Motorschaden mit Folgen

Erfahrungsberichte leidgeprüfter AWO Fahrer.
Sport1957

Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Sport1957 »

Einerseits kann man die Mods aus obengenannten Gründen schon gut verstehen, wenn hier Tacheles geredet wird.
Andererseits wird gewissen Leuten hier auch eine Plattform geboten, "ihre" Produkte feilzubieten bzw. darzustellen. Da werden viele Dinge behauptet ( die läuft bei einigen schon 100 Mio. Km usw...), die in der Praxis sich nur zu oft, ich sage mal (um niemanden zu nahe zu treten), als -- ähhhh - sehr optimistische Darstellung entpuppen.
Kurz um: gerade bei dem Thema sollten beide Seiten gehört werden können, also auch der unzufriedene Kunde und nicht nur der "Händler".
Und das alles ohne Namen genennt zu haben...
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Roadrunner
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Roadrunner »

Folgendes aus privatem Erleben aus Gesprächen mit der ANDEREN , der Händler Seite .... ohne werten zu wollen.

Gesprächsstoff war Tuning mit Hubraumerweiterung ... passt also zum Thema. Nennen wir ihn Gunter X , der eine kleine Firma betreibt und Awo Motoren aufbaut auch mit Hubraumerweiterung . Kunde Bertram Y hat einen Motor mit , sagen wir , 347,6 ccm aufbauen lassen , bezahlt und eingebaut. Nach nicht mal 60 km MOTOR fest.
Betram ist sauer und wendet sich an Gunter . Schei.. Motor , alles Mist ..................GEWÄHRLEISTUNG !
Gunter ist sich keiner Schuld bewusst ,denn er hat sorgfältig gearbeitet. Natürlich ist keiner vor Vater Zufall gefeit aber die Art von Bertram ist grenzwertig und Gunter angepiekt . SEIN MOTOR WAR OK , WER HAT DENN ZÜNDUNG UND VERGASER EINGESTELLT ???? Bertram ist nun sicher Gunter will sich vor der Gewährleistung drücken und macht im Freundeskreis mächtig Zoft gegen Gunter ...............................

Wer hat nun Recht ? Lag es an Gunters fehlerhafter Arbeit oder an falscher Zünd und oder Vergasereinstellung , die per Überhitzung den Motor zum Klemmen gebracht hat ??? Jeder wird bei seiner Variante Befürworter finden !
Möge sich der geneigte Leser nun einmal in jede der 2 Beteiligten Personen versetzen .

Ausgang der Geschichte , Gunter X hat den Motor auf Kulanz repariert , Betram musste nur die Materialkosten tragen und seither gibt es Motoren bei Gunter nur noch mit Zünd und Vergasereinstellung , was natürlich insgesammt teurer ist oder für Sparfüchse auch Ohne aber dann auch ohne jede Garantie .
Ende der Geschichte .

Und wenn sie nicht gestorben sind , dann leben sie noch heute !

Gute Nacht !

Ralf
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von DieBergmaenner »

Ja genau das ist ja das Problem, bloss wird bei Auftragsvergabe darüber kaum ein Wort geredet. Jeder Autohersteller gibt nur eine Garantie wenn Kundendienstin der Werkstatt des Herstellers gemacht wird.
Aber bei einen Oldtimer versprechen Dir die Händler Garantie, wo sie genau wissen das sie sich im Fälle eines Falles raus reden können.Eine wirklich gute Werkstatt zeigt sich erst in einen Schadensfall, am Ende ist es wie mit einer Versicherung, erst wollte Sie Dir eine verkaufen und versprechen Dir das goldene vom Himmel und im Schadensfall stehst Du alleine da.......
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Deleted User 85

Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Deleted User 85 »

Jetzt nur mal zum besseren Verständnis (meinerseits). Ich kaufe einen regenerierten Zylinderkopf bei einem Anbieter der eine Gewährleistung verspricht (sogar in schriftlicher Form). Baue nach bestem Wissen diesen Kopf ein und fahre mal so eine Einführungsrunde. Nach 100km (oder was weiß ich) bricht ein Ventil, der Motor geht fest, ich fliege schön auf die Schnauze und werde zu allem Überfluss von nem 40Tonner überrollt.
Was´n jetzt??? Der Staatsanwalt klemmt sich die Karre untern Arm und macht eine gründliche Untersuchung der Technik. Wer zieht nun die A...karte wenn nachweißbar der Kopf, bzw dessen stümperhafte Regenerierung der Auslöser des Unfalls war. Der Käufer???

