Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

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Südschwede62
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Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Südschwede62 »

Moin Loite,

Hier mal zwei kurze Fragen zum Magnetzünder (Versteller) in die Runde.

1.Lässt sich der Fliehkraftregler der Zündverstellung einfach ausbauen/wechseln, ohne das Gehäuse zu trennen.
(Also nur die Unterbrecherplatte rausnehmen und gut is oder ist hier ein „Uhrmacher“ gefragt?)

2. Gibt es eine Prozedur, die Federvorspannung der Fliehgewichte zu messen, z.B. mit einer Federwaage um die korrekte Verstellkurve für die Vorzündung zu ermitteln.
Hat das ev. schon mal jemand gemacht.
Gibt es da irgendwelche Werte, Messlagen, Gewichte etc. ( c N, Gramm ?)

Grund ist folgender, ganz kurz.
Magnet ist von OMP, läuft wirklich tip top.
Aber. Bei mittleren Drehzahlen hab ich den Eindruck, dass der Zünder zu bald auf volle Vorzündung geht.
Der Motor läuft „rauh“
Erst bei höheren Drehzahlen läuft das Aggregat wieder weich und geschmeidig.
Verdacht……….,------ Federn zu weich oder Gewichte zu leicht.(?)
Das „abblitzen“ gestaltet sich schwierig bei den mittleren Drehzahlen, da die Marke z B. 22°bei 2000 u/min immer zu schnell durchwandert. Die Drehzahl ist einfach nicht stabil genug.
Die Grundeinstellung mit 13° v OT (Spät) und die Begrenzung auf 34° max (Früh) bei Nenndrehzahl lässt sich gut kontrollieren und passt.
Ich möchte einfach mal einen anderen (originalen) Versteller testen,
welchen ich mir natürlich noch besorgen muss.

Weiß hier jemand was?

Danke
Der Südschwede
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Roadrunner
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Roadrunner »

Der Fliehkraftversteller lässt sich wechseln ohne den Magneten komplett zu zerlegen.
Nach ausbau der Unterbrecherplatte und Abbau des Zündnockens ,lässt sich der Versteller mittels zweier längerer M4 Schrauben abziehen. Die M4 Bohrungen sind ab Werk im Versteller angebracht.

Die Vorspannung der Federn lässt sich sicherlich messen,ich kenne dazu aber kein Verfahren.
Da es mehrere Ausführungen gibt , die jeweils (fühlbahr) anderer Vorspannungen haben und meinen bisherigen Erfahrungen , ist es nur wichtig , dass die Federn die Gewichte sauber in die Spätstellung drücken. Die Frühverstellung erfolgt eh schon bei leicht erhöhter Drehzahl.
Es gibt , hier im Forum auch Zündkurven , die in Versuch ermittelt worden sind.

Wenn es Probleme mit der Zündverstellung gibt , sind meist gebrochene Federn , in den Führungen ausgeschlagene Gewichte , das Haken der Gewichte oder lose Verstellerplatten die Ursache. Manchmal sind auch die Wellen im Magnetanker lose !

Ich hatte noch NIE Probleme mit weichen Federn !

Gruß Ralf
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Südschwede62 »

Danke Ralf für die schnelle, exakte Auskunft.

Da ist der Aufwand ja überschaubar, dies mal zu probieren.
Möchte eigentlich nur herausfinden, welchen Einfluss eine zu steile Verstellkurve auf das Laufverhalten des Motors hat.
Desweiteren möchte ich ausschließen, das sich die Verstellung schon in den untersten Drehzahlbereichen
bemerkbar macht. (Leerlauf unter 800 U/min).

Meine Theorie:

Wenn dort in dem Bereich der Versteller schon unregelmässig / unkontrolliert zu weit auf Frühzündung geht, kann das diese sogenannten "Vergaserpatscher"generieren weil ja das Gemisch zu bald Zündet und den Kolben bereits vor OT wieder abwärts treibt.
Das wäre wohl der Fall, wenn die Federn die Gewichte nich sauber auf spät drücken also zu schlapp sind.
Dies meintest Du (Oder ???)

Danke für diesen guten Tip !!!!

Richtig, oder bin ich auf dem Holzweg ?

Gruß Bernd
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speedvogt
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von speedvogt »

Hallo Bernd,

Da wirst du dir bestimmt die Zähne ausbeißen ,
An der Problematik haben sich schon Generationen, meistens
ohne Erfolg, versucht.
Die Verstellung auf Frühzündung war immer im unteren Drehzahl Bereich.
Das Patschen ,ist oftmals eine Sache der Ventilspiel Einstellung bez. Der Bedüsung am Vergaser.
Mein Tipp stell einfach mal extreme Spätzündung ein ,und schau ob dein Motor ruhiger läuft.

