Zwischenbericht zum eisernen Gustav

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OBS
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von OBS »

So, habe mittlerweile ca. 200 km gefahren. Bei Sonne, bei Regen und Schnee und musste sogar schon schieben. Nach einer größeren Tour war letzten Sonntag plötzlich der Tank leer. 150 Meter von der heimatlichen Burg entfernt. Für die Nachbarn war es ein Fest. Für mich ging es schwitzend bergauf.
Im unteren Drehzahlbereich wackelt der alte Herr wie verrückt. Und ich natürlich mit. Ist das normal, oder muss ich irgendwo was einstellen????? Kann sich etwas wichtiges lösen??? Wie ist das bei Euren Maschinen??
Grüße aus Hessen
Thomas

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Jens425S
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von Jens425S »

Glückwunsch Thomas!

Ich habe meinen frisch überholten Motor auch gerade erst bis zu den ersten 100km gefahren.
Bin sehr vorsichtig damit umgegangen und habe auch schon bei knapp 100km das Öl gewechselt. Gerade hängt aber kalt die Auslass Kipphebelbusche.
Warm habe ich nichts davon bemerkt.
Sobald ich wieder Zeit habe, schaue ich warum. Hoffentlch hat sie sich einfach entspannt und warm noch funktioniert, dass das Auslassvenil heil geblieben ist.

Was ich, im Vergleich zum alten, völlig ausgelutschen Motor feststellen kann ist, das der neue auch viel mehr schüttelt. Mir kribbeln sogar die Hände, nach ein paar Kilometern Fahrt. Das hatte ich vorher nicht.
Die gute wirft auch alles ab, was sie unterwegs unbemerkt losschütteln kann. Habe u.a. schon den Kickstarter und den Tankdeckel suchen müssen. Den Kickstarter mit Erfolg, der Rest war weg...
Du musst am Anfang wirklich alle erdenklichen Schraubverbindungen regelmäßig auf Festsitz prüfen un ggf. nachziehen.
Das Lösen hört aber nach und nach auf. Ich bekomme nur den Kickstarter (noch) nicht richtig fest. Die Schraube schon, aber er wackelt auf der Welle.

Wenn der Motor wieder ordentlich verdichtet, hat der auch wieder Dampf. Man merkt das Schütteln aber am ehesten, bei niedrigen Drehzahlen, weil die Frequenz dann geringer ist.
Bei Deiner T hast Du ja keine Gummi-Motorlagerung, die ggf. fertig sein kann. Wenn sie sonst rund läuft, denke ich, es geht Dir wie mir. Der Unterschied Alt zu Neu ist das woran man sich gewöhnen muss.

Übrigens: Ich habe, im Gespann meist 5 Liter Reserve Sprit (versteckt), wenn ich weiter weg fahre. Ansonsten freue ich mich über den großen Kofferaum, weil ich richtig viel Werkzeug mitnehmen kann, was ich bisher auch immer gebraucht habe, weil unterwegs irgend etwas nachzustellen, oder fest zu ziehen war.
Bisher bin ich jedes Mal mit schwarzen Fingern heim gekommen (meine Frau freut sich...). Wo der Tankdeckel weg war besonders, weil ich gerochen habe, als ob ich in der Tankstelle baden war...
Obwohl ich das große Loch gleich zugeklebt habe, ist der Sprit, wegen der Schüttelei heraus gespritzt.

Weiterhin gute Fahrt und immer schön alle Schrauben im Auge behalten, auch den Tankdeckel!
Viele Grüße
Jens

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psilie
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von psilie »

Hallo Jens,
also normal ist das nicht, das es sogar den Tankdeckel abschüttelt.
Ich denke bei deinem Motor stimmt das Massengleichgewicht zw. Kolben und Kurbelwelle nicht. Die Schüttelei geht auch zu Lasten der Motorlager und deren Lagersitze.
Eine schöne Erklärung hierüber findest du bei Autoschrauber de unter dem Suchbegriff kurbelwelle_auswuchten
(https://www.autoschrauber.de/00128/kurb ... auswuchten)
Gruß psilie.

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Jens425S
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von Jens425S »

Hallo psilie,
keine Panik! Das ist schon normal.
Den Motor hat der Mopedprinz überholt. Da habe ich gar keine Bedenken! Das mit der Kipphebelbuchse, kann immer passieren. Ich habe vor ganz langer Zeit selbst Motoren überholt und frisiert, wie es damals hieß.
Ist nicht schön, aber Buchsen können sich setzen. Selten zwar, aber es passiert.

Der Tankdeckel war ne alte Krücke, die eh schlecht gepasst hat. Den konnte ich nur ganz wenig drehen, dann ging er so stramm, dass man ihn kaum noch auf bekommen hat.

Zuletzt habe ich einen Nachbau gefahren, der im Leben nicht abfallen kann. Der passt ordentlich und lässt sich eine halbe Umdrehung drehen. So wie es sein soll.

Insofern hast Du vollkommen Recht!
Ein Tankdeckel, fällt niemals wegen der Motor Vibrationen ab.
Viele Grüße
Jens

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OBS
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von OBS »

Da bin ich aber froh, dass es mir nicht allein so geht.
Die Schraubverbindungen regelmäßig zu kontrollieren ist eine gute Idee. Werde ich beherzigen.
Eine Kappe von der Geradwegfederung habe ich auch schon verloren.

Die Kickstarter haben wir früher, wenn sie oder die Welle ausgelutscht waren, durch das Beilegen von Alu-Folie wieder fest bekommen. Es gab auch immer wieder Spezialisten, die den Hebel auf der Welle verschweißt haben. Grauselig.
Grüße aus Hessen
Thomas

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GreenMilk
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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von GreenMilk »

OBS hat geschrieben: Fr 5. Apr 2019, 08:32 Eine Kappe von der Geradwegfederung habe ich auch schon verloren.
Die Kappe kann man auch mit nem Kleks Silikon sichern, dann fällt die nicht mehr ab. Musste ich auch so machen.
beste Grüße
Steffen, AWO Touren 1959

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Re: Zwischenbericht zum eisernen Gustav

Beitrag von OBS »

Habe ich mit der neuen bereits getan. Die Luftpumpenseite prophylaktisch gleich mit.
Grüße aus Hessen
Thomas

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