Ich habe ein paar Fragen zum Gasdrehgriff an die Community.
Die Situation: Der Griff lässt sich etwa 120 Grad drehen, dann geht er auf Anschlag. Dabei holt er den Bowdenzug um ca. 20 mm ein. In Folge dessen öffnet der Schieber am Vergaser (AWO Sport, Dmr. 26 mm) nicht vollständig. Die freie Länge des Bowdenzugs auf der Vergaserseite beträgt 51 mm bzw. 31 mm im eingeholten Zustand. Die Einstellschraube am Vergaserkopf musste ich fast vollständig rausschrauben, um genügend Spannung auf den Bowdenzug zu bekommen.
In einer anderen Montagesituation des Griffs betrug die freie Länge des Bowdenzugs nur 40 mm und er konnte ohne Anschlag gedreht werden, bis dIe Seele vollständig eingeholt war.
Der Schieber ist original AWO und die Steigung passt (siehe älterer Beitrag im Forum). Der Drehgriff ist ein Nachbau.
Nun meine Fragen:
1. Ist der maximale Drehwinkel von ca. 120 Grad korrekt ?
2. Ist die freie Länge des Bowdenzugs von 51 mm korrekt ?
3. Sitzt ein Anschlagbegrenzer im Griff oder müsste ohne Anschlag so weit gedreht werden, bis die Feder im Vergaser auf Block geht?
4. (die Entscheidende) Wie kann der Einholweg des Bowdenzugs vergrößert werden, damit der Vergaser vollständig öffnet?
Danke und viele Grüße
Rudi )
Hab mal den Beitrag für Rudi eingestellt
Gasdrehgriff
- akkon
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Gasdrehgriff
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Re: Gasdrehgriff
Hallo Rudi,
entschuldige ich habe deine Frage irgendwie ewig übersehen.
Ich habe mich gerade erst, vor ein paar Wochen, um die Instandsetzung meines Gasgriffs gekümmert.
Das war aber auch Premiere für mich, darum möchte ich nicht behaupten alles 100% richtig gemacht zu haben.
Und ich habe nicht sämtliche "Optimalmaße" parat.
Aber was ich gemacht habe funktioniert gut, darum denke ich, sooo falsch war das wohl nicht...
Was mir grundsätzlich auffällt an Deiner Fragestellung ist:
1. Du musst den Anschlag am Vergaserkopf ganz heraus drehen.
- Das ist ein Zeichen, dass Dein Gasseil zu lang ist, bzw. die Hülle zu kurz. Wenn Du wechseln kannst, probier mal einen anderen Gaszug. Ich habe 3 Stück und alle sind sehr unterschiedlich lang!
2. Bei Deinen gemessenen 120° Gasgriffdrehwinkel:
- Der Gasgriff hat im Grunde keinen Anschlag.
- Der Anschlag wird erreicht, wenn das Gleitstück (In der Nut im Lenker) seinen Anschlag erreicht. Das ist aber kein echter Anschlag, sondern den Anschlag bereitet der Gasbowdenzug, wenn er den Schieber am Anschlag hat. Der Schlitz im Lenker ist ja offen. Erst Verschlußstopfen begrenzt den Weg wirklich.
- Dabei muss das Gleitstück, vom Leerlauf, bis maximalem Weg, so viel Weg zurück legen können, dass das Seil am anderen Ende, den Schieber vollständig öffnet.
-> Das kannst Du auch ausprobieren, indem Du ohne Gasdrehgriff, nur das Gleitstück im Lenker vom Leerlaufanschlag links, bis ganz nach rechts verschiebst. So lange bis der Schieber im Anschlag ist.
-> Aus meiner Erinnerung, sind das aber sicher deutlich mehr als nur 20mm Weg!
Bist Du sicher, das Dein Nachbau-Drehgriff zum Gleitstück passt?
Bist Du sicher, das das Widerlager (dort wo die Seilhülle, im Lenker eingelegt wird) sicher im Lenker verankert ist. Und nicht vielleicht verrutsch, wenn Du den Gasdrehgriff drehst?
Bist Du sicher, dass Dein Gasdrehriff, am Lenkerende sauber von einem Verschlußstopfen mit Gasgrifflager geführt wird?
Mir kommt das nämlich alles ziemlich bekannt vor.
Mein Gasgriff war ein Haufen Pfusch.
- Am Verschlußstopfen hatte irgendwer das Lager abgesägt. (Warum auch immer??)
- Dadurch hatte der Gasgriff keine ausreichende Führung.
- Dadurch war das Widerlager stark verschlissen.
- Dadurch hat ab einem bestimmten Drehwinkel, der Gasgriff das Widerlager aus seiner Position gezogen.
