Heute früh habe ich mir ein Kurzzeitkennzeichen geholt und bin seitdem mit Probe- und Einstellfahrten beschäftigt. Freitag ist HU-Tag!
Nun fangen die RICHTIGEN Probleme an! (So ging es mir heute durch den Kopf)
Ich schreibe Euch mal die komplette Geschichte. Wahrscheinlich habe ich zwei oder mehr verschiedene Probleme, die wahrscheinlich auch noch teilweise ineinander zahnen.
Erst lief sie - nachdem sie ohne zu murren ansprang - überhaupt nicht unter Last: Sprang an, lief, Gang rein, etwas Kupplung, AUS!
Das war durch eine etwas gewissenhaftere Einstellung der Zündung (Original Magnet) schnell behoben. Schnell meint, am längsten hat das Rauskramen des Werkzeugs und das Abschrauben der Verkleidung gedauert.
Nun läuft sie super - bis auf... sie will kein Vollgas! Bis ca "halb" kann ich aufdrehen und sie lässt sich in der Stadt prima fahren. Wenn ich weiter drehe verschluckt sie sich irgendwie, kommt aber sofort wieder sobald ich das Gas etwas zurücknehme.
Dann habe ich sie den Hubertus hochgescheucht (für alle Ortsfremden: Das ist der einzige Berg hier in Rufweite. Eine schöne Steigung stadtauswärts (Erfurt raus Richtung Arnstadt und A7), man kann sich also im Pannenfall nach Hause rollen lassen.
Nachdem sie den Berg tapfer mit 60 im Dritten hochgeschnurrt ist (ich habe natürlich keinen Vergleich) ging, als wir ganz oben ankamen, der Motor aus. Einfach aus! Keine Huster, Patscher oder sonstwas.
"Aha!", dachte ich, "der Magnet ist heiß und zündet nicht mehr". Das stand ganz oben auf der Liste, weil alte Magneten eben so sind. Naturgesetz! Der Magnetismus nimmt mit zunehmender Wärme ab. Und wenn er kalt schon nicht so besonders ist - er ist eben alt - dann kann das bei Wärme den Totalausfall bedeuten.
Nach etwa einer Minute Abwarten im Straßengraben sprang sie ohne Stress wieder an. "Oh! So schnell?!"
Also fahre ich wieder zurück in die Stadt. Diesmal bergab, schön smooth mit 60 im Vierten. Prima.
Unten, kurz vor der Ampel: Aus! Das gleiche Theater wie oben auf der Kuppe: Stilles Gebet bis 100 - antreten - läuft.
Also fahre ich langsam weiter - Stadteinfahrt - zähfließender Verkehr - und nach ca 500 Metern wieder Aus. Diesmal, es geht immer noch leicht bergab, merke ich, dass der Motor weiterläuft, so lange ich kein(!) Gas gebe. Ich rechts ran, Gang raus, Maschine blubbert weiter. Ich gebe vorsichtig Gas: Läuft wieder. Diesmal ist nach 100 Metern Schluss.
Das Wechseln der Kerze (NGK B5E S raus, B7E S rein) - die wanderte nun auf der Liste der Verdächtigen nach oben - brachte garnichts!
Die (B7E) Kerze war, als ich sie nach etwa einem Kilometer - Motor war wieder komplett Aus gegangen - wieder rausmachte, schneeweiß. Habe ich noch nie gesehen. Eindeutige Diagnose: Zu mager!
Hier ein Bild der beiden Kerzen

Also die B5E wieder rein und nach Hause tuckern. Unten wieder: Aus.
Der Magnet kann es nicht sein, dafür erholt sie sich zu schnell.
Eine meiner Vermutungen: Tankdeckel belüftet nicht. Leider kann ich beim besten Willen keine Öffnung finden, durch die Luft in den Tank strömen könnte. Blöderweise habe ich vorhin voll getankt. Zu Testzwecken offen fahren ist also nicht drin.
Das Vollgas-Problem scheint hiermit nicht im Zusammenhang zu stehen. Ich vermute hier eine falsch hängende Düsennadel. Oder?
Bezüglich des 5-Minuten-Problems: Was haltet ihr von meiner Tankdeckel-Theorie?
Habt Ihr irgendeine Idee, was ich noch versuchen kann?
Wie kommt die Luft in den Tank?
Vielen Dank für Euer Mitgefühl!

