Seite 2 von 2
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Di 16. Nov 2010, 11:29
von awoelfi
Moin,
alles klar - war mir auch etwas "spanisch" diese Aussage - deshalb die Frage in die Runde !
Vielen Dank für den Input !
Gruss
Björn
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Di 16. Nov 2010, 20:08
von Hirbel
Hallo Mathias,
muss nochmal was zu den angesprochenen Punkten sagen,also Elektromotoren laufen auch nicht immer rund, als Beispiel nur mal Kompressoren genannt, die haben die selben Verhältnisse nur das der Motor halt nen Kurbeltrieb antreibt. Der Abrieb ist so oder so da, nur das bei nicht gedeckelten Lagern der Dreck auch leichter reingespült wird.
Generell gilt, was rein kommt kommt auch wieder raus und der Abrieb ist ja eh im Öl gebunden, auser du hast Späne im Gehäuse aber die kommen durch die dünnen Ölbohrungen auch nicht durch.
Das Standardfett in gedeckelten Standard-Lager ist nen Mineralisches Grundöl mit Lithium-Komplexseife als Verdicker und hat nen normalen Temperaturbereich von 110°C und höher, das fließt bei diesen Temperaturen noch nicht übermäßig raus.(Leg mal nen Lager auf die Herdplatte und schau was passiert, da musste schon fast auf Anlaßtemperatur das die Soße rauskommt).
Das Öl wird das Fett durchspülen, richtig, aber was solls, wo früher Fett war ist dann Öl, sollte nicht schaden.Da da Fett auf mineralischen Öl basiert ist eine Mischung unbedenklich, auserdem sind die Lager so knapp befüllt das du garantiert mehr Fett am WDR hast als in dem Lager.
Zum Druck, den hast du in jedem geschlossenen System, die WDRs machen bei ca.0,3bar auf und blasen den Druck ab, wenn mehr Druck da wäre hätteste ne Pfütze unter der Karre.
Fazit: Du hast recht das man keine gedeckelten MotorLager braucht und der AWO-Motor erst recht nicht,ist halt für welche ohne Deckel konstruiert wurden , aber das sie absolut schädlich sind würde ich nicht sagen.
Mal ganz avon abgesehen kauft die ja eh keiner weil sie in der Regl teuerer sind als normale.
Also bis dann Hirbel
PS: Was ist mit meiner Frage zum Ausgleich des axialen Spiels des 6207, hat da keiner ne Meinung dazu?
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Di 16. Nov 2010, 22:23
von Sporttourer
Hallo Hirbel,
die Ausführungen über geschlossene/ungeschlossene Kugellager in diesem Thread sind ja mal sehr interessant...
aber nun zu Deiner Frage, bzw. meiner Meinung:
Nehmen wir dieses Schnittbild zu Hilfe
t_mot_1.jpg
Ich denke es ist gut, wenn das Lager 6207 etwas Spiel hat, einerseits ist es zwar das axiale Führungslager für die Kurbelwelle, andererseits wird die Welle zwischen dem 6207 und dem 6206 eingeklemmt (bzw. sollte es natürlich eben nicht klemmen, deswegen etwas Spiel, wegen Wärmeausdehnung und so). Ein bißchen leicht axial darf die Kurbelwelle auch wandern.
Interessant ist dabei auch, dass das 6207 auch noch den Gegendruck für die Kupplung ableitet, über den Seegerring im Motorgehäuse, die Kurbelwelle wird also durch das Kuppeln immer wieder nach vorn gedrückt.
Ich bin aber kein Techniker, kann auch alles anders sein...
Grüße Chris
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 17. Nov 2010, 09:52
von PdmAJ
Moin
Ich bin der Meinung, dass weder die Lager im Gehäuse noch die Welle zu den Lagern Spiel haben sollte. Wenn die Lager im Gehäuse hin und her wandern, ist der Sitz ganz schnell ausgelutscht

ausgeschlagen. Das gleiches gilt für die Verbindung Lager/Kurbelwelle. Die Ausdehnung des Gehäuses und aller Bauteile bei Erwärmung des Motors geschieht in alle Richtungen. Daher wird auch bei genau ausdistanzierter Welle nichts klemmen!
Der axiale Druck der Kupplung muss von den Lagern aufgenommen werden, ob die Welle nun rutscht oder nicht! Diesen Druck im Hinterkopf, ist klar, dass das 6207er am Seegerring anliegen muss und das 6206 auch voll in der Passung des vorderen Lagerschildes sitzen sollte. Um sicher zu gehen, kann man das 6207 auch zum Deckel ausdistanzieren. So kann es auch beim Einbau der KW zu keinerlei "Missverständnissen" kommen.
Das wichtigste zum Schluss. 100% sicherstellen muss man, dass die Wellscheibe zwischen Lagerinnenring 6207 und Schwungscheibe auch unter Spannung steht. Nur dadurch wird sichergestellt, dass der Kupplungsdruck nicht unmittelbar auf die Welle wirkt, sondern über das 6207er auf den Seegerring im Gehäuse abgeleitet wird.
