bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
- Bernde
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
dankeschön für eure netten kommentare. jetzt kann ich auch mal sagen, macht weiter. es ist für mich auch ein großer ansporn. wenn man weiß andere finden das lesenswert, schreibt sichs doch gleich besser.
lg bernde
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Omi K. Rdan
Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Das nächste Mal findet die Romy das erst nächste Woche "soooooo schön", denn sie muss erstmal los, um sich mit paar Bekloppten im Dreck zu wühlen.Andreas1 hat geschrieben:Also auf zwei Dinge kannst Du Dich hier im Forum verlassen: Darauf, dass die Reiseberichte vom Bernde täglich länger werden und darauf, dass Omi K. Rdan das soooo schööön findet.![]()
Andreas1
Schöne Woche Jungs und Bernde: Tipp Dir ruhig die Finger wund!
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
WACKENOmi K. Rdan hat geschrieben:, um sich mit paar Bekloppten im Dreck zu wühlen.
Matthes
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oberlausitzer
Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Hut ab Bernde, vor deiner Reiseunternehmung wie auch vor deinen tollen Berichten darüber. Ich habe bisher jeden deiner Tagesberichte mit sehr großem Interesse gelesen. Sofern Zeit war habe ich dabei auch immer deine Tagesstrecke per Google Maps verfolgt. Mit der Earth-Darstellung bekommt man sogar einen kleinen virtuellen Eindruck der dortigen Landschaft. WEITER SO BERNDE...
Gruß aus DD von Roger
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Alex425
Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Der übermäßige Verzehr von Eis und Redbull fällt beim lesen immer mehr auf 
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Hallo Bernde,
ist ein richtig schöner und interessanter Bericht ,den ich mir heute mal komplett reingezogen habe(3 Stunden?)- liest sich wie ein spannendes Buch-konnte gar nicht mehr aufhören !;haste was tolles erlebt ! Mach weiter so,ich werds mit Spannung verfolgen !
Viele Grüße und einen schönen Arbeitstag von
Christian
ist ein richtig schöner und interessanter Bericht ,den ich mir heute mal komplett reingezogen habe(3 Stunden?)- liest sich wie ein spannendes Buch-konnte gar nicht mehr aufhören !;haste was tolles erlebt ! Mach weiter so,ich werds mit Spannung verfolgen !
Viele Grüße und einen schönen Arbeitstag von
Christian
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Tag 15
13.06.12 (523km) Start 6:30 30km vor Ivalo, Ivalo, Rovaniemie, Aavasaksa
Ich hatte mich doch getäuscht. Denn in der Nacht hat es kräftig geregnet. Ein bisschen nieselt es immernoch. Gut, daß die AWO zugedeckt war. Nach dem „ideal Standard“ - Frühstück sind schnell ( ja so langsam kommt Routine in täglichen Handgriffe ) alle Sachen zusammengeschnürt und es kann los gehen. Der Schlüssel landet wieder in der Box. Wie schon angedeutet, fährt es sich in Finnland anders. Viel geradeaus. Die Straßen sind durchaus passabel, wenn man nicht grade mit Starrahmen unterwegs ist. Auch die Natur zeigt sich wandlungsfähig. Ist es bedeckt, sieht alles gleich aus, nämlich grau. Kommt aber die Sonne heraus, gibts den „magic colour – effect“ und selbst die kleinste gerade geöffnete Birkenknospe prahlt mit sattem grün. Die Menschen hier sind freundlich aber meiner Empfindung nach noch zurückhaltender gegenüber „Außerirdischen“ . Noch ein wichtiger Unterschied: an der Tanke gibts jetzt keine „ Aunt Mabels“ Muffins mit Schokostückchen mehr und der Kakao liegt in Tütchen da oder wie daheim in der Blechdose und man kann sich selber in die Tasse schaufeln und heißes Wasser drüber schütten. An einem point – S Reifenladen gibts auch keinen passenden Reifen, ABER einen Hinweis, daß im Hauptlager in Rovaniemie etwas für mich liegt. Das passt ja, ich fahre da sowieso hin. Es ist