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Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Mo 16. Nov 2020, 19:41
von braendel
Upps,raus damit und durch Neuteile ersetzen !!

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Mo 16. Nov 2020, 20:05
von akkon
Moin

das war sicher nicht nur ein Klemmer. Außerdem sieht der Kolben verzogen aus. Zu wenig Sprit kann es bei der Ölkohle nicht sein. Sind die Ringe nicht fest?

Gruß Ekki

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Di 17. Nov 2020, 06:52
von handwerker
Die Ringe sind frei beweglich......

Wie bereits geschrieben - die Kiste lief im Standgas astrein. Dann hab ich immer wieder mal leicht am Gasgriff gedreht, um zu testen, wie sie Gas annimmt. Auch kein Problem. Als sie etwas wärmer war, hab ich mal etwas mehr am Gasgriff gedreht, aber nie über Halbgas hinaus. Ging anfangs alles glatt, bis sie nach einer Weile schwarze Wolken aus den Auspuff spuckte und kurz darauf fest ging.
Hätte sie Öl verbrannt, wäre der Qualm blau gewesen - so aber war er pechschwarz, was mir suggeriert, dass sie viel zu viel Sprit bekam.
Öl habe ich abgelassen, welches auch penetrant nach Sprit roch.
Die Teile sind jedenfalls Schrott und Neue sind schon bestellt.

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Di 17. Nov 2020, 07:14
von Mell
Wenn dein Öl auch mit Sprit verdünnt war, dann war da kein Ölfilm zum abwaschen.
Ist der Vergaser vielleicht mal unbemerkt übergelaufen?

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Di 17. Nov 2020, 08:12
von quincy
Morgen

Ich denk mal da wird auch etwas von dem guten Gemisch von unten mit verbrannt sein was dann durch die Überfettung von dort zu dem schwarzen Qualm geführt hat und den blauen "etwas" überdeckt hat . Da war sicher , wie Mell schon bemerkt hat , kein ausreichender Ölfilm vorhanden und die Wärme wird der Paarung den Rest gegeben haben .Das sind aber alles nur Vermutungen und Kaaffeesatzleserei .
Naja nu ist es passiert jetzt ist Ursachenforschung angesagt.

gruss

quincy

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Mi 18. Nov 2020, 19:11
von Jens425S
handwerker hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 06:52 Die Ringe sind frei beweglich......

Wie bereits geschrieben - die Kiste lief im Standgas astrein. Dann hab ich immer wieder mal leicht am Gasgriff gedreht, um zu testen, wie sie Gas annimmt. Auch kein Problem. Als sie etwas wärmer war, hab ich mal etwas mehr am Gasgriff gedreht, aber nie über Halbgas hinaus. Ging anfangs alles glatt, bis sie nach einer Weile schwarze Wolken aus den Auspuff spuckte und kurz darauf fest ging.
Hätte sie Öl verbrannt, wäre der Qualm blau gewesen - so aber war er pechschwarz, was mir suggeriert, dass sie viel zu viel Sprit bekam.
Öl habe ich abgelassen, welches auch penetrant nach Sprit roch.
Die Teile sind jedenfalls Schrott und Neue sind schon bestellt.
Hallo Handwerker,
damit hast Du den Punkt getroffen; Öl habe ich abgelassen, welches auch penetrant nach Sprit roch.
Ganz sicher, das war es. Aber nicht weil Dein Vergaser "plötzlich" ein zu fettes Gemisch geliefert hat, sondern weil Dir Sprit vom Tank, über den Vergaser, das Einlassventil, an den Ringen vorbei, in den Ölsumpf gelaufen ist.
Das habe ich am Anfang auch probieren dürfen.

Bei meinem alten Motor, hat´s aber gleich zum Hydraulikschlag gereicht.
Der Benzinhahn war eigentlich dicht, aber da hatte jemand gespielt, als meine AWO noch in der Werkstatt stand. Das Schwimmernadelventil war auf jeden Fall nicht richtig dicht und der Motor ohnehin fertig, damit auch das Einlassventil.
Ich brauchte auch nicht mehr los fahren, der ging schon nach dem dritten Takt in Rauch auf, weil´s aus allen Löchern, das Benzin/Öl Gemisch gedrückt hat.
Angesprungen ist der übrigens prima! Aber dann...

