Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Hallo zusammen,
nachdem ich meine AWO Touren jetzt fast fertig habe, ist bei der ersten Probefahrt aufgefallen das sie doch recht schlecht bremst! Ich habe die orginalen Bremsbelege eingebaut, weil sie eigentlich noch ganz gut aussahen. Allerdings musste ich schon fast bis zum Ende nachstellen! Kann ggf. jemand sagen, wie dick die Bremsbeläge seinen sollten? Ist es ggf. ratsam neue zu kaufen (z.B. günstig bei ostrad) oder besser irgenwo einschicken und neu belegen lassen?
Grüße Steffen
Ich Stelle mir immer wieder die Frage, Mann überholt ein Fahrzeug für sehr viel Geld und spart an sicherheitsrelevanten Teilen?
Zu deiner Aussage mit dem bus fast zum Ende nachstellen, das hängt immer von verschiedenen Faktoren ab,
-Verschleiß der Bremstrommel
-Verschleiß der Bremsbacken
-Verschleiß des Nocken
-Verschleiß der Kontaktfläche der Bremsbacke zum Nocken
-Funktionslänge des Neuen Bowdenzug zu lang
Schlechtes Bremsen kommt manchmal nach dem neu Einspeichen auch von unrunden Trommeln
Ist alles komplett richtig, was in der vorherigen Antwort von AWO_Scheune steht.
Ich kann trotzdem nur jedem empfehlen, der sich selbst nie intensiv mit diesen Bremsen beschäftigt hat, das Buch von Carl Hertweck "Besser machen", zu lesen. Eben weil auch der Beitrag, über die "Ochsenbremsen" sehr gut ist.
So gut, wie das ganze Buch. Heute kann man das als "Re-Print", vom Motorbuch Verlag kaufen. ... die ISBN findest Du im Internet, oder hier im Forum, weil das Buch schon vielfach empfohlen wurde.
Ich hole hier soweit aus, weil ich meine, Du hast Dich mit dem Thema noch nicht wirklich beschäftigt.
Du schreibst "Allerdings musste ich schon fast bis zum Ende nachstellen!"
-> Hey, damit lenkst Du den Nocken aus. Ab > 30% wird das aber kritisch, weil er sich dann nicht mehr unbedingt leicht von allein zurück stellt! D.h. Du kommst in den kritischen Bereich, wo sich der Nocken verklemmen kann!
Wer an der Bremse schraubt, sollte schon wissen was er tut.
Dir helfen neben etwas mehr Wissen, Übermaßbacken, oder Beilagen, zwischen Nocken und Bremsbacken, denn Du musst den Verschleiß kompensieren. ... wie oben beschrieben.
Aber eben richtig! Mit vollständig tragenden - sauberen und fettfreien - Backen, auf einer runden Bremstrommel, mit unter 30% ausgelenktem Nocken.
Die Optimierungsmöglichkeiten beschreibt Hertweck sehr gut...
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Originale Beläge sind bestimmt noch gut, na klar.... , Ne runter damit. Ok man kann es auch einfach machen. Neue Beläge in der RICHTIGEN Stärke kleben lassen, bei den bekannten Firmen, die das schon zu DDR Zeiten gemacht haben und dann schauen. Mal die Suche benutzen.
Es müssen nicht immer neue Beläge sein wenn die alten trocken , ausreichend stark und nicht verglast sind. Mangelndes Bremsverhalten kann ja auch andere Ursachen haben (wie schon beschrieben) und man muss seine Kohle ja nicht vor lauter Übervorsicht jemandem in den Rachen schmeissen.
Ich fahre seit Jahren mit altem Belagmaterial...
Einige Urvölker hatten die Gewohnheit, bei Pandemien ihre Anführer zu opfern, um die Götter zu besänftigen. In so schwierigen Zeiten sollte man wirklich nichts unversucht lassen.
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren
Die Grossen hören auf zu herrschen wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden. (H.Seehofer)
Meki hat geschrieben: Mo 3. Apr 2023, 19:53
Ich habe im Vorderrad wieder originale Bremsbacken drin. Die Bremsen richtig gut.
Klar, die alten "roten" waren schon zu DDR Zeiten die besten Beläge.
Aber es sind eben auch die mit Asbest. Mag jeder machen wie er möchte.
Fakt ist, Du hast Recht, die gehen wirklich gut.
Ich habe auch noch einen Satz, und nutze den zum Vergleichen.
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Hab meine Bremsbacken auch neu belegen lassen. Die Originalen sahen noch gut aus, schienen nicht verglast zu sein, trotzdem war die Bremswirkung alles andere als gut. Mit den neuen Belägen jetzt super!
Hatte bei RbS belegen lassen, aber weiß nicht ob die noch was machen. Qualität war, wie gesagt, super.
Zu Thema Belagstärke: Ich habe quasi (frag mich nicht wie, hab´s vergessen) ausgemessen, wieviel Belag drauf geht, dass die Backen noch geradeso reinpassen. Diese Info dann inkl. Ankerplatte hingeschickt, alles runddrehen lassen. Perfekt.
beste Grüße
Steffen, AWO Touren 1959
Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter!
Wir haben doch einen Sponsor, des Forums, der solche Dinge anbietet.
Warum fragst Du nicht mal Renè?
Ich schicke meine gesammelten "Werke", demnächst auch hin.
Warte nur noch, bis die nächsten 2 Sätze Backen soweit sind. Das wird aber nach der langen Ausfahrt, zum Ratscher soweit sein.
Ansonsten gibt`s doch wirklich viele Firmen, die neu belegen können.
Auch hier um die Ecke (Basel) habe ich das schon machen lassen. Kein Problem, gute Qualität, innerhalb einer Woche fertig und normale Preise...
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"