noch ein Weg bis dahin, aber es wartet Hilfe. Eigentlicher Grund des Weges in die größte Stadt Nordfinnlands ist ja der Weihnachtsmann. Denn der wohnt da und kann besucht werden, Als ich um drei da ankomme , ist nur der Souvinirshop offen und er selber wahrscheinlich gerade am Nordpol. Außer ein paar japanischen Mädels die Pic Pic Pictures machen und auch wegen der AWO belustigt sind ist nix los. Und irgendwie will sich bei 20°C und Sonnenschein auch keine so rechte Weihnachtsstimmung bei mir einstellen. Also Good Bye Santa, Hello City. In der Innenstadt pulsiert das Leben; viele Läden, viele Leute, viel Verkehr. Haufenweise Straßen, deren Namen man als gewöhnlicher „Otto Normal – Tourist“ nur schwer über die Lippen bringt. Englisch funktioniert tadellos und so bekomme ich in einem Restaurant mit angeschlossener Tankstelle einen kostenlosen und sehr ausführlichen Stadtplan. Die Kassiererin bittet noch eine ältere Dame um Hilfe. Sie weiß wo sich die Straße befindet und zusammen zeichnen sie mir den Weg ein. Ich bedanke mich recht herzlich und fahre nach „Plan“ und verfahre mich prompt, weil anscheinend auch manchmal Straßen über Parkplätze führen und man die Einfahrt leicht übersieht. Mein Fehler. Aber kurz vor 4 fahre ich auf den richtigen Shop zu und werde noch kurz vor Arbeitsschluß bedient. Genau 1 , in Worten EIN einziger Reifen 3,25x18 ist auf Lager. Michelin. Total egal. „Selbst aufziehen ?“, fragt der Verkäufer. Ich antworte zwar mit Ja, doch ich kann gar nicht so schnell gucken, da wird meine „alte Lady“ aufgebockt Reifen ab, Reifen runter, Reifen rauf... Mist Reifen, falschrum ... nochmal... trotzdem bin ich keine 20 Minuten und 88,00 Euro später wieder bereit für weitere 8000 km
. Auf jeden Fall bis heim! Ölwechsel wird auch gleich noch gemacht. Nachdem mich ein VW – Händler auf meine Frage hin, ob ich meinen Liter Altöl bei ihm natürlich gegen Bezahlung lassen kann, mit „Wir haben geschlossen“.abblitzen läßt, werde ich beim Nachbarhändler „Hyundai“ gern und sehr nett trotz Feierabend aufgenommen. Ein Montuer bringt mir gleich Pappe zum unterlegen und Saugtücher. Er weicht mir nicht von der Seite und wir unterhalten uns sehr nett. Das Altöl nimmt er nur ohne Bezahlung aber mit einem Lächeln an und macht sogar meine kleine Schüssel wieder blitzblank sauber. Viele Wünsche auf den Weg und wir fahren „frisch geölt“ wieder los. Wir verlassen die Großstadt in südlicher Richtung und nehmen dann eine etwas kleinere Straße ( Nr.930), die sich sehr gut fährt. Auf der Karte sind zwar „ Orte“ eingezeichnet, doch davon sieht man abgesehen von Straßenschildern, die scheinbar in den Wald hinein zeigen, nicht viel. Die Abendsonne, gibt nochmal alles, um mir die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten. Das Grün ist fast so satt wie bei uns im Frühling. Die Bauern sind auf den Feldern beschäftigt, Ein schöner Kontrast zu der Tundralandschaft, die schon ein stückchen hinter mir liegt. Dort ist Landwirtschaft nun wirklich nicht mehr möglich. In Aavasaksa finde ich nach etwas durchfragen einen, auf einem Hügel gelegenen Aussichtspunkt mit angeschlossenem Camping- und Hüttenplatz, sowie einem Skilift. Der junge Mann bietet mir sein bestes Haus an. Kamin, Sauna, Dusche, Sat – TV. Alles da und urst gemütlich. Was wird das wieder kosten? 50 Euro ruft er auf und ich bin positiv überrascht. Nehm ich! Die Sauna und der Fernseher bleiben zwar ungenutzt, aber nice to have. Mücken gibts hier gratis dazu. Der Service ist heut, nur unterbrochen durch einmal komplett „Ballistol stichfrei“ aufzutragen, schnell erledigt. Da die Tour heute sehr lang war, falle ich auch gleich ins Bett und das wars für heute. Heute habe ich den Nordpolarkreis wieder in südlicher Richtung dieses mal auf dem Landwege überquert und werde ihn ( so hoffe ich ) das nächste mal mit meiner lieben Anja überschreiten.