- Dadurch hat sich der Schieber nicht mehr weit genug öffnen lassen.
D.h. im Grunde 2 kleine Probleme.
1. ein verpfuschter Verschlußstopfen / dadurch sehr starker Verschleiß am Widerlager und dem Gleitstück
2. ein zu langes Gasseil, im Verhältnis zur Seilhülle.
Ich habe ordentliche Teile, bei AWO-Oldtiemer gekauft.
Hier kannst Du auch mal schauen, wie die Teile ausehen müssen, damit sie ordentlich funktionieren: https://awo-oldtimer.de/Lenker-Bowdenzuege_s2
Gewechselt habe ich tatsächlich nur:
- Den Verschlußstopfen
- Das Gleitstück
- Das Widerlager
- Und den Gasbowdenzug
Den Gasdrehgriff habe ich original gelassen, der hatte kaum Verschleiß.
viel Erfolg!
entschuldige ich habe deine Frage irgendwie ewig übersehen.
Ich habe mich gerade erst, vor ein paar Wochen, um die Instandsetzung meines Gasgriffs gekümmert.
Das war aber auch Premiere für mich, darum möchte ich nicht behaupten alles 100% richtig gemacht zu haben.
Und ich habe nicht sämtliche "Optimalmaße" parat.
Aber was ich gemacht habe funktioniert gut, darum denke ich, sooo falsch war das wohl nicht...
Was mir grundsätzlich auffällt an Deiner Fragestellung ist:
1. Du musst den Anschlag am Vergaserkopf ganz heraus drehen.
- Das ist ein Zeichen, dass Dein Gasseil zu lang ist, bzw. die Hülle zu kurz. Wenn Du wechseln kannst, probier mal einen anderen Gaszug. Ich habe 3 Stück und alle sind sehr unterschiedlich lang!
2. Bei Deinen gemessenen 120° Gasgriffdrehwinkel:
- Der Gasgriff hat im Grunde keinen Anschlag.
- Der Anschlag wird erreicht, wenn das Gleitstück (In der Nut im Lenker) seinen Anschlag erreicht. Das ist aber kein echter Anschlag, sondern den Anschlag bereitet der Gasbowdenzug, wenn er den Schieber am Anschlag hat. Der Schlitz im Lenker ist ja offen. Erst Verschlußstopfen begrenzt den Weg wirklich.
- Dabei muss das Gleitstück, vom Leerlauf, bis maximalem Weg, so viel Weg zurück legen können, dass das Seil am anderen Ende, den Schieber vollständig öffnet.
-> Das kannst Du auch ausprobieren, indem Du ohne Gasdrehgriff, nur das Gleitstück im Lenker vom Leerlaufanschlag links, bis ganz nach rechts verschiebst. So lange bis der Schieber im Anschlag ist.
-> Aus meiner Erinnerung, sind das aber sicher deutlich mehr als nur 20mm Weg!
Bist Du sicher, das Dein Nachbau-Drehgriff zum Gleitstück passt?
Bist Du sicher, das das Widerlager (dort wo die Seilhülle, im Lenker eingelegt wird) sicher im Lenker verankert ist. Und nicht vielleicht verrutsch, wenn Du den Gasdrehgriff drehst?
Bist Du sicher, dass Dein Gasdrehriff, am Lenkerende sauber von einem Verschlußstopfen mit Gasgrifflager geführt wird?
Mir kommt das nämlich alles ziemlich bekannt vor.
Mein Gasgriff war ein Haufen Pfusch.
- Am Verschlußstopfen hatte irgendwer das Lager abgesägt. (Warum auch immer??)
- Dadurch hatte der Gasgriff keine ausreichende Führung.
- Dadurch war das Widerlager stark verschlissen.
- Dadurch hat ab einem bestimmten Drehwinkel, der Gasgriff das Widerlager aus seiner Position gezogen.
- Dadurch hat sich der Schieber nicht mehr weit genug öffnen lassen.
D.h. im Grunde 2 kleine Probleme.
1. ein verpfuschter Verschlußstopfen / dadurch sehr starker Verschleiß am Widerlager und dem Gleitstück
2. ein zu langes Gasseil, im Verhältnis zur Seilhülle.
Ich habe ordentliche Teile, bei AWO-Oldtiemer gekauft.
Hier kannst Du auch mal schauen, wie die Teile ausehen müssen, damit sie ordentlich funktionieren: https://awo-oldtimer.de/Lenker-Bowdenzuege_s2
Gewechselt habe ich tatsächlich nur:
- Den Verschlußstopfen
- Das Gleitstück
- Das Widerlager
- Und den Gasbowdenzug
Den Gasdrehgriff habe ich original gelassen, der hatte kaum Verschleiß.
viel Erfolg!
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"

