Einbereichsöl Ja oder Nein

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Edeltuning
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Re: Motorenöl

Beitrag von Edeltuning »

Warum sollte deiner Meinung nach das Ölthema geschlossen werden ?
Kaum einer versteht die Zusammenhänge und täglich kommen neue Erkenntnisse dazu,ebenso neue und junge Motorradfreunde.
...und die älteren könnten auch eine Auffrischung ihrer verkorkten Vorstellungen von annu dazumal gebrauchen.Bestes Beispiel von "krachbumm425" ,s.o.
Der Artikel von "Oldtimer-Markt 1/2004" klingt erstmal oberflächlich betrachtet etwas einleuchtend,
bei näherer Betrachtung dieser Problematik ergeben sich aber andere Aspekte.Theorie und Praxis ist meist auch noch nicht das gleiche.Wie ich schon mal sagte:
Die ÖLschlammbildung entsteht während des Betriebszustandes ,dabei kann sich kein Schlamm absetzen und wird mit dem unlegierten Öl-ohne Zusatz von Verschleißminderern durch die Lager gepumpt.
Sollte es da nicht besser sein,ein modernes Verschleißschützendes Öl zu verwenden ?
Und warum sollte kein Mehrbereichsöl verwendet werden,welches sich viel besser den gegebenen Temperaturverhältnissen anpasst ? Ein Wechsel nach 1000 Km wird sicherlich bei einem Literpreis von 3€ keinem schaden anrichten.
Der Schlamm in der Ölwanne von Gestern,interessiert nicht mehr,falls sich überhaupt über Nacht was absetzt,wenn täglich gefahren wird.Kann ja mal einer sein Drecköl in eine Flasche füllen, am Fensterbrett abstellen und auf den jüngsten Tag warten,bis sich irgendwas abgesetzt hat.
Der Zusatz von MoS² ist natürlich sehr zu empfehlen (ohne Schleuderblech) aber warum nicht gleich ein 20W50 Motorradöl ?
Früher wurde die Radekarrenwelle mit Rindertalg oder gar nicht geschmiert,muß man das heute auch noch so tun,obwohl mann könnte ja... :?: :lol:
Wer hat Gegenargumente :idea: :?:
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
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stöffchen

Re: Motorenöl

Beitrag von stöffchen »

Für Kardan Hypoid-Getriebeöl.
Warum? Beim AWO Kardan schneiden die Achsmittellinien von Tellerad und Ritzel einander und somit handelt es sich nicht um eine Hypoidgetriebe.

Stefan
stöffchen

Re: Motorenöl

Beitrag von stöffchen »

Hallo,
Dadurch das die AWO nur einen Nebenstromfilter vor der Ölpumpe hat wird immer nur eine Teilmenge des Öl's gepumpt und gefiltert
falls Du das Sieb meinst, so wäre es ein Hauptstromfilter.
Für Getriebe und Kardan natürlich Getriebeöl für Hypoidgetriebe.
[/quote]

Auch hier die Frage nach dem Warum? Im Schaltgetriebe gibt es ebenfalls keine Hypoidverzahnungen.

Stefan
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Edeltuning
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Re: Motorenöl

Beitrag von Edeltuning »

Das kann man nun auch wieder aus zwei Blickwinkeln betrachten.
Einerseits könnte so ein unlegiertes Ölgeplärre die rauen Oberflächen eines neu gemachten Motors schneller
glätten und die Einfahrzeit verkürzen,weil es eben den Verschleiß nicht bremst,andererseits wenn die Einbautoleranzen nicht genau stimmen (Ausdehnungskoeffizienten anderer Legierungen u.s.w.),könnte es eine sofortige Zerstörung zur Folge haben,wenn der Ölfilm durch das minderwertige Öl zerreißt.
Deshalb benutze ich,gerade auch zum einfahren,den Mathy Zusatz mit unzerreißbarem Ölfilm,ebenso im Getriebe und Kardan,wo enorme Scherkräfte das Öl belasten.
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Re: Motorenöl

Beitrag von Edeltuning »

Man müßte sich doch mal fragen,was ist an einem Öl für Hypoidverzahnungen anders und oder warum sollte es nicht für anders gezahnte Getriebe Verwendung finden :?:
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Re: Motorenöl

Beitrag von Edeltuning »

Siehste,und das ist der Krebsschaden (selig im Himmel) ,keiner macht sich Gedanken und glaubt...
an die Ammenmärchen und Wunder wirkender Phosphorsäure in der Cola oder Würfelzucker im Tank. :o :lol:
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Re: Motorenöl

Beitrag von Roadrunner »

Edeltuning hat geschrieben:Wie ich schon mal sagte:
Die ÖLschlammbildung entsteht während des Betriebszustandes ,dabei kann sich kein Schlamm absetzen und wird mit dem unlegierten Öl-ohne Zusatz von Verschleißminderern durch die Lager gepumpt.
Unrichtig : Ölschlamm entsteht nicht wärend des " Betriebszustandes ". Ölschlamm ist ein Gemisch von Verunreinigungen welche wärend des Betriebs des Motors entstehen und sich im Ruhezustand am Boden der Ölwanne als Schlamm abgesetzt haben. Wenn der Ölschlamm durch die Lager gepumpt würde , hielte der Motor nur Minuten.
Richtig : Verunreinigungen die bei gerade laufendem Motor entstehen werden durch die Lager gepumpt. Erst nach längerer Ruhephase ( z.B. über Nacht ) setzen sich diese am Ölwannenboden ab.

