typische schwachstellen der original vergaser

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plessloui
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von plessloui »

Hallo Markus!
Der Dieter Heyne setzt bei den Sport Vergasern einen neuen Flansch ein, sieht echt klasse aus und stand auch hier irgendwo schon mal zur Debatte, sogar mit Bild. Ob er das wohl auch bei dem Touren Vergaser macht???
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Deleted User 71

Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von Deleted User 71 »

plessloui hat geschrieben:... Ob er das wohl auch bei dem Touren Vergaser macht???
...Ja, das tut er :D .
und Flansch wird bei ihm auch akkurat repariert, zumind. wenn unplan
KTMracer87
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von KTMracer87 »

Danke für die Info. Da werd ich mich ma an den guten Mann wenden.
Lieber ein Motorrad mit Macken, als eins ohne Charakter.
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knallkraftmaschine
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von knallkraftmaschine »

Hallo zusammen,

ich krame dieses alte Thama nochmal hoch um meine eigenen Erfahrungen mit euch zu teilen.

Habe aktuell auch mit dem typischen Riss am Flansch (N22-2 Vergaser) zu kämpfen...
Bisher ist alles noch dicht und der Riss ist erst in der Entstehung.
Flansch und Fläche am Zylinderkopf sind absolut plan bearbeitet und auch nur dünne Dichtungen vor und hinter der Resitex-Isolierung verbaut und das ganze war auch immer nur ganz sachte, handfest montiert...
Trotzdem nun der beginnende Riss, welchen ich natürlich möglichst stoppen möchte, bevor er sich weiter ausbreitet!

Der Geschäftsführer von DSI Lasertechnik war so nett und hat kostenlos einen Versuch gestartet das ganze per Laser zu schweißen. Leider ebenfalls erfolglos.

Habe mir daraufhin spezielles, niedrig schmelzendes TMP Reibelot 260 besorgt und an einem anderen, nicht mehr verwendbaren Gehäuseteil einen Versuch gestartet.

Prinzipiell funktioniert das ganze relativ gut und das Lot verbindet sich auch sauber mit dem Grundwerkstoff und es lässt sich danach auch alles bündig so einebnen und Feilen, dass man die Lötstelle wirklich nur noch erahnen kann.
Auch unter der Lupe sind keine Poren zu erkennen! Also eigentlich gutes Zeug!

ABER:
Damit das Lot sauber beginnt zu fließen und man es mit einer Klinge in den Grundwerkstoff einreiben kann muss dieser so stark erhitzt werden, dass dieser selbst bereits beginnt weich und stellenweise teigig zu werden...
Mit einem einfachen kleinen Lötbrenner ist es mir nicht gelungen genügend Temperatur aufzubauen; mit einem größeren Gasbrenner war es dann leider stellenweise aber auch schnell zu viel...
Wenn man es also schaffen würde, die Temperatur des Grundwerkstoff wirklich ganz exakt zu halten, dann könnte es evtl. funktionieren!

Mit meinen zur Verfügung stehenden Brennern ist mir das Risiko, den ansonsten super laufenden Vergaser dabei mehr zu schädigen, als zu reparieren aber einfach zu hoch!

MfG
Martin
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knallkraftmaschine
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von knallkraftmaschine »

So... nochmal ich:

Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen und ich habe an meinem "Übungsteil" jetzt noch weitere zwei Stunden immer wieder Kerben rein gefeilt und wieder aufgefüllt und verschliffen.
Mittlerweile habe ich mir eine gewisse Technik erarbeitet, mit der es recht zuverlässig und gut klappt! ;;;;;;;

Ich übe allerdings bisher nur an einem defekten Schiebereinsatz für Flachschieber aus einem Vergaser Typ N22-2.
Nun weiß ich aber eben nicht, ob das auch wirklich die gleiche Legierung wie das Gehäuse ist und traue mich bisher noch nicht an einen "Hotshot" am echten Gehäuse ran...
Deswegen die Frage:
Besitzt jemand ein defektes Gehäuse des N22-2 oder Fragmente davon, welche er mir für weitere Versuche gegen Unkosten überlassen könnte?!

