wie jedes Jahr ging es auch die Himmelfahrtswoche 2025 mit Freunden nach Schweden. Vor 3 Jahren hatte ich mir ein etwas kräftigeres Gespann (MZ 500 R) zugelegt, da mein Sport AWO-Gespann mit vollbepackten Beiwagen, meinen 130 Kilo Lebendgewicht und Soloübersetzung trotz 300er Motor bei Gegenwind und Bergauf etwas überfordert war.
An der MZ war sowieso einiges zu machen, also habe ich im März nach drei Jahren mein AWO-Gespann aus der Ecke gekramt und entstaubt. Vergaser gereinigt, Ölwechsel und TÜV gemacht, umgemeldet und dann als Reserve wieder abgestellt, falls ich mit der MZ nicht rechtzeitig fertig werde.


Im letzten Jahr hatte sich bei meiner Rotax, kurz vor der Schwedentour, der Anlasserfreilauf verabschiedet und bei der Hinfahrt ist auch noch ein Krümmer abgerissen und musste geschweißt werden. Glücklicherweise ist ja noch ein Kicker dran, aber es ist schon mühseelig sie damit zum Leben zu erwecken. Nach dem Wechsel des Anlasserfreilaufs, bekam sie auch noch eine neue selbstgebaute Doppelport Auspuffanlage aus Edelstahl spendiert. Interessanterweise hat der TÜVer zwar die Auspuffanlage als neu bemerkt aber nix weiter dazu gesagt.


Da mein Freund Fränky diese Jahr der Einzige gewesen wäre, der mit der AWO gefahren wär, hatte er mir das Versprechen abgerungen, diese Jahr wieder mit der AWO mitzufahren. Gesagt - getan. Bei der ersten 60 km Etappe von Spreenhagen nach Biesenthal am Sonntagabend bei strömenden Regen tauchte auf halben Wege in Strausberg ein Kupplungsproblem auf. Wir wollten am Montag gegen Mittag nach Rostock zu Fähre fahren, die 22:30 Uhr ablegen sollte.

Nach einer durchgrübelten Nacht habe ich morgens um Halb 9 mal nachgesehen was es mit der Kupplung auf sich hat.


Siehe da...der Übeltäter war gefunden! Soviel zum Thema regenerierte Kupplungsscheibe!
Um 11 war Dank einer spendierten guten gebrauchten alles wieder zusammen gebaut.
Auf dem Weg nach Rostock war der nächste Halt in Neustrelitz geplant, wo ein Mitfahrer dazu stoßen sollte.
Ich hatte zu Hause eine noch rumliegende und für gut befundene Kerze eingeschraubt ohne nach dem Wärmewert zu schauen. Damit wurde die AWO aber offensichtlich zu heiß und schien auch einmal leicht geklemmt zu haben. Nach anderer Kerze war alles wieder normal.
Nach kurzer Rast in Neustrelitz ging es in Richtung Waren. Da Regen aufzog, wurde schnell die Regenpellerine angezogen und als ich starten wollte, habe ich festgestellt das Mein Scheinwerfer etwas tiefer hing als sonst.
Scheiße! Beide Lampendreiecke abgebrochen! Mit GummiGurt alles fixiert und weiter ging es!


In Rostock angekommen schnell noch Getränke eingekauft... dann das nächste Problem! Die AWO ist inkontinent!


Öl hatte ich noch mit.... also rauf auf die Fähre.....Sie lief ja nach wie vor zuverlässig und zum umdrehen war es eh zu spät.

Wir sind trotz alledem gut angekommen, wenn es nur etwas weniger geregnet hätte!


In Schweden haben wir bei einem Freund aus Sachsen, der dort lebt, die Lampendreiecke notdürftig repariert.



Zuganker nachgezogen, aber die Ölerei hörte nicht auf!

Naja ...egal wird schon irgenwie gehen...einfach ab und zu mal Öl nachkippen!
Auf der Rückfahrt gab es, (wenigstens bei mir!) keine nennenswerten Ausfälle mehr...

Fazit! Nach ca. 1500 Kilometern! Meine AWO hat mir zwar übelgenommen, dass ich sie 3 Jahre nicht mehr bewegt habe, aber sie hat mich nicht im Stich gelassen!.....


