Ventil

Zylinderkopf, Kolben & Zylinder, Kurbelwelle, Nockenwelle, Steuerräder, Motorblock, Lager & Wellendichtring, Dichtungen, Kupplung, Ölpumpe, Ölwanne, Vergaser & Luftfilter, Zündkerze
awole

Ventil

Beitrag von awole »

Hallo Awogemeinde,
Problem Tourenmotor. Langsamer Leistungsverlust ohne offensichtliche Merkmale. Zündung Sprit & Luft ok. Komression messen. Scheisse nur 4,5 bar. Naja Kopf runter Ventile raus, und dann das, siehe Bilder. Flecken auf den Ventilen. Diese sind die orginalen, naja jedenfalls die , die drinnen waren als ich die Awo kaufte. Die Sitze sind noch orginal nur nachgearbeitet. Ich hatte das gleich schonmal mit neuen Ventilen von Omega nach ca 3500- 4000 km in eben diesem Zylinderkopf. Die Flecken sind auch einwenig tiefer im Material. Das die Ventile zuwenig Spiel hatten schliesse ich aus, im kalten Zustand liessen sie sich immer gut drehen ohne Spiel und warm dann ca 0,1mm.Was verträgt sich da nich? Kennt das jemand? Was für Ventile habt Ihr?
Grüsse Awole
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Rübe
Beiträge: 196
Registriert: Do 8. Jan 2009, 07:05
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: 39171
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: Ventil

Beitrag von Rübe »

Hallo!
Ja da sollten die Ventile nachgeschliffen werden und die Sitze gefräst.
Dann zueinander einschleifen und es geht wieder.
Beim verwenden neuer Ventile ist korrektes Fräsen der Ventile mit passigen einschleifen wichtig.
Eventuell beim Tanken Bleiersatz verwenden? Ich maches ,einige nicht !Das aber das ist ein anderes Thema,
Der eigendliche Grund ???? Ich kanns auch aus dem Stehgreif nicht sagen,hatte dieses Problem so nicht.
Grüße aus der Börde Rübe
awolymp

Re: Ventil

Beitrag von awolymp »

Moin Moin!Ja,das mit den Flecken hatte ich auch.Ich hatte deswegen mal einen Motoreninstandsetzungsbetrieb bei
uns in der Gegend gefragt und der Werkstattleiter meinte nachdem ich in den kompletten Kopf mit montierten Ventilen
gezeigt hatte,das es an den Schließkräften der Federn liegen würde.Die Federkraft belastet wohl extrem den Tellerrand
und es würde dadurch zu Abplatzern in der Randffläche kommen.Auf die Frage von mir nach Bleiersatz sagte er,das man den verwenden könnte aber das es wohl keine Garantie dafür wäre das es dann nicht passiert.Weichere Federn
wären wegen den Steuerzeiten an der Nockenwelle wohl auch nicht die Lösung.Bei meinem Motor hörte man auch ein deutliches Ventilschnappen/Schließgeräusch.Muß man wohl mit leben oder evtl.doch vorsorglich Bleiersatz reinkippen???
Mal sehen vielleicht gibt es ja noch andere Tips.
Grüße Gerald
awotouren

Re: Ventil

Beitrag von awotouren »

Man kann doch keine weicheren Federn verbauen, oft sind die alten schon zu lasch. Die oft verbauten neuen Schraubenfedern sind um einiges steifer.
Aber das Ventilspiel von 0,1mm bei warmen Motor scheint mir zu gering, denn gerade bei warmen Motor wird dieses bekanntlich bei der Touren größer. Schau nochmal genau bei kaltem Motor nach dem Spiel.

Grüße
AWOldi

Re: Ventil

Beitrag von AWOldi »

Hallo,
sag dem Werkstattleiter im Motoreninstandsetzungsbetrieb er soll erst mal die Hausaufgaben machen. :shock:
An den Ventilen hat eindeutig der Rost genagt,da hat wohl das Motorrad mal paar Jahre in ner feuchten Scheune gestanden. :idea:
Wenn eine Kopfüberholung zu teuer erscheint,einfach die Ventile einschleifen und fertich.