Technisches:
Ölwechsel
Hinterrad gewechselt
Magnet und Kerze geprüft ...ok
Zündung und Ventilspiel kontrolliert
leichte Metallische Geräusche ... beobachten und weiterfahren
13.06.12 (523km) Start 6:30 30km vor Ivalo, Ivalo, Rovaniemie, Aavasaksa
Ich hatte mich doch getäuscht. Denn in der Nacht hat es kräftig geregnet. Ein bisschen nieselt es immernoch. Gut, daß die AWO zugedeckt war. Nach dem „ideal Standard“ - Frühstück sind schnell ( ja so langsam kommt Routine in täglichen Handgriffe ) alle Sachen zusammengeschnürt und es kann los gehen. Der Schlüssel landet wieder in der Box. Wie schon angedeutet, fährt es sich in Finnland anders. Viel geradeaus. Die Straßen sind durchaus passabel, wenn man nicht grade mit Starrahmen unterwegs ist. Auch die Natur zeigt sich wandlungsfähig. Ist es bedeckt, sieht alles gleich aus, nämlich grau. Kommt aber die Sonne heraus, gibts den „magic colour – effect“ und selbst die kleinste gerade geöffnete Birkenknospe prahlt mit sattem grün. Die Menschen hier sind freundlich aber meiner Empfindung nach noch zurückhaltender gegenüber „Außerirdischen“ . Noch ein wichtiger Unterschied: an der Tanke gibts jetzt keine „ Aunt Mabels“ Muffins mit Schokostückchen mehr und der Kakao liegt in Tütchen da oder wie daheim in der Blechdose und man kann sich selber in die Tasse schaufeln und heißes Wasser drüber schütten. An einem point – S Reifenladen gibts auch keinen passenden Reifen, ABER einen Hinweis, daß im Hauptlager in Rovaniemie etwas für mich liegt. Das passt ja, ich fahre da sowieso hin. Es ist noch ein Weg bis dahin, aber es wartet Hilfe. Eigentlicher Grund des Weges in die größte Stadt Nordfinnlands ist ja der Weihnachtsmann. Denn der wohnt da und kann besucht werden, Als ich um drei da ankomme , ist nur der Souvinirshop offen und er selber wahrscheinlich gerade am Nordpol. Außer ein paar japanischen Mädels die Pic Pic Pictures machen und auch wegen der AWO belustigt sind ist nix los. Und irgendwie will sich bei 20°C und Sonnenschein auch keine so rechte Weihnachtsstimmung bei mir einstellen. Also Good Bye Santa, Hello City. In der Innenstadt pulsiert das Leben; viele Läden, viele Leute, viel Verkehr. Haufenweise Straßen, deren Namen man als gewöhnlicher „Otto Normal – Tourist“ nur schwer über die Lippen bringt. Englisch funktioniert tadellos und so bekomme ich in einem Restaurant mit angeschlossener Tankstelle einen kostenlosen und sehr ausführlichen Stadtplan. Die Kassiererin