Grüße, Alex
PS: gerade C3-Lager sind gekapselt (in der Bucht) günstiger als offene im Lagershop! Ich entferne
immer die Kappselung!
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 17. Nov 2010, 17:15
von steckkruemmer
Hallo,
Richtig, auch der Simmerring zur Schwungscheibe braucht Schmierung, um abdichten zu können - ohne Schmierung geht"s halt nicht !!! Und ob solche Lager besser sind, wage ich zu bezweifeln.
Gruß Tobi
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 17. Nov 2010, 20:18
von Hirbel
Hallo Steckkrümmer,
erstens wurde hier geschrieben das der WDR geschmiert ist, erst durchs Fett bei der Montage und dann durch durchdringendes Öl, von keiner Schmierung wurde hier nie gesprochen.
Zweitens hat keiner behauptet das die gedeckelten Lager besser sind.
@ Alex , du meinst mit zum Deckel ausdistanzieren also Scheiben zwischen Lager und Deckel, oder versteh ich dich da falsch? immerhin sollte das Lager ja am SicherungsRing anliegen im normalen Betrieb, aufgrund des Kupplungsdruckes.
Denke nämlich auch das das Richtig ist, und wie gesagt original sind ja keine Scheiben drin und diese Position würde das Lager eh im Betriebszustand einnehmen, schlußendlich nehmen wir damit ja nur die Luft raus.
Gruß Hirbel
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 17. Nov 2010, 20:36
von Sporttourer
Hallo PdmAJ:
Ich stimme Dir insofern zu, dass das Spiel nicht im Millimeterbereich liegen sollte,
aber so 1-2 Zehntel würd ich da schon drauf lassen, damit die Kurbelwelle bzw. die
Lager nicht verspannt werden.
Man sollte z.B. auch darauf achten, dass nach dem Einbau der Kurbelwelle, wenn
das 6207 wirklich am Seegerring anliegt (und am Bund der Kurbelwelle), dass die
Welle nicht schon verspannt ist (weil 6207 und 6206 ev. kein Spiel mehr haben),
man weiß ja nie genau, wie die Kurbelwelle gebaut wurde und jede Welle hat
einen anderen Abstand zwischen den Lagersitzen...
Soll heißen: es kann sein dass zwischen 6207 und dem Seegerring auch Distanz-
scheiben bei müssen, aber vermutlich meintest Du das auch so...
Schrauberfreundliche Grüße, Chris
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 17. Nov 2010, 22:05
von Hirbel
Hallo,
wir sind uns doch einig das das 6207 alle axialen Kräfte aufnehmen soll oder? Das auch noch das 6206 als Axiallager genutzt werden soll/darf hat Gott verboten, folglich muss bei Anliegen des 6207 am Seegering noch Luft am 6206 sein ansonsten wird die Welle verspannt.
Sollte da keine Luft mehr sein und das 6207 liegt nach der Montage nicht am Seegering an wird es zwangsläufig nach dem 1763sten mal Kuppeln nach vorne rutschen und dann die Welle verspannen, (selbes gilt für die ausgelutsche Wellscheibe)dann merkts aber kein Aas mehr.
Also lieber gleich Luft rausnehmen und gucken ob die Welle verspannt ist, wenn ja, Welle wieder raus, ein 10tel von hinten rausnehmen und vorne rein, wieder probieren.
Gruß Hirbel
Re: Hinteres Lager Kurbelwelle - Tip ?!
Verfasst: Mi 9. Feb 2022, 17:16
von rattamahatta
Ich muss mich hier einmal fragend anschließen:
100% sicherstellen muss man, dass die Wellscheibe zwischen Lagerinnenring 6207 und Schwungscheibe auch unter Spannung steht. Nur dadurch wird sichergestellt, dass der Kupplungsdruck nicht unmittelbar auf die Welle wirkt, sondern über das 6207er auf den Seegerring im Gehäuse abgeleitet wird.
![Bild]()
Im 'Werner'-Buch sind die Teile Federscheibe,Dichtung,Deckel (Nr. 20-22) nur bis Mot.-Nr.: 199646 aufgeführt.
Dichtung und Deckel versteht sich aber warum fällt hier auch die Federscheibe weg? Die hinter dem Lager 6207 gezeigte Ölspritzscheibe (Nr.19) würde dann ja nicht mehr gegen das Lager gepresst und die beschriebene Kraftübertragung auf den Lagerinnenring findet dann auch nicht statt.
Ölspritzscheibe und die Teile Abdichtring sowie Abstandscheibe (Nr. 12,13) sind mir beim Zerlegen des Motors (Motornummer 233...) gar nicht untergekommen.
Sollen die Teile 12,13 zwischen Lager und Ritzel sitzen oder lasse ich die Teile (inkl Ölspritzscheibe) weg und setze ich die Federscheibe (und evtl. Ausgleichscheiben zur Schwungscheibe) trotzdem ein - bzw. ist die Bemerkung im Buch so richtig?
Ich bin über Antworten unf Aufklärung dankbar.
Grüße Jörg