Der Motor ist nun ja sowieso ein Kandidat einmal komplett rundum erneuert zu werden.
Da schau Dir bei der Gelegenheit auch den Benzinhahn an und schleif das Schwimmernadelventil nochmal ein. Damit auch das sauber schließen kann.
Wobei, wenn der Benzinhahn dicht ist und Du den immer schön schließt, bevor Du die AWO abstellst, ist eine geringe Leckage, am Schwimmernadelventil auch kein Beinbruch.
Ist nur blöd, weil Dir, wenn Du nicht immer mit (richtig) festem Tritt startest, gern die Kerze absäuft.
Also besser ist schon, auch das Schwimmernadelventil gut dicht zu bekommen. Das geht im Grunde wie Ventile einschleifen.
Das bekommst Du hin!

Viel Erfolg!
Aber schieb es nicht auf den BVF Vergaser, der war es nicht (allein).

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Mi 18. Nov 2020, 19:25
von Jens425S
Ach mir fällt da gerade noch etwas ein:

Es ist ja wirklich ein Ferndiagnose und Du hast nicht geschrieben, wie lange Du den Motor im Stand hast tuckern lassen.

Der Öldruck, ist im Leerlauf auch nicht der beste!
Die alten Ladies sind nicht fürs tuckern im Leerlauf gemacht.
Wenn dann noch hoche Temperatur, wegen fehlender Fahrtwind-Kühlung, zum schon verdünnten Öl kommt, dann kann das noch schneller zum Aus reichen.

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Do 19. Nov 2020, 06:12
von handwerker
Es ist ja wirklich ein Ferndiagnose und Du hast nicht geschrieben, wie lange Du den Motor im Stand hast tuckern lassen.
so richtig im Standgas kann man nicht sagen - ich hab immer wieder mal ein wenig am Gasgriff gedreht. Ich wollte , dass die Kiste etwas Temperatur bekommt, damit ich auch mal etwas höhere Drehzahlen testen kann. Aber da hatte dann der Teufel seine Hufe im Spiel. Das ganze dauerte ca. 5 - 10 Minuten.
Aber schieb es nicht auf den BVF Vergaser, der war es nicht (allein).
Doch, ich schieb es auf genau DIESEN Vergaser. Denn mit dem Jawa Vergaser, der vorher drauf war, war (fast) alles Paletti, bis auf die Tatsache, dass die Kerze verrusste. Dennoch lief der Bock, ohne zu Murren.
Nun kann ich mir auch denken, warum der BVF nicht montiert war, als ich die Lady kaufte. Der hat schon beim Vorbesitzer nicht gefunzt, oder warum bekomm ich einen, vor 3 Jahren überholten Vergaser, inkl. Rechnung, als Beigabe dazu ?

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: Do 19. Nov 2020, 10:40
von Jens425S
Hallo handwerker,
las mal ein bisschen Gras über Deinen aktuellen Frust wachsen.

Wenn Du den Vergaser komplett verstanden hast, wirst Du selbst darauf kommen, das der nicht, und schon gar nicht plötzlich ein derart fettes Gemisch bilden kann.
Denn ein so fettes Gemisch, merkt man an einem völlig unwilligen Motorlauf. Der Motor wäre permanent an der Grenze zum Absaufen gelaufen.
Weit davon entfernt halbwegs stabil zu laufen, oder Gas anzunehmen. Der müsste quasi fast übergelaufen sein, so voller Sprit hätte der stehen müssen.

Wenn Du das nicht gemerkt hättest, was ich mir als Ferndiagnose tatsächlich kaum vorstellen kann, dann könntest Du es jetzt aber jederzeit nachvollziehen.