Viele Grüße
AWOldi
awolymp

Re: Ventil

Beitrag von awolymp »

@AWoldi!Tut mir leid,habe wohl übersehen ,daß Awole mit seinen Ventilen über 4000km(neue Grope)Ventile
unter Wasser gefahren ist :lol: Mal sehen ob Awole der Rostteorie auch zustimmt!?
:lol:
Grüße
AWOldi

Re: Ventil

Beitrag von AWOldi »

awole schreibt,es wären die originalen Ventile und einen Satz weiter steht,er wäre schon 4000km mit neuen Ventilen in diesem Kopf gefahren. :shock: :lol:

Gruß
AWOldi
Benutzeravatar
ossimoped
AWO 425 Member
Beiträge: 623
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 19:50
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: JA
Wohnort: 57589 Birkenbeul bei Altenkirchen/ Rheinland-Pfalz Deutschland
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Ventil

Beitrag von ossimoped »

Hallo,
vielleicht hat das auch was mit der Anlaufstelle am Schaft über dem Teller zu tun. Wie weit steht den die Führung in Richtung Sitz? Sieht fast aus, als wenn das Ventil an der Führung angestoßen ist und deswegen nicht mehr geschlossen hat. Dann bilden sich auch solche Flecke bevor der Sitz verbrennt. Gruß Uwe
AWO fahrn is goil, aber schrauben macht auch Spaß
www.motorentechnik-grahl.de
Hardy
AWO 425 Member
Beiträge: 316
Registriert: Mo 30. Jun 2008, 12:32
Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
Wohnort: 12689 Berlin
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Ventil

Beitrag von Hardy »

Hallo Uwe !
Stell mal bitte das Bier bei Seite. :lol: :roll:
Die Führung wird von oben eingesetzt und kann nicht in den Brennraum rutschen wegen der Kante oben oder dem Segering bei manchen Nachbauten.
Die Stellen am Ventielteller können nie und nimmer von der Ventielführung stammen.


Ich habe sowas schon Öffter gesehen.
Sehr oft entsteht so was aus zu geringem Ventielspiel, weil das Ventiel die Wärme nicht an den Ventielsitz abgeben kann, verbrennt es buchstäblich.
Oftmals achten die Schrauber auch nicht auf die Buchstaben am Ventiel. (manchmal schlecht zu erkennen, manchmal garnicht mehr vorhanden)
Da steht z.B. ein A - für Auslass, und ein E - für Einlass auf dem Tourenventiel im Originalzustand. sollte man schon beachten.
Mfg, der Hardy.
awole

Re: Ventil

Beitrag von awole »

Hallo Leute,
heissesten Dank für die Aufmerksamkeit. War n paar Tage nich da. Naja Rost nich wirklich, zu stramme Federn doch auch nich, haben ja eh nich solche Schliesskraft wie die in moderneren Motoren ( 60 -80 kg). Die glänzigen Streifen am Übergang vom Schaft zum Teller stammen von der kleinen Feder, die ich beim einschleifen draufstecke, um das Ventil vom Sitz abzuheben. Habs schon kurz angeschliffen, und alles besser sichtbar zu machen. Kennzeichnung A und E sind nicht mehr sichtbar, bei den Alten, und bei den Neuen war auch nichts drauf. Ventilspiel: kalt Stössel noch drehbar bis 0,05 warm 0,1 oder mehr. Ich hatte spassenshalber das Spiel mal bei richtig heissem Motor auf Stössel noch drehbar gestellt also 0. Am nächsten Tag, ohne zu fahren schlossen sie im kalten Zustand nicht mehr, und für mich war bewiesen, daß das Spiel bei bei warmem Motor grösser wird. Und so stellte ich bei kaltem Motor ziehmlich klein ein, war recht gut so geräuschmäßig.
Hab jetzt mal alles in einen alten verhurten Kopf eingebaut( total mistig ,abgebrochene Rippen). Die Sitze und die Führungen sind wohl noch orginal. Die Sitze sind wohl noch nie gemacht worden, da ist noch richtig Material da. Die Führungen haben allerdings schon merklich Spiel. Also meine Omega Ventile (geschliffen auf Ventilschleifmaschine) rein, Einschleifen, Benzinprobe 0,1 mm Spiel (kalt) und mal sehen. Mehr Ventilspiel ist natürlich auch hörbar. Warte jetzt auf Gutwetter, daß ich mal fahren kann und guck denn mal nach einz zwei tausend Km rein.
Also verbleibe ich in der Hoffnung auf schönes Wetter für uns alle.
Grüsse Awole
Antworten