Beiwagenfragen

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Denis

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Denis »

Hallo Leute,

Ich bin begeistert über so viele Antworten,
das sind sehr gute und wichtige Info´s , euch allen vielen Dank vorab.

Killerniete, der Link bietet wirklich üppig Infos, da hab ich erstmal zu lesen....
Willi, das ist ein Superbild und ein super Wagen, das solltest Du unbedingt nachbauen, wenn die Grauen das schon befürworten !!!
Und Mario, meine Gespannerfahrungen beschränken sich auf eine Fahrt mit der Sportmax mit Steib-Boot meines Onkels und zwei-drei Fahrten mit ner Emmi mit Superelastic eines Freundes, großartiges Feeling, muß (!!!) ich auch haben. :P
Die Literatur, die mir bisher zur Seite steht in allen Fragen ist der Zcrebiatowsky(?), den kennt Ihr sicher, aber an der anderen Literatur bin ich wohl auch sehr interessiert, wusste nicht, daß das so viele Freiheiten bietet.
Uwe, das was Du da hast geht schon sehr in Richtung meiner Wünsche , ist das ein Stoye Lastenaufbau oder eine Eigenkonstruktion ?

Ihr alle scheint einstimmig der Meinung zu sein, dass Touren/Superelastic gelinde gesagt " nicht optimal bis schlecht" ist, hatte diese Idee nur, weil die Gestelle schon mal für rund 60 EUR zu haben sind, lieber wäre mir das Stoye 1, aber für wieviel Geld kriegt man sowas ??

Uli, Du sagst Du besprichst sowas mit Umbauten wie z.B. Bremse mit dem Tüv- fordern die denn nicht Festigkeitsnachweise und all den Quarkbei Eigenbauten? Wäre toll, wenn ich einen fände der mit ner korrekten technischen Zeichnung zufrieden wär und kostet die Eintragung nicht trotzdem Unsummen ?

Schöne Fotos, Micha, haben die beiden Sport keine Bremse des Beiwagenrades ?
Dachte bisher, eine Bremse fürs Boot sollte man besser haben; wenn das ne Übungssache "ohne" ist- mach ich gern, außerdem fahr ich ja eh sehr gemütlich ....so 80-90 höchstens.....

Super Forum,
noch mal Danke
Gruß,
Denis

PS.: Wenn ich mal länger nicht antworte ist das nur weil ich so selten ins Internet komme, seht es mir bitte nach ..
Uli

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Uli »

Moin Denis.

Wegen der Eintragung von Bremsen usw.: Du baust doch die Bremse nicht selber, oder?
Selbst gebaut werden muss: Die Bremsmomentabstützung und gegebenenfalls die Achse.
Ich mache das so: Telefonisch einen kurzen Termin vereinbart, die angepeilte Nabe ins Boot legen, mit dem nämlichen Gespann hinfahren und beides dem Herrn Sachverständigen zeigen und ihm die angedachten Änderungen schildern. Abwarten was kommt. Evtl. will er einen Nachweis, dass für die Abstützung und die Achse dies und jenes Material genommen wurde. Das sollte eine Dreherei oder Mechanische Werkstätte imstande sein zu schreiben.
Eine ordentliche und saubere Ausführung vorausgesetzt (schon im eigenen Interesse), war das noch nie ein allzu großes Problem und kostete auch nicht mehr als jede andere stinknormale Eintragung (anderer Lenker oder sowas).
Er hats immer genau angeschaut, Probefahrt und gut. Wollte vielleicht noch hier oder da eine Kleinigkeit geändert.
Wichtig ist halt der Mann im grauen (blauen) Kittel. Der muss halt können und wollen. Eine seltene Spezies, ich weiss; aber man muss suchen...

Grüße,
Uli
Denis

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Denis »

Hi Uli,

die Bremse baue ich natürlich nicht, da gibs ja genug Bewährtes und fertig aber genau die besagten Teile wie Achse und Halter, das ist kein Problem, das mach ich in meiner Werkstatt...

Ich hab wohl solche Prüfer noch nicht erlebt, einer hat sogar die Probefahrt bei HU abgelehnt (Ich hab nur noch Handschaltung am Tank -das war ihm suspekt- er hats aber nicht als Eigenbau erkannt, weil Gussteile und so..) , er sagte nur :" fahre sie mal an und bremsen sie scharf ab (was´n Witz) .... gut,ja .... funktioniert!)
Frag mal so jemanden nach solchen Umbauten, werde wohl noch etwas suchen müssen...
Ist denn eine Eintragung immer so einfach, wenn man einen Nicht-Nummernprüfer hat ?
Wo ist die Grenze zwischen z.B. Rahmen auf starr umbauen und der Bremsgeschichte ?

Mal nebenbei : hat mal einer von euch von einem Campi-Anhänger an der AWO gehört ?

Gruß,
Denis
Zuletzt geändert von Denis am Mi 7. Jan 2009, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
Uli

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Uli »

Denis hat geschrieben:Hi Uli,

....Wo ist die Grenze zwischen z.B. Rahmen auf starr umbauen und der Bremsgeschichte ?

....

Gruß,
Denis
Die liegt irgendwo in der schönen, märchenhaften Gegend, die sich "Ermessensspielraum des Prüfers" nennt. 8-)
Dieser ist nämlich weit größer, als die meisten denken.
Und sie wird bestimmt durch die Kompetenz und das Selbstbewusstsein des nämlichen... :mrgreen:
Der eine will EU-Freigaben und ABE sehen, um sich dahinter zu verstecken;
der andere schaut, fühlt, fragt, fährt Probe und sagt dann ja oder nein und setzt seinen Namen darunter.
Das unterscheidet heutzutage Sesselfurzer von Männern... :roll:

Grüße,
Uli
Denis

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Denis »

Hi Uli,

sorry wenn ich mich jetzt nochmal kurz festbeiße, aber kann ich das tatsächlich so verstehen, daß der Prüfer rein theoretisch alles(!!!!) einträgt, wenn er überzeugt ist, dasses gut gemacht ist und hält ?
Was schreibt der denn z.B. bei Eigenbauteilen ohne Nummer hin ? Bezeichnung und gut ?
Bisher hab ich immer die Taktik angewandt, alles so zu bauen dasses oginol aussieht, also Grate imitieren, Gusshaut dranlassen, Patina zulassen- hat auch immer gereicht wenn die Herren keinen Schimmer hatten- und das hatten sie !
Hast wohl recht , die mit Selbstbewusstsein und Fachkompetenz sind bestimmt sehr rar, werde mir einen suchen müssen....

Danke Dir für Deine Geduld,
Gruß,
Denis
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Re: Beiwagenfragen

Beitrag von willi425S »

Hallo Denis, bei unserem Seitenwagen war keine Nummer dran, ... Eigenbau.
Siehe original Brief.
Bei der Eintragung eine Stoye SI-SE Bj62 an eine Sport wurde nur auf das Typenschild geschaut und die Nummer abgetippt, jedoch nicht die Nummer vom Fahrgestell:-). Ich behaupte, die wussten nicht mal, das es da eine gibt.
:? Blaukittel, was isn das, , zeigt auf den Hauptbremszylinder, ... die hydraulische Bremse des Seitenwagens, Blaukittel, ...sowas gab es schon... :lol:
Grüße aus Leipzig
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von willi425S am Do 8. Jan 2009, 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße aus Leipzig Torsten

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Re: Beiwagenfragen

Beitrag von awouwe »

Also mein Lastenseitenwagen ist ein Stoye 1 Untergestell mit einem Eigenbau Kasten obendrauf! Bisher hat noch keiner gemeckert. Eingetragen ist nur der Seitenwagenbetrieb (Nicht der Seitenwagen ansich) mit allen zulässigen Gewichten. Als ich meine 1. EMW zulassen wollte habe ich den Prüfer unter Vorlage meiner Touren- AWO Papiere (als Anschauungsbeispiel) gefragt ob er mir nicht auch gleich den Seitenwagenbetrieb mit eintragen kann. Er sagte nun aber das das nur mit einem angebauten Seitenwagen gehe, damit er die Fahrgestellnummer des Seitenwagens eintragen kann. Nun mache Dir selber ein Bild, weil jeder Prüfer das scheinbar anders handhabt!
Fakt ist in meinen 6 Jahren mit der AWO hat mich noch kein Polizist angehalten aber viele haben geschaut und wohlwollend genickt als wir vorbeigetuckert sind!
Gruß Uwe
Früher war DAMALS auch schon alles Besser!
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Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Gonzo »

Der eine will EU-Freigaben und ABE sehen, um sich dahinter zu verstecken;
der andere schaut, fühlt, fragt, fährt Probe und sagt dann ja oder nein und setzt seinen Namen darunter.
Das unterscheidet heutzutage Sesselfurzer von Männern...
Exakt.
Janz jenau so sieht det aus.
Beifall!

Gonzo
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Uli

Re: Beiwagenfragen

Beitrag von Uli »

Moin Denis,

nun, gar alles eintragen; soweit bin ich im TÜV-Recht nicht durch, aber eigentlich kann er das schon.
Denn darum heisst ja der Sachverständige Sachverständiger; weil er was von der Sache versteht (sollte er zumindest).
Bei Eigenbauteilen kann er z.B. schreiben "Fußrastenhalteplatte Sonderanfertigung aus Alu XY",
eine Nummer einzuschlagen kann er verlangen. Das ganze kann sogar soweit gehen, dass das ganze Fahrzeug den Namen des Umbauers trägt, und nicht mehr "AWO" (oder sonstwie) heisst.
Ich kenne jemanden, der hat sich eine GS-BMW selbst gebaut (in den frühen 80ern, als BMW werksmäßig noch keine Enduros baute). Da steht im Brief als Hersteller sein eigener Name, unter Eintragungen: "Eigenbau unter Hauptsächlicher Verwendung von BMW-Teilen".
Im Ernst! Ist Tatsache und Rechtens! Das ist natürlich ein Freibrief, und ob das heutzutage rein rechtlich auch noch geht, müsste uns ein Sachverständiger sagen. Aber ich denke, es geht mehr, als die meisten machen.
Mit den selbstgebauten Teilen halte ich das oft auch so, wie Du beschrieben hast. Lohnt ja meist nicht.
Man solte sich aber bewusst sein, wenns Spitz auf Knopf steht, ist man erstmal grundsätzlich ohne Betriebserlaubnis gefahren. "Wo kein Kläger da kein Richter" stimmt halt nur so lange, wie nix passiert.

So, jetzt muss ich wieder was arbeiten...

Grüße,
Uli
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de pommersche jung
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Re: Beiwagenfragen

Beitrag von de pommersche jung »

Moin zusammen,

wenn ich nicht irre, wird bei persönlicher Eintragung als Hersteller unter Verwendung von XY-Teilen auch das Eintragsdatum als Erstzulassung/Baujahr verwendet. Bedeutet dann u.A. Erfüllung aktueller Geräusch- und Abgasemmissionswerte (KAT!). Damit ist dann die ganze Oldtimernarrenfreiheit futsch und bei AWO-Technik würde die Kiste def. nicht mehr zugelassen. Betrifft z.B. auch aktuelle (zumindest so vor ca. 3-4 Jahren) Ural oder Dnepr, weiß nicht mehr genau welche von beiden. Gab auch schon Leute, die haben sich z.B. eine der letzten Enten gekauft, weggestellt und wollten die Jahre später erstzulassen. Äääätsch :shock: ! Also wenn der Sachverständige die Herstellerangabe ändern will, sollte man meiner Meinung nach sofort in Deckung gehen und einen Kollegen aufsuchen.

Gruß der Pommernjung
57er Sport-AWO
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