Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Moin Männers.
Und zwar bin ich gerade dabei einen Reserve motor für mich aufzubauen und wollte schon so oft mal wissen wo hier die Leute ihre schwungmasse inkl druckplatte usw wuchten lassen ( falls das überhaupt jemand macht , ich habe es bis jetzt noch nie )
Vielicht hat ja jemand eine Adresse oder Idee zu diesem Thema?
Ich finde es ein sehr interessantes Thema da ich auch noch keine Originale schwungmasse gesehen hab die wuchtbohrungen hat . Auf der Lima Seite sind die Schwungmassen von Vape zb bis aufs Gramm gewuchtet und auf der anderen Seite...naja eben nicht.
Eiso schreibt doch bitte mal falls jemand eine Idee hat ?
habe meine Schwungmasse (vor einigen Jahren allerdings) HIER wuchten lassen.
Ging schnell und war nicht all zu teuer...
Hatte die Schwungmasse auf sechs Federn umgebaut und durch per CNC gesetzte Bohrungen erleichtert und die Druckplatte in montiertem Zustand leicht überdreht.
Gewuchtet wurde dann ebenfalls mit montierter Druckscheibe!
angeliefert hatte ich diese mit 273,7 g*mm
zurück bekommen habe ich sie mit 3,85 g*mm
Und auch bei einer Nachbauwelle-Kurbelwelle wurde dort das Wuchtverhältniss überprüft.
(Dieses lag mit meiner Kolbenkombination bei knapp unter 60%)
Hallo Martin. Habe mal Kontakt mit der Firma aufgenommen und sie wuchten mir das ganze mit Kupplung usw komplett. Was ich schon mal super finde .
Echt ein netter Kontakt.
Die 270 Gramm bei dir sind ja bei einer gewissen Drehzahl schon eine ordentliche Ansage.
Wie fährst es sich jetzt kannst du dazu etwas berichten?
Mfg und danke im voraus
Achtung!
Nicht einfach Gramm, sondern Gramm*Millimeter!
Die Fliekraft der Unwucht ist ja abhängig davon, auf welchem Durchmesser diese sitzt!
Ich stelle heute Abend mal das Protokoll als Bild ein.
Wie es sich fährt?!
Gut würde ich sagen!
Habe aber leider auch keine Vergleich zu vorher gehabt, da der gesamte Motor völlig im Eimer war, als ich ihn erworben hatte.
Achso. Ja vorher nachher wäre ja mal interessant gewesen . Ja das Protokoll ist ja interesant . Wenn ich meine Teile wieder habe stelle ich es natürlich auch mal rein .
Bitteschön, hier das versprochene Protokoll und ein Bild der Scheibe während der Montage. Leider jedoch nur ohne Druckplatte...
Wirklich so richtig schlecht war das schon auch im Urzustand nicht. Aber jetzt ist es halt besser!
Martin
Zuletzt geändert von knallkraftmaschine am Di 26. Mai 2020, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo,
Hab mir mal die Seite des Auswuchters aufgerufen. Alles bestens.. von der Präsentation her. Hochglanzwerbung.
Ich stell jetzt meinen Artikel rein, den ich gestern verfasst hatte, aber wieder gelöscht habe. - Warum denn Schwungscheibenerleichterung (dann natürlich Auswuchten)? Beim Einzylinder-Viertakt braucht man eine große Schwungmasse, besonders dann, wenn die hin- und hergehenden Massen so groß sind wie bei der Awo. Auf einen Arbeitsumlauf folgt ein Leerlauf, der soll gleichmäßig sein, wichtig deshalb Schwungmasse. Die Konstrukteure hatten sich wohl vor knapp 70 Jahren nichts Falsches ausgedacht. Die Beschleunigung der Awo ist mies, das liegt auch an den zu bewegenden großen Hin- und Her-Massen, aber auf die Leistung hat die Schwungscheibenmasse kaum einen Einfluss. Wenn die Awo läuft, läuft sie. So, nun der Text:
Hallo,
die Schwungscheiben sind schon aus Fertigungsgründen von Natur aus ausreichend ausgewuchtet. Wenn du trotzdem kontrollieren willst: Nimm eine Kurbelwelle, lagere sie in 6206 und 6207, Mache die Lager sauber und etwas Nähmaschinenöl rein, hänge so viel Gewicht an das Pleuel, bis die Welle in jeder Stellung stehen bleibt. Das kriegt man auf 2-3 Gramm hin. Dann schiebst du die Schwungscheibe drauf und prüfst wieder. Ist ein bisschen schwierig, die Lager festzuhalten. - Die Sportawo-Kurbelwelle ist zu 60% statisch ausgewuchtet, die Touren-Awo zu 59%. Etwas kompliziert, kann ich hier nicht erklären. Geht auch um Laufruhe in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen. Das heißt, dass an das Pleuel 139 g angehängt werden müssten, um Gleichlauf zu erzielen. Meistens muss man aber in Höhe Hubzapfen feilen, um das hinzukriegen. Die 139 g gelten nur für nackte Kolben von 220 g (keine Übergrößenkolben). Schwerere Kolben sollten erleichtert werden, z. T. am Kolben selbst (etwa max. 5 g denke ich), z.T. am Bolzen (dort etwa 6 g bei erstem Ausschliff). -An der Kurbelwelle kann viel Arbeit anfallen, zumindest grob ausgewuchtet sollte sie sein, auf 10-15 g genau. Wenn es dir nur um die Schwungscheibe geht, kannst du natürlich anhängen, bis es stimmt. Die Kurbelwelle ist aber wohl wichtiger. Lass es dann vom Fachfreund machen.
