Hallo
Ich habe zwar meine Begegnung mit der AWO im Vorstellbeitrag angerissen, aber natürlich gibt es nicht nur die Geschichte, wie ich zur AWO kam, sondern speziell die Geschichte hinter dieser AWO.
Vor ca 7 Jahren, als ich mittlerweile schon fast ein Jahr mit meiner jetztigen Frau zusammen war und der Zeitpunkt kam, die Großeltern kennenzulernen, fing meine Neugier und Begeisterung für die AWO an. Meine Frau (und deren Familie) stammt aus Siebenbürgen, heutiges Rumänien und so kam es schließlich, dass ich irgentwann in der Werkstatt ihres Großvaters, unter einer Plane versteckt, die kleine Schönheit entdeckte. Ich war hin und weg.
Später setzte ich mich mit ihrem Großvater auf ein paar Bierchen zusammen und er erzählte mir von seiner AWO. Damals, er ist 35' Bj., war er als Traktorist (Traktormechaniker) angestellt und da er einen sehr guten Ruf besaß und im Umland sehr gefragt war, beschloss sein Chef, ihm die AWO zu kaufen, damit er mit ihr schneller vor Ort auf dem Feld sein konnte, um die jeweiligen Traktoren zu Reparieren. Ein paar Jahre später (1958) kaufte der Chef meinem Schwiegeropa eine nagelneue AWO als Dank für seine hervorragende Arbeit und weil er merkte, dass er Freude an ihr hatte.
Und diese AWO t Bj. '58 stand jetzt seit mehr als 20 Jahren in seiner Werkstatt, eingestaubt und vom Zahn der Zeit angenagt.
Daraufhin meinte ich zu ihm, geb sie blos nie her, ich verspreche dir, irgendwann kümmern wir uns um sie und bringen sie wieder zum Laufen.
Nachdem ich nun Mitte letzten Jahres meinen Motorradführerschein gemacht habe, sind wir im Sommer wieder zu den Großeltern gefahren und ich habe mein Versprechen eingelöst. Nach stundenlangem hin- und herjustieren, Vergaser zurechtschleifen ( muss ich aber trotzdem ersetzten) und mehrfachen Fehlversuchen, gab es endlich ein Lebenszeichen. Anfangs noch sehr verhalten, bekam sie neue Kraft und so konnt ich wenig später sogar ein paar Proberunden auf der Straße drehen (interesiert in Rumänien keinem

) Opa wurde beim Anblick seiner fahrenden AWO ganz sentimental, sodass er sogar Tränen in den Augen hatte.
Auf meine Frage, ob er sich freut sein Motorrad wieder fahren zusehen, meinte er zu mir, dass ich nach mehr als 20 Jahren der Erste bin, der sie wieder hergerichtet und zum Laufen gebracht hat, deswegen ist sie jetzt Meine!
Und so bin ich nun zu "Meiner" AWO gekommen.
Dadurch, dass ich die Geschichte der AWO aus erster Hand kenne und sie seit ihrem Sprung vom Fließband im Familienbesitz ist,
ist es für mich noch ein größerer Ansporn, sie wieder herzurichten und mit ihr das zu tun, wofür sie bestimmt ist.
FAHREN!