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Re: leichtere Schwungscheibe

Verfasst: Do 17. Dez 2015, 20:14
von Edeltuning
Ob leichte Schwungscheiben in verschiedenen AWO- Motoren verschiedene Auswirkungen haben,
kann ich nicht beurteilen. In meinem Motor ist eine Aluscheibe - 900 g ,
dreht im Stand wie ein Zweitakter, fährt aber keinen km/h schneller,
Standgas geht nicht mehr wie Bulldogge.
Von besserer Beschleunigung habe ich auch noch nichts gemerkt.
In der Guzzi hatte ich auch mal eine leichtere Scheibe, im ersten Gang stop/go war das Fahren
ohne Kupplung scheifen lassen, nicht möglich. Hab ich wieder ausgebaut.
In der AWO macht die leichte Scheibe, außer Standgas, keine Schwierigkeiten...aber auch keinen Nutzen. :idea:
Theoretische Berechnungen haben durchaus ihren Sinn, aber eben nur in der Theologie und nicht in der Praxis.

Re: leichtere Schwungscheibe

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 08:14
von Awojuenger
Tach allerseits,
eigentlich war das Thema ja schon durch, aber nun poltert alles durcheinander...
Die Schwungmasse dient als Energiespeicher, um die Drehungleichförmigkeit zu begrenzen. Sie wurde besonders bei unserem Eintopf so groß dimensioniert, damit der gesamte Triebstrang keine zu großen Wechselbelastungen erfährt, ein Mindestmaß an Komfort und Standgas möglich ist. Das haben die damals auch schon recht ordentlich ausgerechnet (auch wenns hier manchem egal ist). Wer also an einer Standard-AWO die Schwungmasse erleichtert, riskiert Schäden vom Magneten bis zur Hinterradspeiche durch zu große Wechselbelastungen. Da Resonanzen bestehen können, sind möglicherweise schon 100g tödlich - oder 2kg - oder .....
Nachteil einer schweren Schwungmasse ist ja klar deren Masse. Die führt zu geringerer Drehbeschleunigung, geringerer Fahrzeugbeschleunigung und Taumeln (Präzession, Kreiselwirkung) in Kurven. Nur wo hierbei Vorteile nötig sind, und Schäden in Kauf genommen werden können ist eine Massereduktion sinnvoll - nämlich im Rennsport, sonst fast gar nicht. Wer n dicken Ranzen vor sich hat, Lederkluft und Packtaschen mithat sollte sich eher um Hubraum bemühen...
Ach ja Tuning. Mehr Drehzahl benötigt andere Schwungmassen - wahrscheinlich leichter, aber das ist eigentlich zu berechnen. Viel Erfahrung kann da etwas helfen, aber das ist ja Rennsport.
Mehr Hubraum bedeutet mehr Drehmomentspitze (und damit mehr Drehungleichförmigkeit) und oft mehr Kolbenmasse. Damit ist die Schwungmasse tendenziell größer zu wählen und natürlich neu auszuwuchten.
(Dreh-)Schwingungen kann man eigentlich nur rechnen (heute mit Computermodellen). Schätzen, annehmen und ignorieren bringt wenig, sogar die hier reichlich vorhandene Erfahrung hilft hier wenig.
Wer das an der Standard-AWO macht ist selber schuld, hat zuviel Zeit, Geld und AWOs..
So, das gibt Haue, muss aber sein.
Heiner

Re: leichtere Schwungscheibe

Verfasst: Fr 18. Dez 2015, 08:41
von PdmAJ
Ruppert hat in seinem Beitrag/Beiträgen alles gasagt, was wichtig und nötig ist.
Und jedem, der so eine leichte Scheibe quasi geschenkt wird, rate ich die Scheibe einzubauen, zu fahren und zu berichten.
Grüße Alex

Re: leichtere Schwungscheibe

Verfasst: Fr 1. Jan 2016, 17:36
von ponti
Moin seppselters und Teilnehmer ,
hier im Thema die Frage geht es nicht um eine Schwungmasse die gehört zur Kurbelwelle hier geht es um eine Schwungscheibe aus Stahl von seppselters die leichter ist als die Originale Schwungscheibe aus Stahl mit drei Kupplungsfedern oder die Späte Ausführung aus Stahl mit 6 Kupplungsfedern .
Der Hintergrund durch eine erleichterte Schwungscheibe dreht der Motor deutlich schneller hoch und sollte eine Wuchtung speziell bekommen! ;;;;;;;;;
Die Zeit des Hochdrehens wird wesentlich verkürzt dadurch ergibt sich das Gefühl der Motor hätte deutlich mehr Kraft hat er aber nicht denn dazu gehören noch Relevante Veränderungen des Awo Motors wie zum Beispiel Scharfe Nockenwelle größeres Einlaßventil Größere Ansaugkanal Vergaser Einstellung Düsen größere Kolben längerer Hub ; dabei Thermische Kühlung beachten durch Kühlrippendeckel Große Ölwanne!
Gleichzeitig wird mit der leichten Schwungscheibe das Motorrad handlicher und die zu in Drehungen bewegenden Massen im Motor reduziert dabei die Lagerung geschont.
Im sinne der 50`er Jahre des Originalen Serie Motortyp`s AWO 425 T & S waren die Vorgaben der Kraftstoffverbrauch so gering wie möglich zu halten das hat man bei einen Tuning veränderten Awo - Motor nicht mehr . :oops: