Meki hat geschrieben: Mo 20. Apr 2020, 16:58
Im übrigen, nach Wochen der Ausbreitung vom Grippevirus, soll nun in eingen Bereichen Mundschutz getragen werden. Das halte ich für Aktionismus.
Nun ja, zwischen Infektionen mit Influenzaviren und den Coroaviren gibt es doch signifikante Unterschiede.
Die Inkubationsdauer bei Influenza A&B liegt im Mittel bei 2 bis 3 Tage. Beim Coronavirus bis zu 14 Tage. Wer sich mit Influenza infiziert, der ist krank. Es gibt meines Wissens nach keine latenten Infektionen, wohl aber milder Verläufe. Diese sind aber oft auch Virusstammabhängig. So war z.B. der Stamm H1N1PDM09 (Schweinegrippe) nicht so pathogen. Trotzdem gilt in fast allen Jahren: Mit einer echten Grippe geht es einen echt übel. Wer das hat, der geht nicht mehr raus und steckt andere an. Bis zum Eintritt der Erkrankung hat er statistisch nur eine 1,0 bis 2,0 weitere Patienten angesteckt.
Beim Coronavirus kommt als Problem zum tragen, dass die Inkubationsdauer bis zum Ausbruch der ersten Symptome lange ist, sofern es überhaupt Symptome gibt. In dieser Zeit ist der Patient bereits infektiös und kann viele weitere Personen anstecken, nicht nur zwei sondern, je nach sozialen Umfeld, dutzende. Ich habe in den letzten Wochen mehrere Fälle von zum Zeitpunkt der Testung asymptomatischen Personen aus dem medizinischen Bereich gehabt, welche extrem hohe Viruskonzentration im Rachenabstrich aufwiesen. Erst Tage nach der Testung haben manche Symptome entwickelt. Von leichten Covid19 Symptome bis hin zu einer fulminanten Pneumonie.
Infektionsketten könne mit Mundschutz unterbrochen werden, oder aber zumindest die Anzahl der Folgeinfektionen.
Und nein, ich bin persönlich kein Freund von den Masken. Sie jucken, krabbeln, kitzeln, sind warm und nerven. Aber sie bringen aus epidemiologischer Sicht eine ganze Menge.
Meki hat geschrieben: Mo 20. Apr 2020, 16:58
Entschuldigung, das mußte ich los werden.
ich auch