Gruß Micha
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Südschwede62
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Südschwede62 »

Danke Micha,

das wäre auch ne Idee,versuche ich auch noch.
Was meint "extrem Spät".
5-7 Grad und kann man dann so fahren (dauerhaft)?

Gruß Bernd
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speedvogt
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von speedvogt »

Hallo Bernd,

Ja so ungefähr, du verlierst dadurch eventuell etwas an Leistung, für die Kurbelwelle ist Spätzündung jedoch besser, die Vibrationen werden auch weniger.
Überprüfe auf jeden Fall nochmal dein Ventilspiel, kannst ruhig auf 0,05 mm gehen, 0,1 ist beim gelaufenen Motor nicht nötig.

Gruß Micha
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Südschwede62
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Südschwede62 »

Moin Loite,

Der original „neue“ DDR Zündversteller (Lagerware) ist da und ich kann loslegen.
Nachdem ich alles nochmal durchgegangen bin und auch alle Tipps zu dem Thema
keine Verbesserung bringen, hab ich mir nun die beiden Versteller
mal vorgenommen um herauszufinden, was die eigentlich genau tun.
Nicht prinzipiell oder theoretisch, sondern praktisch.

Ja, Micha (Danke!!!), Du hast ja vollkommen Recht.
Aber, auch wenn ganze Schraubergenerationen vor mir sich an dem Thema schon mehr oder weniger erfolglos aufgearbeitet haben.
Wenn einen etwas nervt, gibt man doch nicht so einfach auf.

Stutzig gemacht hat mich vorab der Beitrag von Ralf „ Roadrunner“ (Danke!!!), der von mehreren verschiedenen Stellern schrieb, mit unterschiedlichen Federkräften.
Für den selben Motor??? Warum denn das???
Ja, und genau das ist anscheinend das Problem. Genauer gesagt, wie die Federn ausgelegt sind bzw. wie diese ihre Kraft mit zunehmender Drehzahl aufbauen.

Nach Demontage des Fliehkraftstellers von OMP (Old Motorcycle Parts) ist im Vergleich sofort aufgefallen, dass die Federn viel schwächer ausgelegt sind wie beim Original.
Auch das Konzept unterscheidet sich ganz wesentlich.
Auf den Hinweis von Roadrunner (mit den verschiedenen Reglern), bin ich die Fotos unseres Mitglieds Yan Fossat „883Yan“ aus Toronto noch mal durchgegangen, der im letzten Jahr eine 1952er bis auf die „Knochen“ zerlegt hatte.

Tatsächlich zeigt ein Bild den möglicherweise originalen (?) 1952er Versteller mit derselben Federgeometrie wie die des Nachbaureglers von OMP.
Wurde hier etwa von veralteter, obsoleter Vorkriegshardware „abgekupfert“ :::::yy ?
Oooch,….. Nöööö,……..Nich doch…………… :::::n

Wann der Versteller in Suhl ab Werk geändert wurde und was genau die Konstrukteure um Herrn Dähn derzeit dazu bewogen hat, ist momentan reine Spekulation. (Ideen hätte ich aber !!!)

Fakt ist, dass der neuere, „modernere“ mechanisch aufwändiger und funktioneller hergestellt ist.Bild Nr.3 rechts.
Die Gewichte sind geteilt und die jeweils 2-fachen (!!!) Federn sind zum Winkelausgleich drehbar in die Achse eingehängt. Sie „laufen“ innerhalb der Gewichte geschmeidig über eine Nockenbahn und werden mit zunehmender Auslenkung progressiv.
Letzteres zeigen auch die Werte eines Messversuchs, um die Beiden Versteller in der Charakteristik zu vergleichen.
Das Protokoll der ZWICK&ROELL Testanlage (Bild 1.) möchte ich nicht weiter kommentieren, nur das wesentliche.
Der Steller von OMP hebt mit ca. 26 Gramm Zug bereits knapp über Leerlaufdrehzahl ab und erreicht den Begrenzer bei etwas über 80 Gramm, wobei damit die volle Vorzündung (38°) bereits bei ca. 1500-1700 U/min anliegen dürfte. Möglicherweise auch schon früher !!! Nich so gut denke ich (?).
Der originale „DDR“ Regler hebt zeitlich etwas später bei ca.77 Gramm ab, um in einer schön ansteigenden Kurve bei 695 Gramm im Anschlag zu landen. Hier liegen etwa 3800-4000 U/min an. Das finde ich viel besser.