Anbieter einer Dienstleistung sollten sich schon darüber im Klaren sein, das sie eine gewisse Verantwortung für Ihr Produkt haben.

Gruß vom Fussel
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von wroebe »

garantie gibts nur bei unseren motorenbuden wenn die von anfang bis ende alles gemacht haben, vom ausseinanderbau bis hin zur probefahrt, ansonsten hast du pech wenn wenn etwas ist....
und das bekommt man sogar schriftlich, mit auftragsbestaetigung, lieferschein und rechnung!

das ganze oltimergeschraube allein um geld zu sparen mit dem ganzen nachbaumist is eh ne geldtreiberei und ist meiner meinung auch auf billigen mist der eh nicht lange haelt ausgelegt. die haendler wissen genau das bei selbsteinbau es eh nix gibt!

da muss man schon z.b. die awo zum mopetprinz bringe, kohle auf den tisch legen und nach der fertigstellung vom hof fahren, dann wird es auch garantie und gewaehrleistung geben,

bei privaten schraubern muss ich damit rechnen das es halt billiger aber ohne garantie oder gewaehrleistung geht
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renato
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von renato »

Nee Fussel,
der Staatsanwalt wird zuerst den Fahrer des 40-Tonners belangen, weil der hätte doch wissen müssen das das nicht gut gehen kann...n' Frosch auf nem Motorrad!!! ;o)

Und wenn der Staatsanwalt den Motor der Maschine untersuchen lässt wird klar...Frisiert weit über 300ccm.
Aber mal an die Fachleute...
Bei 84ger Welle wie ist da die korrekte Zündeinstellung ??? Ich meine nicht unbedingt die Optimale sondern die, welche einen sicheren Betrieb garantiert.
Die korrekte Vergasereinstellung geht nicht ohne Probefahrten.
Achja und da ist doch noch das Öl.
Die Meinungen gehen da sicher etwas auseinander.
Durchaus möglich das das Eine oder Andere oder eine Kombi davon die Überhitzung des Auslassventils verursacht hat. Ist aber auch genau so gut eine schlechte Materialauswahl und unpassendes Spiel von Vetilschaft und Führung denkbar.
Ob sowas die Gerichte klären können wage ich zu bezweifeln.
Die Garantie greift nur bei bestimmungsgemäßer Nutzung und sachgerechtem Einbau.
Aber dem Käufer zu unterstellen er hätte dieses oder jenes falsch gemacht, ist auch eine beliebte Methode sich der Garantieleistung zu entziehen. Und das erlebt man heutzutage bei vielerlei Anbietern.

Und da die Welt immer mehr zusammen rückt und eben nicht nur der Handwerker im Ort seinem guten Namen vertreten muss sondern auch weit weit weg Kunden hat, spricht sich schlechte Qualität eben nicht mehr so leicht rum, sondern bleibt schön geheim zwischen den Kontrahenten.



Grüße

Renato
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Dorfjacke
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Dorfjacke »

Hallo

Ich schreibe nur einen Satz dazu

Was lange hält bringt kein Geld

Oder???????
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Roadrunner
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Roadrunner »

Meine gute Nachtgeschichte hat ja schon einige Beiträge veranlasst.
Von " von Garantie versprechen und in Wirklichkeit keine geben " bis " Verständnis für den Dienstleister " war schon alles dabei.

