mich immer wieder. Was kann die Lima für den Hubraum?
Dass die Marken aus einem Baukastensystem und verschiedenen Herstellern wählen, das kennen wir ja vom VEB IFA und das Baukastensystem hat VW später auch übernommen ;-)
Die Awo war mit einer im Zündmagneten von der elektrischen Anlage unabhängigen Zündspule versehen. Die originale Lima erzeugt geregelt fremderregt Gleichstrom viewtopic.php?f=55&t=7566
Die kleinen Mopeds haben hingegen ein Energiekombinat aus Spulen für Zündung plus Licht plus Ladung, um die die Magneten im Polrad kreisen.
Ähnlich ist es bei den Rollerlimas. Nur haben diese mal keine, eine oder mehr Spulen für Zündung und weitere fürs Bordnetz. So kommt da immer Wechselspannung raus in einer oder mehreren Phasen. Daher werden diese mit scheinbar beliebiger Anzahl von Spulen, Pins, Hubraum, 2 bzw. 4-Takt, AC/DC beschrieben. Das ist bei Reglern ebenso verwirrend. Datenblätter mit Bemaßung, Leistung, Beschaltung hingegen sind vollkommen unüblich.
Schön wäre, wenn wir Licht ins Dunkel bringen könnten. Gleichwohl das ein Forum über Awo und nicht über Plasteroller ist, so sind deren Ersatzteile durchaus als zeitgemäße Ergänzung oder gar versteckte Aufwertung eine Überlegung wert. Wissen hierüber kann nicht schaden.
psilie hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 00:31 Das habe ich auch gelesen. Aber ich verlass mich lieber auf meine eigenen Rechenkünste. :-)

Bin mir nicht sicher, ob die Rollerlimas alle den gleichen Durchmesser haben, weil es ja beispielsweise 50ccm und 125ccm-Versionen gibt.
Die Abmaße von meiner Rollerlima sind:
Stator außen: 88mm,
Rotor innen: 90mm,
Rotor außen: 109,4mm,
Geberplättchenstärke 1,8mm.
Ist es folgende Lima?
psilie hat geschrieben: So 24. Mai 2020, 17:19 Bild
Was ist das für eine?
Hast Du noch mehr Bilder und Beschreibung?

Hast Du das Blättchen am Rotor belassen oder verändert?
Was meinst Du zu folgenden Überlegungen?
burkhardt hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 21:14 Hat mal jemand geprüft, ob sich die Verlängerung des Blechstreifens wirklich wie gewünscht auswirkt?

Aus folgender Überlegung bezweifle ich das:
Wenn die Elektronik einen Taktgeber und damit eine Zeitvorstellung hat, dazu bei jeder Umdrehung einen Impuls vom Geber vernimmt, dann hat diese eine klare Auffassung von den Umdrehungen je Zeiteinheit. So wäre es einfach denkbar, dass diese von Drehzahl x bis zu einem Wert y die Zündverstellung gleitend nach Formel oder stufenweise nach Tabelle vornimmt.
Die Länge des Blechstreifens wäre nur für die erste Zündung interessant, wenn noch keine Drehzahl aus dem vorherigen Impuls bekannt wäre. So könnte man die Geschwindigkeit beim Antreten abschätzen, um halbwegs genau zu zünden.
Womöglich ist es auch ganz anders und jemand kann mir das gar erklären.

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: Fr 19. Mär 2021, 17:55
von psilie
burkhardt hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 12:18 Ist es folgende Lima?
psilie hat geschrieben: So 24. Mai 2020, 17:19 Bild
Hallo Carsten.
Nein, das ist ein Foto aus dem Netz.
burkhardt hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 12:18 Was ist das für eine?
Das ist ein Powerdynamo-Stator.
burkhardt hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 12:18 Hast Du noch mehr Bilder und Beschreibung?
Hast Du das Blättchen am Rotor belassen oder verändert?
Siehe hier:viewtopic.php?p=167476#p167476
burkhardt hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 12:18 Was meinst Du zu folgenden Überlegungen?
burkhardt hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 21:14 Hat mal jemand geprüft, ob sich die Verlängerung des Blechstreifens wirklich wie gewünscht auswirkt?

Aus folgender Überlegung bezweifle ich das:
Wenn die Elektronik einen Taktgeber und damit eine Zeitvorstellung hat, dazu bei jeder Umdrehung einen Impuls vom Geber vernimmt, dann hat diese eine klare Auffassung von den Umdrehungen je Zeiteinheit. So wäre es einfach denkbar, dass diese von Drehzahl x bis zu einem Wert y die Zündverstellung gleitend nach Formel oder stufenweise nach Tabelle vornimmt.
Die Länge des Blechstreifens wäre nur für die erste Zündung interessant, wenn noch keine Drehzahl aus dem vorherigen Impuls bekannt wäre. So könnte man die Geschwindigkeit beim Antreten abschätzen, um halbwegs genau zu zünden.
Womöglich ist es auch ganz anders und jemand kann mir das gar erklären.
Sorry, da kann ich nicht ganz folgen. Ich bin kein Elektroniker und mir ist auch Wurscht wie die Elektronik funktioniert. Mir ist nur wichtig, das sie funktioniert. Aber aus den Erkenntnissen der vielen fleißigen Rollerzündungsentwickler ist rauszulesen, das die Länge des Geberplättchens den Zündverstellbereich bestimmt.

