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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: Sa 30. Sep 2017, 11:51
von Ron
Hi Stefan,

der "Russenboxer" is ja ne BMW R71 mit russischen Fertigungstolleranzen..
Interessieren würde mich, wieviel sich bei dieser Laufleistung in der Ölwanne abgelagert hat..

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: Sa 30. Sep 2017, 13:45
von stöffchen
Hallo Ron,

in der Ölwanne und im Motor selbst hatte sich nichts abgelagert.

Den Motor hatte ich komplett neu aufgebaut. Kolben von KS, Kurbelwelle vom Fachbetrieb überholen lassen, Ventilführungen aufgerieben und Übermaßventile eingesetzt, Nockenwelle vom Fachbetrieb überschliffen, Markenlager verwendet usw. Nur bei den Steurrädern hatte ich ein schlechtes Paar erwischt. Deshalb habe ich ihn dann geöffnet. Dieser Motor braucht sich vor BMW und Co. nicht zu verstecken ;-) .
Unabhängig davon waren die frühen Baujahre der Russenboxer von der Fertigungsqualität her durchaus gut. Die Schlamperei fing erst später an.

Viele Grüße!
Stefan

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: Sa 30. Sep 2017, 15:44
von Ron
Hallo Stefan,

das ganze Motorrad braucht sich nicht vor BMW und Co verstecken.. Es ist eine deutsche Entwicklung..
Es ist so wie du sagst.. Die Schlamperei fing erst mit deren Eigenentwicklungen an..
Ich fahre in meiner HD-Öl.. Das Öl am Peilstab ist immer klar..
Allerdings habe ich Ablagerungen in der Ölwanne..
Alle 2000Km Ölwechsel, bei jedem Zweiten Ölwanne ab..

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: Sa 30. Sep 2017, 17:39
von Edeltuning
Ron hat geschrieben:Hallo Stefan,

das ganze Motorrad braucht sich nicht vor BMW und Co verstecken.. Es ist eine deutsche Entwicklung..
Es ist so wie du sagst.. Die Schlamperei fing erst mit deren Eigenentwicklungen an..
Ich fahre in meiner HD-Öl.. Das Öl am Peilstab ist immer klar..
Allerdings habe ich Ablagerungen in der Ölwanne..
Alle 2000Km Ölwechsel, bei jedem Zweiten Ölwanne ab..
Was hast du für einen Ölfilter und welches Öl fährst du in der HD ? Sauberes Öl am Messstab und Ablagerungen in der Ölwanne passt irgendwie nicht zusammen :?: Hast du mal das schwarze Öl in einem Dieselmotor gesehen ? - Und da fahren die heutzutage 30.000 km damit, ohne die Ölwanne abzuschrauben. :::::n

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: So 1. Okt 2017, 11:47
von Ron
Hi Edel,
habe keinen Ölfilter an meiner M72 nachgerüstet. Das klare Öl am Peilstab relativiere ich mal auf relativ klar..
Zu den 30000Km habe ich eine geteilte Meinung..
Gucke doch einfach mal welche, vorher unbekannten, Probleme die Hersteller haben.
Ich nenne nur mal Steuerketten und Turbolader..
Auch die " Longlife-Lüge" bei Automatikgetrieben...
Is doch alles eher um kostentechnisch im Wettbewerb mithalten zu können. Also eher politischer Natur..
Zur regelmäßigen Demontage der Ölwanne und Verwendung von Spülöl kannst du dich in den Wartungsheften, eben dieser Motorenkonzepte, einlesen..

Hi Stefan,

Hast du mit den Steuerrädern einfach nur Pech gehabt, oder hat das Öl den auftretenden Scherkräften nicht standgehalten ?

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: So 1. Okt 2017, 13:53
von flar
Ron hat geschrieben: Zu den 30000Km habe ich eine geteilte Meinung..
Gucke doch einfach mal welche, vorher unbekannten, Probleme die Hersteller haben.
Ich nenne nur mal Steuerketten und Turbolader..
Auch die " Longlife-Lüge" bei Automatikgetrieben...
Was ein ein längeres Ölwechselintervall mit gelängten Steuerketten zu tun ?
Viele Turboprobleme gäbe es nicht, wenn die Fahrer den Motor sachte warmfahren und hinterher den Turbo (speziell die Lager) abkühlen lassen würden !
Ein echtes Automatikgetriebe hält echt lange, im Gegensatz zu automatisierten Schaltgetrieben !

ralf

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: So 1. Okt 2017, 14:52
von stöffchen
Hallo Ron,

die Steuerräder waren einfach mies verarbeitet. Ich fahre das gleiche Öl ohne jegliche Probleme im M72 Getriebe (ja, das tut man nicht) und auch im AWO- Motor.

Viele Grüße!
Stefan

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: So 1. Okt 2017, 15:00
von Ron
Die Problematik gelängter und überspringenden Steuerketten ist erst mit den langen Wechselintervallen aufgetreten..
Die Kette wird ja weniger langgezogen als dass sich das Spiel in den Kettengliedern summiert.
Jetzt kann man mindere Qualität des Materials oder mangelnde Schmierung vermuten..
Da es Hersteller gibt, die eine Software anbieten, die das Wechselintervall auf 12000Km herabsetzen denke ich, dass die schon wissen warum..

Zum Automatikgetriebe..
Hinter vorgehaltener Hand spricht man von 80000Km.. Dann sollten Öl und Filter gewechselt werden.. Wenn de dafür aber schlappe 800,-€ aufrufst..

Zum Turbolader gebe ich dir bedingt Recht...
Warmfahren, heizen und dann wieder auf moderate Temperaturen bringen.. Alles richtig..
Das sind aber nicht mehr die Hauptursachen für Turboschäden..
Abgasturbolader gehen auf Grund mangelnder Schmierung (zugesetzte Ölleitungen), zu hohem Innendruck im Kurbelgehäuse welcher den Öldurchfluss verhindert (verstopfte Kurbelgehäuseentlüftung) kaputt..
Den Diesel-Partikel-Filter lasse ich mal aussen vor..

Moderne hochwertige Öle können sehr viel, aber nicht alles..
Die Filtersysteme kommen schon mal nicht hinterher..

Shell hat sich mit der Kettenproblematik, Problematik der Scherkräfte auseinandergesetzt..
Deren Öl soll jetzt auch für Getriebe taugen..

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Verfasst: So 1. Okt 2017, 18:15
von Edeltuning
Wenn es schon bei einem einzelnen - alten - einfachen Ölschleuderblechölfilter 10-11-13! Meinungen gibt, brauchen mir gar nicht erst anfangen über Turbolader und Steuerketten in Verbindung mit tausend Sorten Motoröl zu reden. :::::cb
***Moderne hochwertige Öle können sehr viel, aber nicht alles...*** - Und weil schon "moderne hochwertige Öle" nicht alles können, schütten mir in die AWO eben minderwertiges - unlegiertes - schlammbildende - Einbereichsölplörre rein. :lol: :lol: :lol: :::::ll Egal, wenn endlich alle mit Strom fahren, wird das gute SAE eben im Kraftwerk verheizt. :::::ccc