Schönen guten Abend an alle,
bin noch Neuling hier im Forum und man möchte mir den einem oder anderen Fehler verzeihen.
Ich hab angefangen meine Sport wieder instandzusetzen und wieder flott zu machen.
Beim Getriebe hab ich ein Problem bei dem ich nicht mehr weiter komme.
Ist eins mit Innenanschlag, Nr. 163xxx.
Ich konnte es nicht von Hand drehen, also irgendwo fest. Beim Zerlegen hab ich festgestellt das das Lager am inneren Mitnehmer fest war. Aufgrund der dicken Dreckborke auf dem Gehäuse auch kein Wunder.
Hab lles zerlegt, gereinigt, neue Lager und Dichtungen montiert.
Bis hierhin alles super geklappt, fast wie im Bilderbuch....aber nur fast. Als ich alles wieder zusammen hatte, wollt ich, bevor ich den Deckel wieder schließe, Schaltung und Leichtgängigkeit prüfen.
Schaltung an sich funktioniert wieder super, ich konnt alle Gänge von Hand durchschalten.
Beim ersten Gang hab ich aber festgestellt das die Schaltklaue das Schieberad(Pos. 28) nicht weit genug vom Doppelrad (Pos. 25) wegschiebt, die Verzahnung ca. 0.8mm in Eingriff bleibt, was ein ratterndes Geräusch zu Folge hatte. Die vorgesehene Anlaufscheibe (Pos. 27) von ca. 1,0mm muste ich auf 1,8mm erhöhen um Freilauf zu erreichen.
Das ist aber warscheinlich nicht im Sinne des Erfinders. Das Doppelrad steht nun zwangsläufig über den Wellenbund der Abtriebswelle über.
Gang 2 und 3 laufen wieder einwandfrei.
Im 4. Gang lief das Getriebe nun wieder sehr schwer. Hab ne Weile gebraucht um rauszu bekommen woran es liegt.
Die Schaltklaue drückt das Schieberad gegen das Vorgelegerad (Pos.36) und versucht es nach vorn zu drücken.
Die Rastklinke an der Kurvenscheibe steht in diesem Zustand auch nur auf ca. 3/4 der Endposition.
Ich hab alles nocheinmal zerlegt und nur den Schaltmechanismus und die Abtreibswelle mit dem Fest,-Los,-und Schieberad montiert.
In diesem Zustand konnte ich auch den 4. Gang bis zum einrasten der Kurvenscheibe durchschalten, was aber zur Folge hatte das sich die beiden Klauen der Schaltgabel in der Nut regelrecht verkeilen und das Schieberad blockieren.
Ich vermute den Fehler bei der Schaltgabel, wie dieses Getriebe so mal gelaufen sein soll ist mir schleierhaft.
Vieleicht hat einer der Getriebespezialisten einen Rat, ein Referenzobjekt hab ich leider nicht um vergleichen zu können.
Schaltklaue verbogen?
- mopedprinz
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Re: Schaltklaue verbogen?
Hallo,
das Problem kenne ich. Die rechte Schaltgabel ist öfters mal verbogen, da einige Fahrer dazu neigen, wenn im Stand der 1. Gang nicht gleich reingeht, sich mit vollen Körpereinsatz auf den Schalthebel stellen, anstatt zu versuchen durch etwas vor und zurück rollen eine bessere Position der Getrieberäder zu erreichen, so daß diese besser einrasten können. Was in diesem Fall mit der Schaltgabel passiert, kann sich jeder denken...
Solche Schaltgabeln müssen dann gerichtet werden. Aber immer aufpassen, das dies gleichmäßig geschieht und die Gabel nicht verdeht wird...
Ich habe mir dafür eine Vorrichtung gebaut. Trotzdem gibt es dafür kein Richtmaß, da diese individuell an das jeweilige Getriebe angepasst werden muß.
Gruß Renè
das Problem kenne ich. Die rechte Schaltgabel ist öfters mal verbogen, da einige Fahrer dazu neigen, wenn im Stand der 1. Gang nicht gleich reingeht, sich mit vollen Körpereinsatz auf den Schalthebel stellen, anstatt zu versuchen durch etwas vor und zurück rollen eine bessere Position der Getrieberäder zu erreichen, so daß diese besser einrasten können. Was in diesem Fall mit der Schaltgabel passiert, kann sich jeder denken...