Die innere Druckplatte ist noch unwichtiger betr. Unwucht, wenn die Löcher nicht ausgeleiert oval sind. Und die Reibfläche darf nicht trichterförmig verzogen sein.
Peter.
Sehe gerade das Schwungscheibenbild. Ach du Gott!-
Ja, ob das wirklich sinnvoll war damals die Scheibe so zu erleichetern, davon bin ich heute auch nicht mehr so überzeugt...
Ist eben mittlerweile auch schon ein paar Jahre her und man lernt halt immer dazu mit der Zeit...
Trotzdem rennt damit alles eigentlich ganz passabel und deshalb bleibt die Scheibe halt nun so drin.
Aber ich gebe dir Recht: sehr niedriges Standgas einzustellen, oder etwas untertourig zu fahren, resultiert in recht unruhigem Lauf.
Mit leicht erhöhter Drehzahl merkt man davon dann aber nichts mehr!
Hallo Peter. Ich möchte meine schwungmasse nicht erleichtern ehr im Gegenteil. Ich fahre in diesem motor eine 78 Welle mit 74 kolben . Die Welle wurde von jemandem gebaut und passend zum kolbengewicjt gewuchtet. Ich bin die Kombi schon ziemlich lange gefahren und es lief prima. Da jetzt aber mein Gehäuse einen Schaden an der Stehbolzenaufnahme hat muss eh alles raus . Sprich Welle gleich mit einem neuen pleuel bestücken usw. Dabei kam mir die Überlegung wenn die Welle auf die richtige prozent Zahl gewuchtet is und die Lima auf 0 ( ich weiß ganz 0 geht nicht ) und die schwungmasse auch ( wo ich fest von überzeugt bin das dies nicht der Fall ist da ich einige schwungmasse vermessen habe und die Löcher über Eck gemessen schon einige 10tel Unterscheid haben ( teilweise auch fast 2mm . Was spricht dagegen das komplette Packet mit Kupplung usw komplett wuchten zu lassen ? Das Geld ist es mir wert ( meine persönliche Meinung)
Ich kann ja dann einen vorher nachher Vergleich übermitteln
Kannst es ja machen. Nützt es aber wirklich? Andere, einfache Möglichkeit zum Selbstprüfen: ganz ebene glatte Fläche, z.B. dicke Glasscheibe. Ganz waagerecht ausrichten. Scheibe drüberlaufen lassen. Pendelt sie hin und her (wie z. B. die Räder, was die aber auch nicht machen sollten), stimmts nicht. Pendelt sie nicht, stecke sie zur Sicherheit auf die ausgerichtete Kurbelwelle. Das Selbermachen macht doch den meisten Spaß! Basteln ist das ja nicht, nein, basteln dürfen wir nicht! - Nachsatz: Pendelt sie nicht, dann messe den Bohrungs-Mittelpunkt aus. Ist der überall gleichweit vom Rand entfernt, dann stimmt auch die Wuchtung. ---Achtung: ich spreche hier von statischer Auswuchtung, das ist aber bei der schmalen Schwungscheibe ausreichend, ebenso bei den Rädern. beim Pkw-Rad reicht das nicht: da kann Gleichlauf sein, obwohl oben-innen und unten-außen eine Unwucht bestehen kann, die sich beide bei der statischen Prüfung ausgleichen und nicht bemerkt werden. Da muss man dynamisch auswuchten: Schnelllauf und dann ausmessen. Nichts für uns und hier wirklich nicht nötig. Habs nur der Vollständigkeit halber gesagt.
P., gute Nacht (oder guten Morgen).