bittet noch eine ältere Dame um Hilfe. Sie weiß wo sich die Straße befindet und zusammen zeichnen sie mir den Weg ein. Ich bedanke mich recht herzlich und fahre nach „Plan“ und verfahre mich prompt, weil anscheinend auch manchmal Straßen über Parkplätze führen und man die Einfahrt leicht übersieht. Mein Fehler. Aber kurz vor 4 fahre ich auf den richtigen Shop zu und werde noch kurz vor Arbeitsschluß bedient. Genau 1 , in Worten EIN einziger Reifen 3,25x18 ist auf Lager. Michelin. Total egal. „Selbst aufziehen ?“, fragt der Verkäufer. Ich antworte zwar mit Ja, doch ich kann gar nicht so schnell gucken, da wird meine „alte Lady“ aufgebockt Reifen ab, Reifen runter, Reifen rauf... Mist Reifen, falschrum ... nochmal... trotzdem bin ich keine 20 Minuten und 88,00 Euro später wieder bereit für weitere 8000 km
Technisches:
Ölwechsel
Hinterrad gewechselt
Magnet und Kerze geprüft ...ok
Zündung und Ventilspiel kontrolliert
leichte Metallische Geräusche ... beobachten und weiterfahren
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Einfach nur Spitze!!! Hut ab und weiter so. Ich hoffe du stellst noch ein Paar Bilder rein?! Wenn es die Zeit erlaubt 
-
uwe1965
Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
Hey Bernde, ich will dir mal ein hallo + herzlichen Dank für deinen spannenden Bericht rüberschicken. Du hast ein großes Erzähltalent und das gibt es nicht allzu oft, selbst bei den Profis nicht. Ich habe schon genug Reiseberichte, Dokumentationen etc. gelesen und gesehen und wurde dabei bestenfalls einigermaßen unterhalten. Den berühmten Diavorträgen von Freunden und Verwandten bin ich bisher meist erfolgreich aus dem Weg gegangen. Es gibt nichts Öderes. Das ist bei dir anders. Man hat - trotz nicht allzu vieler Bilder (leider
) - das Gefühl, man ist live dabei. Die Landschaft und die jeweilige Situation entstehen dabei fast plastisch vor dem inneren Auge. Die wahre Würze des Berichts aber sind die kleinen "Anekdötchen" über die Menschen, die du auf deinem Weg getroffen hast. Das alles passt wunderbar zusammen und ergibt ein spannendes, mit Farben und Leben gefülltes Bild deiner unglaublichen Reise. Mein Kompliment dafür und schreibe bitte möglichst bald eine Fortsetzung. Ich bin extrem gespannt!!!!!!!! 
Zuletzt geändert von uwe1965 am So 5. Aug 2012, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: bernde, awo, nordkap ! ... oder... fram og tilbake
danke uwe für die blumen. freut mich , daß es gefällt!