Solche Schaltgabeln müssen dann gerichtet werden. Aber immer aufpassen, das dies gleichmäßig geschieht und die Gabel nicht verdeht wird...
Ich habe mir dafür eine Vorrichtung gebaut. Trotzdem gibt es dafür kein Richtmaß, da diese individuell an das jeweilige Getriebe angepasst werden muß.
Gruß Renè
-
adama
Re: Schaltklaue verbogen?
Hallo und guten Abend,
danke für die schnelle und vor allem hilfreiche Antwort.
Ich hatte vermutet das die Schaltgabel verzogen ist, konnte mir nur nicht recht vorstellen das wer so mit seinem Getriebe umgeht. Ich hatte da eher einen abruppt blockierenden Kardan in Verdacht.
Ich hab die Gabel mal näher untersucht und konnte an den Gabeln selbst keine ungewöhnliche Deformierung finden.
Wenn sich was verbiegt dann doch eigendlich an der schwächsten Stelle, aber die Gabel selbst schien mir doch zu stabil.
Ich hab mir dann die andere Seite angesehen. Der schwächste Punkt ist die Verjüngung unterhalb des Zapfens der in den Winkelhebel greift. Mit einer Reißnadel hab ich mir dann eine dünne Linie von der Spitze des Zapfens auf die gegenüberliegende Seite der Lagerbohrung gezogen. Dabei war eindeutig zu sehen das das Ganze ca. 1,5mm aussermittig war.
Nach vorsichtigem Richten und mehrmaligen Ein- und Wiederausbau hab ich mich an das richtige Maß rangetastet.
Nun hab ich alles wieder zusammen, das Getriebe läuft und schaltet wieder einwandfrei.
Vielen Dank und immer genug Sprit im Tank
Gruss Tommy
danke für die schnelle und vor allem hilfreiche Antwort.
Ich hatte vermutet das die Schaltgabel verzogen ist, konnte mir nur nicht recht vorstellen das wer so mit seinem Getriebe umgeht. Ich hatte da eher einen abruppt blockierenden Kardan in Verdacht.
Ich hab die Gabel mal näher untersucht und konnte an den Gabeln selbst keine ungewöhnliche Deformierung finden.
Wenn sich was verbiegt dann doch eigendlich an der schwächsten Stelle, aber die Gabel selbst schien mir doch zu stabil.
Ich hab mir dann die andere Seite angesehen. Der schwächste Punkt ist die Verjüngung unterhalb des Zapfens der in den Winkelhebel greift. Mit einer Reißnadel hab ich mir dann eine dünne Linie von der Spitze des Zapfens auf die gegenüberliegende Seite der Lagerbohrung gezogen. Dabei war eindeutig zu sehen das das Ganze ca. 1,5mm aussermittig war.
Nach vorsichtigem Richten und mehrmaligen Ein- und Wiederausbau hab ich mich an das richtige Maß rangetastet.
Nun hab ich alles wieder zusammen, das Getriebe läuft und schaltet wieder einwandfrei.
Vielen Dank und immer genug Sprit im Tank
Gruss Tommy
Re: Schaltklaue verbogen?
Hallo Tommy,
warum hast Du`ne Frage an die Getriebespezialisten - bist doch selbst einer.
Grüße von Andreas1
warum hast Du`ne Frage an die Getriebespezialisten - bist doch selbst einer.
Grüße von Andreas1
-
adama
Re: Schaltklaue verbogen?
Andreas1 hat geschrieben:Hallo Tommy,
warum hast Du`ne Frage an die Getriebespezialisten - bist doch selbst einer.![]()
Grüße von Andreas1
Nee nee, ganz ehrlich, das war mein erstes AWO-Getriebe das ich aufgemacht hab.
Ich hab mir warscheinlich angewöhnt den Ursachen auf den Grund zu gehen (Berufsfeld Industriekundendienst).
Bevor ich das große Fragen anfang versuch ich erstmal eigene Montagefehler auszuschliessen.
Dieses Getriebe hab ich bestimmt 10mal zerlegt und wieder zsammengesetzt.
Trotzdem Danke für´s Lob
Gruß Tommy

