Tag 2 - Auf an die Ostsee!
Wenn man schon so weit nach Norden reist, dann muss man auch ans Meer fahren. So haben wir uns jedenfalls den zweiten Tag unserer Sommertour vorgestellt. Geplant waren diesmal ca. 220 km inklusive einiger interessanter Ausflugziele. Das bedeutete natürlich, dass wir halbwegs zeitig aufstehen mussten. Frühstück gab es stilecht im Lokschuppen. Mit stilecht meine ich, dass man in unmittelbarer Nähe zu alten Lokomotiven und allerlei anderen Ausstellungstücken aus vergangener Zeit sitzt und seinen Kaffee schlürft. Es riecht sogar ein wenig nach „Eisenbahn“.
Mit Brötchen und Kaffee gestärkt konnte wir uns auf den Weg nach Usedom machen. Auf direktem Wege wäre die Anreise zur Insel Usedom erheblich kürzer gewesen, aber wir wollten ja Kilometer machen. Also führte uns das Navi erstmal westwärts nach Strasburg (Uckermark), Holzendorf und dann weiter nach Friedland.
Nach einer kleinen Kaffeepause ging es weiter nach Anklam und von dort auf die Insel Usedom. Unser erstes großes Ziel war das DDR-Museum -Dargen / Usedom.
Ich müsste hier dutzende Bilder einstellen, um annähernd das zeigen zu können, was sich an Schätzen in den Hallen des Museums befindet. Man sollte deshalb einige Stunden für den Besuch einplanen, da die Sammlung sehr umfangreich ist. Fazit: echt beeindruckend und damit eine echte Reiseempfehlung!
Von Dargen fuhren wir weiter nach Heringsdorf. Schließlich wollten wir auch noch das Meer sehen. Das war an diesem Tag allerdings keine so gute Idee. Nicht nur wir wollten ans Meer, sondern viele tausend andere Leute auch. Es wurde also richtig voll auf den Straßen. Weil das nicht schon genug war, wurden die Hauptstraßen zu diesem Zeitpunkt instandgesetzt, sodass sich eine Baustelle an die andere reihte. So richtig enttäuschend war aber die Erkenntnis, dass wir mit unseren Motorrädern nicht an den Strand fahren durften. Wer zum Teufel denkt sich nur solche Verbote aus?
Wenigstens gab es für jeden von uns ein Fischbrötchen. Dann ging es wieder durch einige Staus zurück nach Pasewalk. Diesmal auf dem direkten Weg, weil wir schon wieder spät dran waren. Während unserer allabendlichen Einkaufstour in einem Pasewalker Supermarkt wurden wir von einheimischen Jugendlichen auf dem Parkplatz angesprochen. Die wollten doch glatt wissen, wo wir herkommen und wohin wir wollen. Wo wir herkommen, dass erschien ihnen noch plausibel. Aber die Erklärung, dass wir Pasewalk als unser Wunschziel ausgesucht hatten, das konnten und wollten sie nicht glauben. Völlig irritiert und kopfschüttelnd zogen sie von dannen. Der zweite Abend begann und endete wie der Abend davor … mit Steaks, Würstchen, Bier und alten Geschichten.
