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Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Do 15. Jul 2021, 13:00
von Crimson Head
Jens425S hat geschrieben: Do 15. Jul 2021, 12:15
Das sich die Nabe, ohne dass die Achse angezogen ist, leichter dreht ist klar.
Denn die Lager (-Innensitze) drehen sich wirklich auf der Achse, so lange sie lose ist. Das geht auch nicht anders, sonst könntest Du die Achse gar nicht so leicht einbauen.
Oder???
Ja, das macht Sinn.
Jens425S hat geschrieben: Do 15. Jul 2021, 12:15 Nur mal so als kleine Randbemerkung;

Psille hat natürlich Recht!

Aber das merkst Du doch, ob Du die Lager verspannst!
- Beim Anziehen, der Achse, einfach die Nabe drehen.
- Dann merkst Du wenn es schwerer, oder zu schwer geht!
Und ich bin ziemlich sicher, wenn das der Fall wäre, würde das Abdeckblech (Teile Nr. 40665), mit dem äußeren Ring, an der Nabe schleifen. Denn das dreht sich nicht, aber die Nabe.
So habe ich das eigentlich auch gemacht. Sobald die Schulter der Steckachse das Abdeckblech erreicht geht es ein wenig straffer. es ist auch egal ob ich nur leicht oder stark anziehe, es ändert sich an der "Straffheit" nichts mehr. Der Spalt zwischen Abdeckring und Nabe ist ca. 1mm.

Vielleicht muss ich doch das Abstandsrohr wechseln, das sah für meine Begriffe noch gut aus. Aber ich hab halt auch keine Ahnung.

Aber warum die Bremsplatte schief steht.......
Wenn ich das richtig verstanden habe drückt die Bremsplatte im gespannten Zustand mit dem kleinen Bund innen auf den Innenring des Lagers, der wieder auf das Abstandsror, das wieder auf den Innenring des 2. Lagers von da auf das Abdecklech und dann die Schulter der Steckachse?

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Do 15. Jul 2021, 14:45
von Jens425S
Du machst das wahrscheinlich schon richtig.
Nur Ferndiagnosen sind eben wie sie sind...

Auch Bilder können einen falschen Eindruck erzeugen.
Da musst Du schon selbst aufmerksam sein, dass nichts schieg geht (schief steht).

Eine Erklärung, für eine schief stehende Bremsankerplatte, könnte sein, dass der Gegenhalter zu fest in die Aufnahme, am rechten Gabelholm gedrückt wird. Oder vor längerer Zeit, von einem Grobmotoriger schon verdrückt wurde.

Aber es stimmt, letztlich drückt die Achse, mit dem Bund, auf die Abdeckscheibe, dieser Druck wird über die Komponenten der Radlagerung, dann auf den Bund, an der Bremsankerplatte übertragen.
D.h. der ganze innere Teil ist, durch die Achse fixiert und nur die Lager übernehmen die Drehbewegung der Nabe.

Da kannst Du Dich aber auch nur selbst (mit gesundem Menschenverstand) davon überzeugen, dass die Aufnahme, der Bremsankerplatte passt.
Die Bremsankerplatte muss schon fest in der Aufnahme anliegen, aber nicht so fest, dass sie sich verzieht.

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Do 15. Jul 2021, 23:02
von Crimson Head
Guten Abend,

Es war tatsächlich so, dass die Aufnahme am Gabelholm die Bremsankerplatte verdrückt hat. Danke für den Hinweis.

ich habe dann heute den Gegenhalter auf der Bremsankerplatte mit einer Schlüsselrundfeile unten solange nachgesetzt und immer wieder mit Kreide tuschiert bis keine Druckstellen mehr zu sehen waren

Zum Spaß dann mal einen alten Gabelholm rangehalten....der hätte sofort gepasst, das "U" der Aufnahme ist dort wesentlich flacher und auch nicht ganz so lang. Ist schon krass diese Unterschiede zwischen den Teilen, aber in 60 Jahren kann auch viel passieren.

Trotz der Nacharbeit bleibt die Bremsankerplatte nicht ganz gerade beim anziehen. Es ist wesentlich besser aber ganz gerade ist sie nicht.
Mögliche Ursache siehe Bild. die Planseite die auf den Innenring des Lagers drückt ist nicht plan. Die Büchse die da drin ist steht etwas über und die Planseite fällt nach außen ab. Keine Ahnung ob das so sein muss.
Bild

Wie groß darf denn der Spalt zwischen Bremsankerplatte und Nabe sein? ich habe so 0,8-1mm.
Bild

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Fr 16. Jul 2021, 02:49
von Edeltuning
Wenn in der kurzen Zeitspanne von 60 Jahren viel passiert, hat sich einer sehr beeilt. :a:::

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Fr 16. Jul 2021, 09:56
von Crimson Head
Edeltuning hat geschrieben: Fr 16. Jul 2021, 02:49 Wenn in der kurzen Zeitspanne von 60 Jahren viel passiert, hat sich einer sehr beeilt. :a:::
Wie groß ist denn bei deiner AWO S der Spalt zwischen Bremsankerplatte und Nabe?

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Fr 16. Jul 2021, 17:22
von Edeltuning
In meiner AWO ist eine BK Renntrommel. ;;;;;;;

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Fr 16. Jul 2021, 19:10
von Crimson Head
Das war eigentlich nicht die Frage, aber gut. Ich weiß ja auch nicht wie eine BK Renntrommel aufgebaut ist. Vielleicht gibt's da keinen Spalt.

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Fr 16. Jul 2021, 19:37
von Jens425S
Also ich würde mich nicht unbedingt auf Vergleichswerte verlassen!
Unser Material ist einfach nicht mehr "von der Stange". Dafür haben die AWOs schon zu viel erlebt.

Im Grunde ist das doch auch egal.
Wichtig ist, dass Nabe und Bremsankerplatte nicht schleifen. Auch nicht wenn sie warm werden!

Naja und die Bremsbacken sollten schon schön auf dem Bremsring tragen und nicht irgendwo, oder?

Etwas mehr Luft, ist gut für die Kühlung. (Rennbremsen haben oft sogar richtige Luft Ein- und Auslässe)
Aber es ist auch ein "Einfallstor" für Wasser, wenn es mal stärker regnet. Das mögen die Bremsbeläge nicht so sehr.
Wenn die mal nass sind, dauert es eine ganze Weile, bis man die wieder trocken gebremst hat.

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Sa 17. Jul 2021, 08:17
von d'r Matt'n
Bei meiner Bremse ist der Spalt 1.25-1.5mm.
Eine schiefstehende Ankerplatte ist nicht nur ein Schönheitsfehler sondern verhindert das die Backen voll tragen.
Habe deshalb bei meiner Ankerplatte die Bohrungen für die Achse und den Bremsnocken ausgebuchst.
Die Anlagefläche an der Gabel sollte auch winklig zur Achse sein.

Re: Probleme Einbau Vorderrad

Verfasst: Sa 17. Jul 2021, 17:32
von Crimson Head
Alles klar, vielen dank für die Hinweise, Ich werd es schon hinbekommen. ;;;;;;