Verbinde einfach mal den Vergaser, mit einem mit Sprit gefülltem Behältnis.
Z.B. einer Plastik Flasche, wo Du einen Benzinschlauchanschluss befestigen kannst. Da fällt Dir schon etwas ein. Z.B. mit einem Loch im Deckel. Vergiss bei dem Testaufbau, die Belüftung nicht!
Dann hängst Du die Flasche, in etwa so hoch über den Vergaser, wie in der Einbaulage, an Deiner AWO.

Damit kannst Du direkt erkennen, ob und wenn ja, wie stark der Vergaser überläuft.

Wenn er dann überläuft, kannst Du in Ruhe nach der Ursache suchen, die ja nur im Bereich des Schwimmers, und/oder der Schwimmernadel/des Ventils liegen kann.

Es kann schon vorkommen, dass ein komplett leerer Vergaser, beim ersten Füllen, der Schwimmerkammer, mit einem hängenden Schwimmernadelventil reagiert.
Aber auch das merkt man sofort, also vor dem Anlassen, weil die Schwimmerkammer unverzüglich überläuft.

Glaub mir, Du hast jetzt Frust, wegen des verreckten Motors.
Das ist vollkommen Verständlich (das hatte ich damals auch). Aber versuch die wirkliche Ursache zu finden und im eigenen Interesse, nicht einfach zu sagen, "der Vergaser war´s"!

Das hat nichts mit "Glauben" zu tun.
Das kann man, wenn man will, in der Kirche. Dein Problem lässt sich analysieren. Vergiss dabei nicht, dass der möglicherweise zu lange Betrieb im Stand, also ohne ausreichenden Fahrtwind, zusammen mit bereits vorher verdünntem Öl und eine im Leerlauf geringe Ölfördermenge, in Summe die eigentliche Auswirkung gezeigt haben.
Im Öl enthaltener Sprit verdunstet auf heißen Flächen sofort.

Wenn Du den Motor jetzt überholst, kannst Du gleich auch einen zusätzlichen Test einbauen.
Es gibt hier einige Beiträge, wie man die Ölpumpenförderleistung überprüfen kann. Darauf will ich, daher nicht weiter eingehen.
Nur grundsätzlich;
- Du baust die Ölpumpenwelle aus.
- Baust Dir eine lange Welle, als Ölpumpenantriebswelle.
- Und lässt sie - links herum! - von einem Akkuschrauber antreiben.
Damit kannst Du gut selbst feststellen, dass auch die Ölversorgung nicht für langes laufen lassen im Leerlauf gedacht ist!

Also, ich will Dir nichts "einreden", Du kannst das alles selbst nachvollziehen.
Ich möchte nur empfehlen, mach diese Tests!

Re: Vergaser, die XXXXte

Verfasst: So 22. Nov 2020, 00:52
von handwerker
@Jens
scheinbar hast du meine Postings nicht richtig gelesen....

Der BVF hat über 3 Jahre unbenutzt in der Kiste gelegen.
Der Jawa Vergaser hat weitgehend funktioniert. Mit dem bin ich einige 100km gefahren, ohne dass die Kiste verreckt ist. Erst, als ich den unbenutzten und überholten BVF montiert habe, ist die Karre gestorben, ohne auch nur 1km zu fahren.

und doof bin ich auch nicht, da ich in der DDR von 1976 - 1978 Schlosser , speziell Baumaschinentechnik, gelernt habe und diesen Beruf, mit etwas Unterbrechung, seit etwa 15 Jahren wieder ausübe.
Und wenn du dich mit alter DDR Technik auskennst, kannst du mich gerne beraten.
Ich weiß, wie Vergaser prinzipiell funktionieren und kann die auch prinzipiell einstellen.
Nur speziell den AWO BVF kenn ich nicht. MZ, Simson Mopeds, russische, tscheschiche und polnische Autos hatte ich früher ständig in meinen Händen.
Nur eben keine AWO oder BK. - Trabbi und Wartburg auch nicht, da ich mit den Gerümpel nix am Hut hatte... ;;;;;