Ich will Euch mal eine kuriose Geschichte erzählen.
Die Sache war die, daß ich hier zwei Zündmagnete habe. Einer ist noch in den Motor (welcher noch verdreckt in der Ecke steht) eingebaut, der andere war in einer, Mitte der 80er Jahre gepackten, Kiste verstaut. (zusammen mit anderen Teilen, z.B. einem kompletten Touren-Kopf - )
Den Magneten aus der Kiste habe ich ausprobiert: Beim Drehen mit der Hand: Nichts! Nichtmal die Magnetpole waren zu spüren. Meine Erkenntnis: Das Ding ist mausetot.
Da ich dem anderen, noch im Motor verbauten, Magnet nach 30 Jahren Ruhepause nun auch nicht mehr traue, dachte ich, daß ich den einen Magneten doch regenerieren könnte. Sollte ich's versauen, hätte ich ja noch den anderen.
Auf der Suche nach Anleitungen kam ich jedoch zu dem Schluss, daß dies ein Fall für Fachleute wäre.
Hier im Forum fand ich einen Verweis auf oldi-tuning.de. Es stellte sich aber heraus, daß die (oder er) nichts mehr machen. Der Verweis war älter als 6 Jahre. Schade.
Also dachte ich, daß ich es vielleicht doch selbst versuchen sollte. Mit ein wenig Glück ist die Hochspannungsspule noch OK und das Mechanische kriegt ein Kind des Ostens schon irgendwie hin... So dachte ich.
Ich bin zur Zeit alleine zu Hause, kann mich also frei bewegen (ohne beim Missbrauch von Haushaltsgegenständen in Erklärungsnot zu geraten): Also habe ich den Magneten - so, wie er ist, zusammen mit paar anderen Teilen - in die Spülmaschine getan. Danach wollte ich ihn Stück für Stück vorsichtig auseinander nehmen, um zu schauen, was sich noch machen lässt.
Nach dem Trocknen mal durchgedreht: Huch! Gleich eine gepflastert bekommen! Da ich nicht damit gerechnet hatte, habe ich den Magneten ungeschickt in der Linken gehalten als ich mit der Rechten drehte. Auch die Magnetpole sind beim langsamen Durchdrehen deutlich zu spüren.
Nanu?
Dann habe ich ein Stück 1,5er Kupferdraht in den Zündkabel-Anschluss gesteckt und in Richtung Gehäuse umgebogen: Ich kann jetzt locker einen 4 mm langen, schön laut knallenden Funken erzeugen. Bei 6 mm Abstand des Drahtes zum Gehäuse klappt es auch noch, ich muss aber schon recht schnell drehen.
Am Unterbrecher blitzt es auch ein wenig. Wahrscheinlich ist mindestens der Kondensator hin.
Was sagt man dazu! Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.
Jetzt bleibt natürlich noch zu erforschen, wie sich der Magnet bei Wärme verhält.
Gibt es irgendwelche Richtwerte (Spulenwiderstände z.B.), die auf den Gesamtzustand schließen lassen?
Mit 'nem Berg aus Einzelteilen kann ich schlecht 100 km fahren, um es definitv zu wissen