Vergleich im Klartext:

In dem Bereich, wo der originale FKR anfängt, die Zündung zu verstellen, hat der Regler von OMP schon fast fertich.

Die Messung ist natürlich statisch, ein Vergleich unter diesen identischen Bedingungen zeigt aber, dass der Originale Versteller mit der Progressiv ausgelegten Federkurve sehr viel feiner die Drehzahl und Vorzündung aufeinander „anpasst“ als der von OMP mit dem weitgehend linearen Verlauf.
Die Kraftänderung von nur ca. 55 Gramm ist hier im Vergleich einfach zu gering und hat über den Stellbereich kaum einen Einfluss im Sinne einer Regelung.
Hier arbeitet quasi ein „2 - Gang Getriebe“, welches die Vorzündung recht flott um 28° innerhalb von wenigen hundert U/min „umschaltet“.
Und dies ziemlich hart und auch noch reichlich bald, wie ich finde.

Fazit:

Der „Originale“ Fliehkraftregler hat das Problem des rauhen Motorlaufes bei mittleren Drehzahlen behoben. Bei mir jedenfalls.
Der Motor läuft durchweg viel geschmeidiger und zieht auch besser bei weniger Vibrationen.
Auch konnte auch der Abrisspunkt des Magneten wieder exakt auf Werkseinstellung korrigiert werden, da bei dem OMP Versteller zusätzlich die Keilnutbuchse um ca.5° in Richtung früh verdreht eingeschweißt war. siehe Bild 3. (ärgerlich)
Da musste ich zwangsläufig die Grundplatte verdrehen (was man ja eigentlich nicht machen sollte).
Jetzt geht´s an die Feineinstellung, abblitzen muss ich auch noch.

Ein Paar Fragen noch an die Gemeinde:

1. Besitzt oder fährt jemand noch einen (originalen) Versteller wie auf dem Bild Nr.2 ?
2. Wie ist dort der Durchmesser des Federdrahtes und gibt es auch zwei Federn pro Gewicht ?
3. Ist die Zündverstellung wirklich nur dazu da, dass man beim Antreten nicht über den Lenker
geht, oder schont diese auch den Motor?

Langer Text sorry. :::

Grüße von Bernd

PS.: Ich stelle hier nicht die Qualität des Magneten von OMP in Frage, welcher wirklich gut ist!
Möglicherweise sind meine Messungen, Überlegungen und die Rückschlüsse fehlerhaft !!!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Kulbel

Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Kulbel »

Mhm !
Hut ab für deine Leistung .
Ich habe hier irgendwo noch einen ungeöffneten EZ 41 liegen .
Mal schauen was da verbaut ist .
Gruß Alf ;;;;;;
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Edeltuning
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Edeltuning »

Der Nick impliziert mir immer den Film "Lotterieschwede" - ist so alt wie die AWO, aber gut. :lol:
Nichtsdestotrotz muß ein seitenlanger Text nichts mit Erkenntnis zu tun haben, Politik lebt von solchen Plattitüden und bringt auch keine Ergebnisse. :::::n Über einfache Technologien eine "Doktorarbeit" zu schreiben, hat schon so manchen in die Plagiaterie getrieben. :::::cb
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Eин Луcтигер Унд Гебилдетер Oсси.
НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
DER GEWOLLTE ZUSAMMENBRUCH
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Re: Federn am Fliehkraftversteller Magnetzünder prüfen ???

Beitrag von Südschwede62 »

Moin Loite,

Ja,is gut „Edel“ .

Es ehrt mich natürlich, wenn ausgerechnet Du Dich dazu herablässt, eine derart endlose „Doktorarbeit“ mit Plagiatstendenzen zu solch vorgerückter Stunde durchzusehen und hilfreich zu kommentieren.
Danke für diese Aufmerksamkeit. ;;;;;;;

Ehrlich gesagt, hatte ich nichts anderes erwartet und hätte Deinen Kommentar auch gleich selber schreiben und an meinen Beitrag anhängen können.
Aber wahrscheinlich hätte ich Dich dann gleich am Hals, oder wäre von den Mods` umgehend gesperrt worden ,…….wegen Plagiat und so………. :::::yy
Auch andere Mitglieder hier hätten die Schummelei sicher sofort erkannt und wären über mich hergefallen.

Schade finde ich eigentlich nur, dass Du auf keine meiner 3 wirklich simplen Fragen eine Antwort hast……………. :::::dd .(????????)


@ Alf. ;;;;;; Vielleicht mal messen und ein Paar Bilder davon.
Wäre schön. Danke.

Gruß Bernd
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