Jeder kann sich wohl in die Rolle des Käufers hineinversetzen der nun einen kaputten Motor hat.
"Hab gute Kohle hingelegt , will einen guten Motor , verd..... Pfuscher "

Mit der anderen Seite sieht es schon schwieriger aus , denn nur wenige Schrauben für Fremde.
Aber stellt Euch vor , unser Gunter vom obigen Beitrag ist ein erfahrener und gewissenhafter Schrauber ( ja sowas gibt´s ;-) ) , der sein Material nur in guter Qualität und von Firmen mit bestem Leumund bezieht. Motoren wie diesen hat er schon zigfach aufgebaut und ist sich sicher keinen Fehler gemacht zu haben.
"Hab wirklich keinen Fehler gemacht , soll ich jetzt bezahlen nur weil der Kunde Murks gemacht hat ? Der spinnt wohl ..."


Wie Renato schon bemerkt hat , es können viele Faktoren zu einem Ausfall von getunten Motoren führen , auch wenn der Motor selbst ok. war. ÖL , Zünd und Vergasereinstellung , Fahrweise , Auspuff , Zündkerze usw.

Wer ist schuld ? Da würde nur eine Expertise helfen . Diese ist teuer und wird warscheinlich keiner Seite wirklich gerecht.

Den Schaden hat natürlich erstmal der Käufer . Wenns um richtig Geld geht ist Streit vorprogrammiert .

Die Variante "alles aus einer Hand " Fzg hin und komplett eingestellt abholen , da ist zumindest die technische Seite geklärt.

Man sollte nie Patrei ergreifen ohne die Sachlage wirklich zu kennen und beide Seiten gehört zu haben.

Dies ist KEIN Freibrief für Pfuscher und selbsternannte Spezialisten , Nepper , Schlepper , Bauernfänger . Davon sind leider reichlich zu Werke.

"Gunter X" und "Bertram Y" haben auch in keinster Weise etwas mit der wirklichen Story von Blacky zu tun .


Ralf
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von Roy »

Roadrunner hat geschrieben:
Man sollte nie Partei ergreifen ohne die Sachlage wirklich zu kennen und beide Seiten gehört zu haben.
Ralf
Das sehe ich genau so ;;;;;;;
Nur müsste die 2. Partei mal paar Worte dazu sagen ::: ::: :::
Es geht ja nicht drum, jemanden fertig zu machen, aber besser ist es, eine Lösung zu finden, die für Beide ok ist..
Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln.
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Re: Motorschaden mit Folgen

Beitrag von DieBergmaenner »

Nehmen wir nur noch mal an ich hätte einen Motor von Gunter machen lassen, original, ohne mehr Leitung und so, er verspricht mir so wie ich den Motor ihn übergeben habe eine Garantie von 2 Jahren, dann bricht an den Kopf, den Gunter nach besten Wissen und Gewissen mit überholt hat, der Federhalter vom Ventil. Dies hat dann dazu geführt das dad Ventil in den Brennraum rutscht und sich den Weg bis zur Ölwanne erkämpft und zu einen kapiatalen Motorschaden führt.
Das alles 2 Wochen vor "Garantie " Ablauf .......
Gunter sagt nun aber das dieses Teil kein neu Teil von Ihn war, da es dieses Teil nicht neu gebe, das er da leider nicht die volle Garantie übernehmen könne ......
Ich will da auch kein großen Hermann draus machen, ich habe es als Lehrergeld verbucht, Gunter war, sagen wir mal die erste Adresse, es stellt sich aber immer wieder raus, das bei Auftragsvergabe und im Schadensfall das vorher versprochen leider genau in diesen Fall nicht zählt.
Aus Erfahrung wird man schlau, und ein Anwalt hilft in den meisten Fällen auch nicht weiter, denn der will wie Gunter auch nur Dein Geld........
Sicher hat Gunter das Problem das seine Kunden aus einen 60 Jahre alten Teil immer mehr Leistung haben wollen,350, 400, gar 500m3........das da das Material an seine Grenzen kommt ist mir klar. Aber was ich mir von den Händlern wünschen würde wäre mehr Ehrlichkeit, man sollte halt keine volle Garantie versprechen, wenn es 99 Gründe gibt das sie dann doch nicht gilt.
In diesen Sinne, Steffen, der den Motor nun bei, nennen wir Ihn mal Uwe, machen lassen hat.
Zuletzt geändert von DieBergmaenner am Do 31. Okt 2013, 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
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