Tag 16
14.06.12 (349km) Start 6:30 Aavasaksa, Haparanda, Jävre
Aufwachen! Die Sonne lacht. Halb 5 pelle ich mich aus dem Bett. Es bricht ein herrlicher Tag an. Kein Wölkchen, ein blau, daß es fast weh tut und sehr angenehme Temperaturen warten nur darauf, den Tag zu einem wunderbaren Reisetag werden zu lassen. Ein Katzensprung bis zur schwedischen Grenze und über einen mächtigen, ruhig dahinströmenden Fluß. Der Tana ist der Grenzfluß zwischen Schweden und Finnland. Ihm folge ich in südlicher Richtung auf der schwedischen Seite. Trotz der Unaufgeregtheit mit der die Wassermassen an uns vorbeiströmen, hat man den Eindruck, daß unheimliche Kraft unter der Oberfläche steckt. Wie auf dem Fluß lasse ich mich auf der E99 in Richtung Haparanda treiben. Die Gemütlichkeit wird aber jäh unterbrochen, als ein Baustellenschild auftaucht und sowas wie „schlechte Straße“ verkündet. Schotterpiste wäre wohl das bessere Wort. 2 mal für jeweils 10km hoppelts nicht nur mehr sondern ich werde auch noch von unten naß. Damits nicht so staubt, haben die da irgenwelches Zeugs gesprüht, daß aber auch nicht wieder trocknet, die ganze Karre ist binnen weniger Minuten so verdreckt, wie die ganze Fahrt bisher nicht und ich auch. In Haparanda tanke ich und kaufe Zahnpasta. Die andere liegt sicher in Finnland in der ersten Hütte. Es sprechen mich gleich mehrere Leute an. Einer hat grad gestern den Motorradführerschein bestanden und findet jetzt wahrscheinlich jedes Bike toll. Er ruft gleich die gerade aussteigenden Polizisten herbei, ob sie sowas schonmal gesehen hätten. Während ich mein leckeres Daim –Pistatieneis ( he, warum gibts das eigentlich nicht bei uns ) esse und mich mit den Polizeiern unterhalte ist gleich wieder ne halbe Stunde verquatscht. Verhaftet werde ich auch nicht. Hab ja den neuen Reifen drauf und Licht geht auch. Wieder halte ich mich an der E4 in Richtung Umea. In Ranea mache ich nochmal einen „Schlenker“und fahre eine Route an einem Fluß entlang. Von weitem sieht dieser ja ganz gemächlich aus, aber als ich auf der Brücke stehe, sehe ich, daß die Strömung sehr groß ist. Es geht durch den Wald eine Schotterpiste entlang, Diese ist aber topfeben und fährt sich fast wie eine Asphaltstraße. Über Boden in Richtung Lulea halte ich schließlich wieder auf die E4 zu. Die Straße fährt sich gut und ist nicht so eintönig wie ich befürchtet habe. Die Sonne bringt wieder Farbe ins Spiel. Hier tut sich grün und gelb vor dem blau des Himmel besonders hervor. Da die Straßenführung sagen wir mal nicht so „schwierig“ ist, wie in Norwegen werde ich schneller müdiglich. Daher wähle ich meine Musik etwas „straffer“. Green Day, Bullet for my Valentine und die geliebten Guanos müßen wieder ran. Dann übermannt es mich doch und es gibt einen 15 minutigen 5 Minuten – Schlaf auf einer Wiese. Los hoch! AWO fahren! Sagt jemand ... Klar gerne, nur die Augen müßen noch auf gehen. Ein paar mal sehe ich etwa mir unbekannte,taubengroße Vögel mit langen gebogenen Schnäbeln und braunem Gefieder am Straßenrand, die vom geknatter hochschrecken. In Jävre schließlich suche ich mir eine Bleibe. An der Shell tanke direkt an der E4 ist auch gleichzeitig die Rezeption eines Hüttendorfes, Einer netten Frau mit flotter blonder Kurzhaarfrisur (ich glaube DAS könnte die typische Durchschnittsschwedin aus dem Fernsehen sein, wenn man auf solche Typisierung steht :-\ ) lege ich meinen „Hüttenwunsch“ dar und daß ich nur noch Dusche und Bett brauch. Sie hat ein Einsehen
und nachdem 600SEK den Besitzer gewechselt haben fahren wir zu dem Platz rund 300m von derTankstelle entfernt. Mich erwartet eine sehr saubere Anlage mit neuwertigen Hütten und einem tadellosen Interieur samt Balkon, Dusche und Küche. Noch ein kurzer Plausch und sie fährt wieder zurück. Da ich heute etwas eher „ Schluß“ gemacht habe, bleibt bei bestem Wetter genug Zeit um dieses eklige salzig, klebrige Gelumpe von dieser Baustelle von AWO und Klamotten abzuwaschen. Bin ja nicht so der Putzfanatiker, aber das Zeug mußte runter. Wer weiß, sonst hätte das Aluminium vom Beiwagen vielleicht ein Loch gehabt, wenn ich zu Hause angekommen wäre.
