Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
habe gerade mal in die Werner Bibel geschaut und dort wird die KW mit samt dem Lager und Deckel ausgebaut also würde ich mal sagen, das der Einbau auf die gleiche Art funktioniert. Zuerst das Lager in den Deckel pressen, dann den Deckel mit samt dem Lager auf die KW aufpressen.
Danach alles wieder schön vorsichtig in den Motor einsetzen.
also ich mach erst das lager auf die kw, dann kommt der "deckel" schön warm gemacht drauf und dann alles zusammen ins gehäuse, bzw. ins hintere lager.
kann man sicher auch andersrum machen aber so hats bei mir immer geklappt.
fällt mir noch ein, dass das lager beim warmmachen (zusammen mit dem deckel) wieder rausfallen kann, da sich die alulegierung mehr ausdehnt als das lager. deshalb mach ichs immer wie beschrieben.
gruß
matthias
Moin Männers,
ein bisschen wundert es mich schon, wie ihr eure Kurbelwellen auf diese Weise reinbekommt ohne spätere Probleme zum Laufen bekommt.
Also ich würde das Hintere Lager einstzen in dem das Gehäuse vorher gut erwärmt wird, dann den Sicherungsring rein und abkühlen lassen. Bei Gehäusen mit aufgeschraubten Simmeringsgehäuse dieses natürlich vorher aufschrauben. Dann mit einer kurzen M8 Schraube mit dazugehöriger Mutter die Kurbelwangen gegenüber des Pleuels abstützen. (Das ist ein super Trick von Larry!) Also Schraube so einsetzen dass sie nicht von allein rausfällt. Nun den Lagerinnenring mit dem Brenner gut heißmachen und dann die Kurbelwelle einfädeln und mit einem kräftigen Schub bis zum Anschlag in das Lager drücken. Dann in das vordere Lagerschild das Lager ebenfalls mit Wärme einsetzen und abkühlen lassen. Das Lager darf nicht im kalten Zustand von alleine rausfallen. Dann wieder nur den Lager-Innenring gut heißmachen und dann das Lagerschild zügig in das erwärmte Motorgehäuse setzen und mit einem großen Kunststoff- oder Alurohr mittig bis zum Anschlag eindrücken, ggf auf das Rohr mit einem Gummihammer schlagen. Wenn dies nicht schnell genug geschieht, lauft Ihr Gefahr das sich die Kalten Teile erwärmen und die ganze Sache geht zu schwer. Das Kurbelwellenritzel das die Nockenwelle antreibt auch sehr heiß machen. Am besten Herdplatte nehmen! Carl Hertweck meint in seinem Buch "Motorräder besser machen": es muß "spuckeheiß" sein, muß also zischen wenn ihr draufspuckt. Dann wieder mit dem Rohr zügig bis zum Anschlag aufdrücken bzw. mit dem Gummihammer und kurzen kräftigen Schlägen.
Wenn sich alles abgekühlt hat dann schon mal Prüfen ob sich alles leicht dreht (Lager ein bischen einölen!)
Wenn dies der Fall Ist, dann Nockewellen-Ritzel aufschrumpfen und Entlüftungsschieber aufsetzen. Dichtungspapier mit Stauferfett einstreichen (Dann bekommt man den Motor besser wieder auseinander) Und Elektrikgehäuse aufsetzen. Vorher natürlich Elektrikgehäuse erwärmen, Lager einsetzen, abkühlen lassen, und Lagerinnenring wieder gut heißmachen. Habt Ihr alles zusammengeschraubt, könnt Ihr die Simmerringe einsetzen. Dann erst wird die M8 Schraube wieder entfernt!!! Jetzt noch einmal prüfen ob alles leicht läuft. Zu schwergängige Kugellager laufen definitiv nicht ein. Das Einzige was bei einem Motor einläuft sind die Kolbenringe im Zylinder! Wenn ein Motor zu schwer geht, lieber noch einmal auseinandernehmen und Ursachenforschung betreiben.
Man kann ohne AWO leben, es lohnt sich nur nicht! (frei nach Loriot)
So mach ichs auch, bausoldat, komm grad aus der Werkstatt und hab ne 75mm KW eingepflanzt, und die kann ich mit zwei Finger , (mit allen 3 Lagern schon bestückt) bei den Lagern sollte mann auch qualität und C3 Lager berücksichtigen, die Kurbelwellen die ich gestern dem Rico verbaut habe hatte (war net wegzubekommen, am Schwungradseitigen Lagersitz 0,04mm, hatt mit FAG C3 6027 lager trotzdem im kalten Zustand auch mit zwei Finger sich drhen lassen, und hab den Motor heute am Handy gehört, EINFACH GEIL ) jetzt drehen nur mit den unterschied das ich, wie ichs als Motorenschlosser gelernt habe, das ich die Lagerinnenringe mit passenden Kupferdornen die ich erwärme vorwärme. Und zum Kurbelwellenritzel, net zu warm machen die Dinger sind aus EC 80 oder EC 100 und einsatzgehärtet, bei Temp über 200 Grad geht die Härte dann verloren
bei mir hat das jetzt immer ohne Hammer nur mit heiß, klat funktioniert. Wozu allerdings die M8 Schraube sein soll ist mir unklar.
Nachdem in der Beschreibung von Bausoldat die auch nicht wieder entfernt worden ist lässt sich schwer nachvollziehen ob der Motor überhaupt laufen würde.... ;)
Vielleicht ist's ja auch nur zu früh für mich. Wann man das vordere Lagerschild aufsetzt dürfte keine Rolle spielen. Hauptsache es geht leicht und ohne klopperei.
Bitte den Text von mir aufmerksam lesen Matthias (zugerasta) und Bavaria Blue. Ich habe in keinem Satz erwähnt dass ich auf die Kurbelwelle schlage, sondern nur auf diverse Lagerdeckel. Ihr könnt weiterhin eure Einziehvorrichtung benutzen. Meine Erfahrung ist die dass bei genügend Wärme es auch ohne die geht. Ich habe auch geschrieben wozu die 8mm Schraube da ist. Zum abstützen der Kurbelwangen gegeneinander. Ich habe schon in meiner nun mittlerweile 27- jährigen AWO-Erfahrung die tollsten Sachen erlebt, auch durch den Einbau verzogene und verbogene Kurbelwellen. Ich will euch gar nicht unterstellen dass ihr das falsch macht. Ich habe die Erfahrung gemacht das mit Sinn und Verstand, Wärme und Kälte und mit der nötigen Zeit alles super wird. Die Tipps von Larry habe ich damals sehr ernst genommen und der hat schließlich jahrelange Erfahrungen mit Kubelwellen.
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