Edeltuning hat geschrieben:Sollte es da nicht besser sein,ein modernes Verschleißschützendes Öl zu verwenden ?
Natürlich , solange es Öl ist, welches keine Reinigungsadditive enthält, welche alle Verunreinigungen in der Schwebe hält !
Edeltuning hat geschrieben:Und warum sollte kein Mehrbereichsöl verwendet werden,welches sich viel besser den gegebenen Temperaturverhältnissen anpasst ? Ein Wechsel nach 1000 Km wird sicherlich bei einem Literpreis von 3€ keinem schaden anrichten.
Modernes Mehrbereichsöl enthält Additive welche Verunreinigungen in der Schwebe hält , damit diese sich nicht im Motor festsetzen und durch einen Ölfilter ausgefiltert werden können.
Das führt bei Motoren ohne Ölfilter dazu , dass wirklich aller Dreck durch die Schmierstellen gepumpt wird.
Bei gelaufenen Motoren die bisher mit Schlammbildenden Öl betrieben wurden , löst sich zudem der Ölschlamm auf und wird schön als Schmirgel durch die Schmierstellen gefördert.

Bei neu aufgebauten Motoren ,welche auch innen sauber sind ,wird bei regelmäßigem Ölwechsel in kurzen Intervallen auch modernes Mehrbereichsöl funktionieren.
Edeltuning hat geschrieben:Der Schlamm in der Ölwanne von Gestern,interessiert nicht mehr,falls sich überhaupt über Nacht was absetzt,wenn täglich gefahren wird.Kann ja mal einer sein Drecköl in eine Flasche füllen, am Fensterbrett abstellen und auf den jüngsten Tag warten,bis sich irgendwas abgesetzt hat.
siehe oben !

Es braucht keiner Öl von 1950 oder früher in sein Motorrad füllen . Moderne "unlegierte" Oldtimeröle haben nicht mehr viel mit den alten Ölen gemein die derzeit verwendet wurden.

Aber das Thema wurde wirklich schon zigmal durchgekaut und es gibt nach wie vor bei 10 Leuten 6 Meinungen .

Von den 6 sind warscheinlich 3 Richtig , Eine richtet keinen Schaden an , Eine ist völlig Falsch und die Letzte ist gefährliches Halbwissen !

Ralf
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.
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Edeltuning
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Re: Motorenöl

Beitrag von Edeltuning »

10-11-13 !

10 Leute-11 Meinungen-13 davon falsch.

Einiges wurde wieder falsch verstanden oder interpretiert,der Rest vermutet-geglaubt und nachgesprochen.

Nicht immer alles zur gleichen Zeit und Zustand ist auch anwendbar und alle Einzelheiten sind hier nicht in 3 Worten zu übermitteln,was nichtmal ein 3 jähriger Lehrberuf bei manchen schafft.

((nicht daß sich jemand angesprochen fühlt ! Nur so allgemein gemeint. ))
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stöffchen

Re: Motorenöl

Beitrag von stöffchen »

Hallo,

in Hypoidgetrieben treten gegenüber "konventionellen" Getrieben höhere Zahnflankendrücke und auch mehr Reibung auf. Somit sind sehr druckfeste Öle mit reibungsmindernden Zusätzen erforderlich.
Damit sind sie für einen AWO- Kardan oder das Wechselgetriebe deutlich überqualifiziert.


Stefan
awo-junkie

Re: Motorenöl

Beitrag von awo-junkie »

Edeltuning hat sich möglicherweise am meisten mit der Materie beschäftigt,
während sehr viele Mitglieder einfach nur brav das wiederkäuen, was irgendwelche Autoren im Oldimist schreiben.

Wenn ich kein Ölfilter habe, muss ich eben öfter wechseln. Ich nehme mild legiertes 20W50
für unter 12€ den 5L Kanister (mit Rabatt). Das wechsle ich spätestens nach 1500Km.

Was kann man da noch groß falsch machen?

Ach so, die geschredderten Polymere :D
Son Mist steht überall, dann müßte ja nach 100Km nur noch dünnflüssiges Öl im Motor sein :lol: .
Kuckt mal, wie groß so ein Polymer-Molekül ist oder wie lang eine Kette.

Das ist sowas von blöd, das möchte ich wirklich nicht kommentieren.
Zuletzt geändert von awo-junkie am Mo 8. Mär 2010, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
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