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Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 16:33
von Matthias-Aw
speedvogt hat geschrieben: Sa 29. Jan 2022, 11:33
Hallo,
Ich hab es ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben, eine MZ ETS 250 haben wir Alle der 350 ziger Jawa vorgezogen , ich bin auch seit 1978 begeisterter AWO Fahrer aber gegen die 250 ziger Zweitackter haben wir Leistungsmäßig ganz ,,Alt " ausgesehen.
Aber die AWO war in jeder Hinsicht viel cooler .
Trotzdem bitte die Kirche im Dorf lassen.
Gruß Micha
Also so ernst wie das vielleicht rüberkam war das natürlich nicht gemeint. Niemand wurde stehengelassen weil er das falsche Motorrad hatte und das ganze war nicht so gespalten wie man das aus heutiger Sicht villeicht klingt. Ich hatte ja auch immer Awo und MZ. Und ich kann ja auch nur über meine Zeit und meine Umgebung reden, und da war es ehr so.
Und klar auf ein Rennen mit einer Etz haben sich kaum ein Awo oder Jawa Fahrer eingelassen. Meine Ets war übrigens sehr schnell. War etwas länger übersetzt sodass ich an Steigungen ganz gut war und Bergab mit der 5Gang Fraktion gut mithalten konnte. Meine Awo dagegen konnte mit einer 150er Etz nicht mithalten. Es gab aber auch eine Awo vor der sich auch die Etz250-Fahrer gefürchtet hatten. Was nur hieß man unterließ einfach unnütze Überhohlversuche...
Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 16:39
von speedvogt
Hallo Torsten,
Fair bleiben, 350 ccm getunter AWO Motor gegen original 250 ccm .
Bei den Rennen gegen die 250 ziger ,bestimmt nur auf den ersten Metern, aber so hat eben jeder seine eigenen Reflexion der Vergangenheit.
Gruß Micha
Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 20:07
von Micha
mit bildern kann ich leider nicht dienen (mit baujahr 68 bin ich ähnlich sozialisiert wie du), aber recherchiere mal im raum jessen/elster. dort wohnten meine großeltern und dort hatte ich meine erste awo-infektion. es muss einen awo - club in jessen gegeben haben. dort fuhren so um 1985 hammermäßige awo in gruppen rum. captain america war nix dagegen. steil aufragende high pipes, sisi bar, esser-tank mit krassen lackierungen haben sich mir damals genauso wie der unglaubliche sound in die subroutinen meines hirns gebrannt.
meine meinung - sehr schade, dass viele dieser kultobjekte wieder zurückgebaut worden sind. das wäre heute fahrende zeitgeschichte oberster güte und hätte die (ost)deutsche jugendkultur besser reflektiert als jede awo die neuer aussieht als vom fließband gekommen
wenn mir was über den weg läuft melde ich mich, kann ja mal meine löffel aufsperren. und wenn das buch fertig ist: ich würde eins nehmen!!
micha
Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 20:21
von Bausoldat
Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 20:27
von Micha
mal noch zwei links, gerade gefunden:
https://www.v2motorcycles.de/category/good-old-times/
dort sind u.a. Bilder von besagtem Club aus Jessen zu finden, vielleicht haben die auch noch etwas mehr lebendige Geschichte zu erzählen und ggf. ebenfalls ein guter Rechercheanlaufpunkt die Charons 1982 in Limbach-Oberfrohna, die auf alle Fälle auf eine lange Tradition zurückschauen können
https://www.facebook.com/CHARON1982GERMANY
Gruß! Micha
Re: Custom in der DDR
Verfasst: Sa 29. Jan 2022, 21:05
von wgg1960

Das ist eine der letzten nicht zurückgebauten Awo's aus Jessen. Der Club existiert noch immer.
Gruß Gert
Re: Custom in der DDR
Verfasst: So 30. Jan 2022, 12:01
von AWOKCUB
Re: Custom in der DDR
Verfasst: So 30. Jan 2022, 13:07
von Matthias-Aw
speedvogt hat geschrieben: Sa 29. Jan 2022, 16:39
Fair bleiben, 350 ccm getunter AWO Motor gegen original 250 ccm .
Bei den Rennen gegen die 250 ziger ,bestimmt nur auf den ersten Metern, aber so hat eben jeder seine eigenen Reflexion der Vergangenheit.
Im Normalfall sicher, aber nicht immer. Vor allem in der "Neueinsteigerszene" der 80er gab es wenig gute. Wir waren froh wenn der Motor am laufen war und haben uns auf lange Gabeln
Sitzbänke und Chromteile konzentriert. Es gab aber auch Leute die die die 70er durchgefahren sind und viel Erfahrung im optimieren hatten. Kolben vom S100 mit dann immernoch 250cm, größere Ventile, erleichterte Schwungscheibe, Steuerräder, Ventiltrieb, Nockenwelle geändert etc. so kam man auf 2...3 PS mehr als die Etz und hatte mit Krachbumm Getriebe, Beiwagenkardan und kleingemacht hinter einer kleinen Rennverkleidung gute 140 auf der Geraden....
Aber das konnten damals nur ganz wenige mit viel Erfahrung... bzw. Ist ja heute auch nicht anders. Die Neueinsteiger versuchten es schon immer mit großen Kolben und Wahnsinnsverdichtung, die wenn man es mal drauf kommt ließ meistens in Rauch aufging. Ich gehörte da auch dazu :-)
Klar wenn der MZ Fahrer mit gleichen Waffen gekämpft hatte wäre der natürlich wieder im Vorteil.
Natürlich sind das auch meine persönlichen Erfahrungen. Die meisten in der Chopper-Fraktion hat das nie interessiert ob die 100 oder 110 fährt. Und die z.B. die Jawa Fahrer bei uns beteiligten sich da überhaupt nicht dran. Wer einen Breitwandzylinder drauf hatte sagte einfach er hat nun 26PS und allen überlegen... Punkt. Auch hatte an den Jawas kaum jemand rumgebastelt obwohl die nun wirklich nicht sonderlich gut aussahen.
Was sich bei uns in der Gegend sichtbar gewandelt hat war der Stiel der Umbauten. Anfangs der 80er war es ehr so Tourenumbauten oder Rennverkleidung Typenunabhängig. Ab Mitte waren bei uns nur Chopper und Geländeumbauten in.
Grüße Matthias
Re: Custom in der DDR
Verfasst: So 30. Jan 2022, 15:35
von oldschool
Moin,
der Feldmann Andy hätte seine Freude. Handwerlich nämlich teilweise richtig gut gemacht.
Grüße
Re: Custom in der DDR
Verfasst: So 30. Jan 2022, 18:10
von scania2008
Ich war so unterwegs