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 21. Mär 2021, 14:04
von steppe
psilie hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 17:55 ... das die Länge des Geberplättchens den Zündverstellbereich bestimmt.
Glaub ich nicht. Meines Wissens ist die Länge des Streifens leidiglich wichtig für die ordnungsgemäße Singalauslösung im Zusammenspiel mit dem Geber/Sensor im geforderten Drehzahlbereich wichtig. Ist die Länge zu kurz, führt dies gerade bei höheren Drehzahlen zu Problemen. Unnötig lang sollte der Streifen auch nicht sein. Die richtige Länge ergibt sich aus den Rotormaßen, Drehzahl, Abstand und elektronischen Eigenschaften des verwendeten Sensors. Oder einfach praktischen Versuchen. Für die Zündverstellung ist allein die CDI verantwortlich, die in der Lage sein sollte, drehzahlabhängig zu verschieben.
Ich lass mich auch gern berichtigen, aber aus logischer Sicht scheint es mir widersinnig mit der Länge des Streifens den Zündzeitpunkt bestimmen zu wollen.

Gruß Steppe

Re: Welchen Durchmesser hat der Rotor der Rollerzündung

Verfasst: So 21. Mär 2021, 14:31
von burkhardt
burkhardt hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 12:18 Was meinst Du zu folgenden Überlegungen?
burkhardt hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 21:14 Hat mal jemand geprüft, ob sich die Verlängerung des Blechstreifens wirklich wie gewünscht auswirkt?

Aus folgender Überlegung bezweifle ich das:
Wenn die Elektronik einen Taktgeber und damit eine Zeitvorstellung hat, dazu bei jeder Umdrehung einen Impuls vom Geber vernimmt, dann hat diese eine klare Auffassung von den Umdrehungen je Zeiteinheit. So wäre es einfach denkbar, dass diese von Drehzahl x bis zu einem Wert y die Zündverstellung gleitend nach Formel oder stufenweise nach Tabelle vornimmt.
Die Länge des Blechstreifens wäre nur für die erste Zündung interessant, wenn noch keine Drehzahl aus dem vorherigen Impuls bekannt wäre. So könnte man die Geschwindigkeit beim Antreten abschätzen, um halbwegs genau zu zünden.
Womöglich ist es auch ganz anders und jemand kann mir das gar erklären.
steppe hat geschrieben: So 21. Mär 2021, 14:04
psilie hat geschrieben: Fr 19. Mär 2021, 17:55 ... das die Länge des Geberplättchens den Zündverstellbereich bestimmt.
Glaub ich nicht. Meines Wissens ist die Länge des Streifens leidiglich wichtig für die ordnungsgemäße Singalauslösung im Zusammenspiel mit dem Geber/Sensor im geforderten Drehzahlbereich wichtig. Ist die Länge zu kurz, führt dies gerade bei höheren Drehzahlen zu Problemen. Unnötig lang sollte der Streifen auch nicht sein. Die richtige Länge ergibt sich aus den Rotormaßen, Drehzahl, Abstand und elektronischen Eigenschaften des verwendeten Sensors. Oder einfach praktischen Versuchen. Für die Zündverstellung ist allein die CDI verantwortlich, die in der Lage sein sollte, drehzahlabhängig zu verschieben.
Ich lass mich auch gern berichtigen, aber aus logischer Sicht scheint es mir widersinnig mit der Länge des Streifens den Zündzeitpunkt bestimmen zu wollen.

Gruß Steppe
Danke Steppe für Deine Erklärung, welche mir stimmig erscheint.
Ich habe auf meiner polnischen Variante der Rollerzündung das Blättchen gemessen. Jenes ist 10mm lang. Und es funktioniert. Diese erhärtet unsere Argumentation und spricht gegen die Notwendigkeit der Verlängerung bei bereits vorhandenem Geber auf dem Rotor.
Hier war der Durchmesser des Rotors gefragt, um eine wegen der vermeintlich für die Zündverstellung abhängige Länge des Geberblättchens vom Durchmesser berechnen zu können. Das ist dann obsolet, wenn es funktioniert, was im Bereich von 10 mm (bei meiner Installation) oder 23 mm (andere Angabe im Forum) als gegeben angenommen werden kann.
Andre@s hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 21:24 Vielleicht kann ja jemand erklären, wie die besagten 23mm zustande kommen.
Andreas