Ja, was ist noch so passiert? Achso, die norwegische Telefonkarte ist runter, aufladen geht hier in Schweden nicht ohne weiteres und selbst der Aufladeservice geht nicht mehr anzurufen. Könnte ich gleich in die Ecke schmeißen.... ABER wir haben ja Urlaub und alle Ziet der Welt was neues zu besorgen. Nu noch schnell unter die Dusche gesprungen und dann ist Feierabend. Ein Zitronenmelisse - Teechen mache ich mir noch, haue mich hin und gucke den Kultfilm von den Wachowsky Brüdern. Animatrix. Laßt mal noch 50 Jahre vergehen und auch dieser „Science fiction“ - Anime wird so nahe an der Wirklichkeit sein, daß einem jetzt schon bei dem Gedanken daran die Gänsehaut den Nacken hochkriecht. Denn eigentlich wissen wir alle, der Mensch ist kein Säugetier. Seinem Verhalten nach verhält er sich eher wie ein Virus. Er zieht in ( oder besetzt eine )bestimmte Region, verändert sie zu seinem ( und nur seinem ) Vorteil, beutet sie aus und wenn nix mehr zu holen ist, zieht er weiter.
CUT
Es tut mir leid, bin abgeschweift. Zähle ja auch dazu und muß nichtden Apostel spielen, sondern selber an der Nase ziehen.
Technisches:
Kerze geprüft
Dreck abgewaschen
mechanisch lauter werdender Motor (Beobachtung von gestern) ist unverändert. Tippe mit meiner wenigen Erfahrung darauf, daß der Kloben vielleicht etwas kippelt
Tag 16
14.06.12 (349km) Start 6:30 Aavasaksa, Haparanda, Jävre
Aufwachen! Die Sonne lacht. Halb 5 pelle ich mich aus dem Bett. Es bricht ein herrlicher Tag an. Kein Wölkchen, ein blau, daß es fast weh tut und sehr angenehme Temperaturen warten nur darauf, den Tag zu einem wunderbaren Reisetag werden zu lassen. Ein Katzensprung bis zur schwedischen Grenze und über einen mächtigen, ruhig dahinströmenden Fluß. Der Tana ist der Grenzfluß zwischen Schweden und Finnland. Ihm folge ich in südlicher Richtung auf der schwedischen Seite. Trotz der Unaufgeregtheit mit der die Wassermassen an uns vorbeiströmen, hat man den Eindruck, daß unheimliche Kraft unter der Oberfläche steckt. Wie auf dem Fluß lasse ich mich auf der E99 in Richtung Haparanda treiben. Die Gemütlichkeit wird aber jäh unterbrochen, als ein Baustellenschild auftaucht und sowas wie „schlechte Straße“ verkündet. Schotterpiste wäre wohl das bessere Wort. 2 mal für jeweils 10km hoppelts nicht nur mehr sondern ich werde auch noch von unten naß. Damits nicht so staubt, haben die da irgenwelches Zeugs gesprüht, daß aber auch nicht wieder trocknet, die ganze Karre ist binnen weniger Minuten so verdreckt, wie die ganze Fahrt bisher nicht und ich auch. In Haparanda tanke ich und kaufe Zahnpasta. Die andere liegt sicher in Finnland in der ersten Hütte. Es sprechen mich gleich mehrere Leute an. Einer hat grad gestern den Motorradführerschein bestanden und findet jetzt wahrscheinlich jedes Bike toll. Er ruft gleich die gerade aussteigenden Polizisten herbei, ob sie sowas schonmal gesehen hätten. Während ich mein leckeres Daim –Pistatieneis ( he, warum gibts das eigentlich nicht bei uns ) esse und mich mit den Polizeiern unterhalte ist gleich wieder ne halbe Stunde verquatscht. Verhaftet