Vielleicht darf ich das mal beantworten, weil ich so etwas auch praktisch realisiert habe.
Ich habe das bei einem Twin verbaut, dass heißt es wird im Gegensatz zu einem Einzylinder sowieso 1 Zündfunke pro KW-Umdrehung benötigt.
Da Tosch sich ja entschlossen hat, etwas Werbung zu machen, kann ich ja auch meinen persönlichen Eindruck dazu schildern;
Im Unterschied zu Powerdynamo (früher MZ-B) handelt es sich hier um eine Lösung, die ohne große Kompromisse direkt an das jeweilige Mopped angepasst ist. Während der geschätzte Hr, Uher ja auch in Zukunft nur das verbauen kann und wird, was er von VAPE geliefert bekommt, haben wir hier schon eine ziemlich perfekte Lösung. Über den Preisunterschied brauche ich ja wohl nichts zu sagen...
Es passiert eigentlich folgendes:
a ist jeweils die konstante Ladezeit der Zündspule, die von Tosch zweckmäßigerweise auf 10ms festgelegt wurde. Ich habe das mal unterstrichen; 1 Kästchen horizontal sind also hier 10ms.
Danach würde
b, also der eigentliche Zündvorgang kommen. Das habe ich aus Platzgründen nicht eingezeichnet.
c wäre dann die Pause, deren Länge sich aus der jeweiligen Drehzahl ergibt.
Als Konstanten hätten wir also
a und
b
Das bedeutet, da der eigentliche Zündvorgang so 2ms lang ist, wir brauchen pro Umdrehung mindestens 12 ms,
damit sich nicht die Ladezeit der Zündspule verkürzt und so die Zündspannung sinkt.
Bei mir dauert eine Umdrehung bei 6000/min 10ms. Das heißt die Zündung wird bei Höchstdrehzahl schon nicht mehr optimal arbeiten können (aber immer noch 10x optimaler als mit Unterbrecher!

)
Wenn ich das aber beim gleichen Motor an der NW abnehme, habe ich ja bei dann 3000/min 20ms Zeit.
Das heißt dann wieder, das ich bis 10000/min die volle Zündspannung hätte!
Noch Fragen?
Ach so; Ich habe die Zündung verbaut, die es schon für die EMW gibt. Natürlich kann man die prinzipiell an jeden beliebigen Ottomotor anpassen, solange es mechanisch zu realisieren ist.
Man kann das nicht oft genug sagen;
Tosch ist der Allergrößte!
Das Mopped, wo ich das verbaut habe, hatte sofort ein deutlich höheres Standgas, es ist nach der allerersten Zündung sofort so sauber gelaufen, dass man den Gasgriff loslassen konnte, ohne das es ausgehen wollte.
Die Höhe des Impulses an der Zündspule ist so hoch, dass ich das gar nicht genau messen kann.
Ich habe noch zum Vergleich Oszillogramme von meiner EMW von 2004 mit mech. Unterbrecher. Da war bei 200+ Volt Schluß. Hier geht das praktisch in die Decke. Dementsprechend fällt auch der Zündfunken aus.
Ich bin einfach nur begeistert...
Bei mir sieht das mech. so aus:
Auf der einen Seite habe ich eine angepasste Hydraulikverschraubung angeschweißt, im Inneren sitzt ein in Kunstharz eingegossener 5mm Neodym-Magnet. Der Bubbel auf der gegenüberliegenden Seite soll der Massenausgleich sein...