MfG
Martin
Kulbel

Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von Kulbel »

Keine Ahnung !
Ich würde einfach so einige bunte Papierscheine in die Hand nehmen und mir einen Vergaser bei D.H. kaufen .
Ob die Legierung immer die gleiche Norm erfüllt wage ich bei der damaligen Auslastung zu bezweifeln .
Gruß Alf :mrgreen:
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knallkraftmaschine
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von knallkraftmaschine »

Kulbel hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 09:31 Ich würde einfach so einige bunte Papierscheine in die Hand nehmen und mir einen Vergaser bei D.H. kaufen
Sehr hilfreich... Danke! :::::n
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von AWO Scheune »

Der Dieter, lässt sie auch Laser Schweißen
AWO-T Bj54, AWO-T Bj 52, AWO-S Bj 61, AWO-S Bj 59, S50 Bj75,S50 Bj 78, Schwalbe, Zündapp DB 234 Norma Luxus Bj55, IFA-RT 125 Bj 55
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knallkraftmaschine
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Re: typische schwachstellen der original vergaser

Beitrag von knallkraftmaschine »

Servus zusammen,

es mag sein, dass es an manchen Gehäusen geht mit dem Laserschweißen.
Ich habe es jedoch bei zwei (wirklich ansonsten sehr fähigen) Firmen versuchen lassen und beide mussten passen mit exakt dem gleichen Resultat.
Beide sagten, dass wohl der Bleigehalt zu hoch sei und dieses beim Aufschmelzen Kügelchen bildet.

Also habe ich nun doch einen Versuch gewagt am echten Gehäuse mit dem Reibelot!

So sah der Riss aus.
Bild

Habe diesen dann relativ großzügig ausgeschliffen und gebürstet.
Bild

Und dann ebenso großzügig wieder mit dem TMP 260 Lot aufgefüllt!
Bild

Und bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebniss. ;;;;;;;

Zur Vorgehensweise sei folgendes gesagt:

- unbedingt alles gründlichst entfetten und direkt vor Beginn alles frisch anschleifen! Auch den Lötdraht mit Schleifleinen abziehen und reinigen!
- auch wenn dem Set ein Fläschchen Flussmittel beiliegt; geht es ohne deutlich besser, dass eine Bindung entsteht.
- Nicht wie man es sonst beim Löten gewohnt ist, den Draht am Werkstück abschmelzen lassen, sondern direkt nach einer gewissen Vorwärmezeit ein kleines Stück Draht in die Kerbe legen und das Grundmaterial nun GAAANZ vorsichtig und gleichmäßig weiter erwärmen und während dessen immer wieder mit einer ebenfalls erwärmten, scharfen Klinge in der Kerbe rumkrazen, bis überall eine Bindung entsteht.
- dann, wenn alles noch flüssig ist das ganze Lot abwischen, da es nun ziemlich sicher teils verbrannt und verdreckt sein wird
- soweit abkühlen lassen, dass man wieder leicht drüberbürsten und überschleifen kann um alles wieder sauber zu machen
- dann alles wieder GAAANZ langsam heiß machen und nun kann man den Draht direkt am Werkstück abschmelzen lassen und es kommt direkt zu einer Bindung und man kann ordentlich Material aufbauen und mit etwas Geschick die Temperatur genau so halten, dass man das Lot gut "modellieren" kann.

Ich möchte allerdings nicht verschweigen, dass auf der Planseite des Flansches wohl ein paar mal ganz kurz die Flamme zu lange stand und das Grundmaterial dort ganz kleine Blasen geworfen hat.
Und auch etwas Verzug ist in den Flansch gekommen, so dass ca. 0,25mm überdreht werden musste!

Also ganz ungefährlich ist die Sache nicht... An dünnerem Material, wie z.B. der Schieberbohrung oder der Überwurfmutter würde ich das keinesfalls versuchen!

Nun bleibt also noch abzuwarten, ob es auch wirklich (lange) hält...

Viele Grüße
Martin
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