werde ich auch nicht. Hab ja den neuen Reifen drauf und Licht geht auch. Wieder halte ich mich an der E4 in Richtung Umea. In Ranea mache ich nochmal einen „Schlenker“und fahre eine Route an einem Fluß entlang. Von weitem sieht dieser ja ganz gemächlich aus, aber als ich auf der Brücke stehe, sehe ich, daß die Strömung sehr groß ist. Es geht durch den Wald eine Schotterpiste entlang, Diese ist aber topfeben und fährt sich fast wie eine Asphaltstraße. Über Boden in Richtung Lulea halte ich schließlich wieder auf die E4 zu. Die Straße fährt sich gut und ist nicht so eintönig wie ich befürchtet habe. Die Sonne bringt wieder Farbe ins Spiel. Hier tut sich grün und gelb vor dem blau des Himmel besonders hervor. Da die Straßenführung sagen wir mal nicht so „schwierig“ ist, wie in Norwegen werde ich schneller müdiglich. Daher wähle ich meine Musik etwas „straffer“. Green Day, Bullet for my Valentine und die geliebten Guanos müßen wieder ran. Dann übermannt es mich doch und es gibt einen 15 minutigen 5 Minuten – Schlaf auf einer Wiese. Los hoch! AWO fahren! Sagt jemand ... Klar gerne, nur die Augen müßen noch auf gehen. Ein paar mal sehe ich etwa mir unbekannte,taubengroße Vögel mit langen gebogenen Schnäbeln und braunem Gefieder am Straßenrand, die vom geknatter hochschrecken. In Jävre schließlich suche ich mir eine Bleibe. An der Shell tanke direkt an der E4 ist auch gleichzeitig die Rezeption eines Hüttendorfes, Einer netten Frau mit flotter blonder Kurzhaarfrisur (ich glaube DAS könnte die typische Durchschnittsschwedin aus dem Fernsehen sein, wenn man auf solche Typisierung steht :-\ ) lege ich meinen „Hüttenwunsch“ dar und daß ich nur noch Dusche und Bett brauch. Sie hat ein Einsehen
Ja, was ist noch so passiert? Achso, die norwegische Telefonkarte ist runter, aufladen geht hier in Schweden nicht ohne weiteres und selbst der Aufladeservice geht nicht mehr anzurufen. Könnte ich gleich in die Ecke schmeißen.... ABER wir haben ja Urlaub und alle Ziet der Welt was neues zu besorgen. Nu noch schnell unter die Dusche gesprungen und dann ist Feierabend. Ein Zitronenmelisse - Teechen mache ich mir noch, haue mich hin und gucke den Kultfilm von den Wachowsky Brüdern. Animatrix. Laßt mal noch 50 Jahre vergehen und auch dieser „Science fiction“ - Anime wird so nahe an der Wirklichkeit sein, daß einem jetzt schon bei dem Gedanken daran die Gänsehaut den Nacken hochkriecht. Denn eigentlich wissen wir alle, der Mensch ist kein Säugetier. Seinem Verhalten nach verhält er sich eher wie ein Virus. Er zieht in ( oder besetzt eine )bestimmte Region, verändert sie zu seinem ( und nur seinem ) Vorteil, beutet sie aus und wenn nix mehr zu holen ist, zieht er weiter.
CUT
Es tut mir leid, bin abgeschweift. Zähle ja auch dazu und muß nichtden Apostel spielen, sondern selber an der Nase ziehen.
Technisches:
Kerze geprüft
Dreck abgewaschen
mechanisch lauter werdender Motor (Beobachtung von gestern) ist unverändert. Tippe mit meiner wenigen Erfahrung darauf, daß der Kloben vielleicht etwas kippelt
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