Rückstände im Ölschleuderblech

Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus.
Ron

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von Ron »

Hi Edel,

die Bezeichnung "minderwertiges Öl" finde ich nicht gut..
Löse einen Löffel Kochsalz in Wasser (Eigenschaft legiert), und löse einen Löffel Kochsalz in Öl (Eigenschaft unlegiert).
Setze beide in die Zentrifuge und schaue dir das Ergebnis an..
Ergo ist der Motor mit "hochwertigem Öl" von innen sauber und der mit "minderwertigem" verschmutzt..
Die Verbrennungsrückstände entstehen in Unabhängigkeit der Ölsorte ..
Nun muss jeder für sich entscheiden ob er diese lieber dauerhaft durch die Lager schickt, oder als Ablagerunge im Motor hat..
stöffchen

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von stöffchen »

Hallo,

der Dreck wird vom legierten Öl aber nicht aufgelöst sondern nur in der Schwebe gehalten.

Viele Grüße!
Stefan
stöffchen

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von stöffchen »

Hier ein wörtliches Zitat aus der Betriebsanleitung der späteren Baujahre der Touren AWO: "Zur besseren Reinigung des Öles ist die Kurbelwelle mit einem Ölschleuderblech versehen, das mit 2 Senkschrauben und einem Schrumpfring an der vorderen Kurbelhälfte befestigt wird."

Viele Grüße!
Stefan
PdmAJ

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von PdmAJ »

Und darüberhinaus sorgt das Blechle dafür, dass Öl in den Hubzapfen und zum Pleullager gelangt!
Weiter ist mit dieser Art der Schmierung auch eine Rationalisierung in der Produktion verbunden gewesen. Denn man sparte sich das Bohren der Ölkanäle in der KW sowie den Einbau von zwei Simmeringen, einem Distanzring und nem Stopfen im Hubzapfen. Und die Montage der Welle war auch einfacher. Wenn die Idee nicht aus dem Westen kam dann war's auf jeden Fall nen 1A Neuerervorschlag :lol: !
Schrauberdaddy
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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von Schrauberdaddy »

Trotz vielfältigster Interpretation der Funktion desselben ist das Ölschleuderblech ein Zentrifugaldingsbumsda in dem sich durch eben die Zentifugalwirkung Rückstände aus dem Öl absetzen und um die Menge derer ging es in der ursprünglichen Frage. Oder habe ich da Recht? :lol:
Mit zwei Füßen im Fettnapf ist auch ein fester Standpunkt.
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Edeltuning
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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von Edeltuning »

...Und genau das ist der Kern wo der Hund beim Pudel begraben liegt >>> "vielfältigste Interpretation einer einfachen, normaler Weise verständlichen Technologie". :::::mm
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von Edeltuning »

stöffchen hat geschrieben:Hallo,

der Dreck wird vom legierten Öl aber nicht aufgelöst sondern nur in der Schwebe gehalten.

Viele Grüße!
Stefan
... Und der Dreck wird im Ölschleuderblechölfilter rausgefiltert. :idea:
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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von Edeltuning »

Ron hat geschrieben:Hi Edel,

die Bezeichnung "minderwertiges Öl" finde ich nicht gut..
Löse einen Löffel Kochsalz in Wasser (Eigenschaft legiert), und löse einen Löffel Kochsalz in Öl (Eigenschaft unlegiert).
Setze beide in die Zentrifuge und schaue dir das Ergebnis an..
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Die Verbrennungsrückstände entstehen in Unabhängigkeit der Ölsorte ..
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Huhu Ron,

treffende Beispiele zu finden ist nicht immer einfach. Deines läuft aber am Geschehen vorbei.
Nicht alles kann man immer verallgemeinern. Die Quantität der Verbrennungsrückstände können durchaus bei verschiedenen Ölsorten variieren, allerdings ist der mechanische Zustand des Motors Hauptlieferant. Dank Ölschleuderblechfilter werden diese Ablagerungsschlammrückstände weder ständig durch die Lager gespült, noch verbleiben diese im Motor (wenn man das Schleuderblech jetzt mal nicht zum Motor rechnet :o )
Folgende Öltests kann man in unterschiedlichster Weise interpretieren, sie zeigen aber große Unterschiede der Ölsorten. (ein SAE 50 ist auch dabei) >>>
http://bmwservice.livejournal.com/27699.html
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Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von strahler »

noch etwas zu der eigentlichen Frage:

Ich habe vor Jahren einen von mir nicht gefahrenen Motor auseinandergenommen bei dem das Ölschleucerblech voll war bis zum inneren Rand. Die Rückstände konnten nicht ohne Öffnen des Ölschleuderbleches entfernt werden, die waren sehr hart und fest in Masse. Das untere Pleuellager war natürlich hinüber. Zur Kilometerleistung kann ich nichts sagen.

Grüße, Thomas
stöffchen

Re: Rückstände im Ölschleuderblech

Beitrag von stöffchen »

Hallo,

ich hatte bei meiner M72 im Rahmen eines Steuerradwechsels die Kurbelwelle gleich mit ausgebaut und die beiden Schleuderbleche kontrolliert. Der Russenboxer hat im Prinzip die gleiche Ölversorgung der Pleuellager wie die AWO mit Schleuderblech.
In beiden Schleuderblechen hatten sich jeweils ca. 2mm Schmodder angesammelt, der sich mit einem gebogenen Draht einigermaßen gut entfernen ließ. Die Laufleistung der Kurbelwelle (war beim Einbau neu, mit neuen Schleuderblechen) betrug etwa 15000km. Der Motor wurde mit einem mittelpreisigen 20W50 gefahren, kennt keinen Kurzstreckenbetrieb und wird nach dem Warmfahren immer gut gefordert. Regelmäßige Ölwechsel zwischen 3000km und 4000km.

Mein persönliches Fazit unter Ansatz der o.g. Randbedingungen: Die Schleuderbleche machen in Sachen Filterung ihren Job. Bevor die Schleuderbleche voll sind, ist die Kurbelwelle wahrscheinlich sowieso verschlissen. Nach 50000km kann man dann ja mal nach dem Füllstand der Bleche sehen.........

Viele Grüße!
Stefan
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