ich habe mich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken getragen auch mal einen Reisebericht für das Forum zu verfassen. Heute ist es nun soweit
Ein Ziel war schnell gefunden, berühmter Name, ansprechende Route und steht schon seit einiger Zeit auf meiner To-Do-Liste: Rom!
Auch wenn meine sonstigen Reisebegleitungen lieber bei den Großeltern bleiben wollten, dachte ich an Berndes Satz "Einfach mal losfahren!" (oder so ähnlich) und packte meine Siebensachen. Ein Pulli, falls es doch noch frisch wird unterwegs und ne Flasche Wasser mussten reichen. Der Rest findet sich dann schon unterwegs. Noch schnell geschaut ob der Reifendruck stimmt, der "Notfallkoffer" mit dem wichtigsten Werkzeug und Ersatzteilen an Bord ist und los gings.

Der erste Teil der Reise geht ja noch über bekannte Straßen, aber auch hier bot sich die Gelegenheit noch schnell ein Foto zu schießen (Manderscheider Burgen).

Zügig ging es weiter, über kurvige Eifelstraßen und Wälder, denen man ansah, dass der Sommer ihnen nicht gut getan hatte. Die vom Wind herumgewirbelten vertrockneten Blätter schienen eher auf Herbst als auf Spätsommer hinzuweisen. Und auch die Straßen einiger Ortschaften unterwegs, machten den Eindruck, als ob es nicht mittlerweile mal Zeit wäre für den "Aufbau West".
Aber das machte der "Alten Dame" alles nichts aus; der Motor schnurrte wie eine Eins und nahm im Rahmen seiner Möglichkeiten jede Steigung ohne zu mucken.
Unterwegs hatte man dann einen schönen Ausblick auf den Mosenberg, in dessen Schatten der Windsborner Kratersee liegt, der einige echte Bergkratersee der ganzjährig mit Wasser gefüllt ist, nördlich der Alpen.

Und am Ende einer Straße, die so schnurgrade angelegt war, als ob ihr Fundament tatsächlich von den Römern gebaut worden war...

...lag dann das Ziel meiner Reise: Rom.

Eine verschlafene Ansammlung von ein paar Häusern und Stallungen, die mit ziemlicher Sicherheit mehr Schafen und Kühen, als Menschen eine Heimstatt bieten. Trevibrunnen, Petersdom, Engelsburg und Kolosseum sucht man hier leider vergeblich... aber der Weg ist ja das Ziel
Also kurz noch einen Schluck aus der Wasserflasche genommen, den Schock überwunden, als mein Gefährt nicht nach dem zweiten, sondern erst nach dem sechsten Mal kicken ansprang und wieder auf den Weg nach Hause gemacht.
Unterwegs noch am "Wallenden Born", einem Kaltwasser-Geysir, vorbeigeschaut und knappe 40 Minuten stand die "Alte Dame" wieder in der Garage.
Ein wunderschöner Ausflug, bei tollem Wetter fand bei Kuchen und Tee am heimischen Tisch sein Ende.
Viele Grüße aus der Eifel
Will
P.S: Einen Abstecher zu meiner Chefin Frau Brenner habe ich dann doch nicht gemacht, denn Erstens hätte sie sicherlich was dagegen gehabt, wenn ich ihren Gatten überfahren hätte ("über den Brenner gefahren") und Zweitens, wer will schon nur wegen seines Nachnamens besucht werden?
P.P.S: Für alle die jetzt den unbändigen Drang haben sich hochgenommen zu fühlen: Lasst es! Versteht den Text lieber als eine Verbeugung vor denjenigen hier im Forum, die die wirklich weiten Strecken fahren, von jemandem der gerne auch die Schönheit seiner Heimat im Schatten seines eigenen "Kirchturms" genießt.

