Wie jeder zur AWO kam...?

Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus.
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Meki
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Meki »

Moin,
Bei mir fing das Motorradfieber schon früh an. Mein Stiefvater fuhr eine 350er Jawa. Da nahm er mich immer mit. Mit der Lehre kam ein Star ins Haus. Die Kollegen in der Rep.-Brigade fuhren damals eine 250iger MZ 250/1. Das wollte ich auch. Das war 1983. Nach Feierabend haben wir uns immer hinter dem Frankfurter Tor getroffen. Da tauchte jemand öffters mit einem AWO-Gespann auf. Da wurde ich neugierig. Ich kannte so ein Motorrad nicht. Wir kammen ins Gespräch. Ich wollte wissen, wo ich so ein Motorrad herbekomme. Er erzählte, das er die AWO verkaufen will, um sich ein ETZ-Gepann zu kaufen. So kammen wir ins Geschäft. Für 500 Mark habe ich dann die Sport-AWO ohne BW erworben. Das war 1984. 2 Jahre schrauben ohne Hilfe gingen ins Land. Dann war sie endlich wieder fahrbar.
Nach der Wende bekam ich viele Teile geschenkt - von Leuten die nicht mehr AWO fahren wollten.
Da kam der Wunsch nach einer Touren-AWO auf. Es sollte ein 51er Baujahr sein. Ein paar Teile hatte ich schon. Etwa 94 gab es ein Anruf von Annemarie. Frage - hast du Interesse an einer 53er nahezu im Originalzustand und fast vollständig. Preis - 1000 DM. Natürlich hatte ich Interesse. Also AWO gekauft und hingestellt. Es sollte noch gut 23 Jahre bis zum erwecken dauern. Dazwischen kammen noch die Fahrt mit der AWO durch USA und der Kauf einer Harley-Davidson. Aber der AWO bin ich treu geblieben.
Gruß Meki
Wahre Freunde zeigen sich in der Not.
Touren-AWO `53
Sport-AWO `58
HD `89
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essifreak
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von essifreak »

Dann will ich auch mal meine Geschichte Preis geben ;-)
Mit 12 saß ich das erste mal auf dem S51 von Oma und unternahm erste Fahrversuche aufm Hof. 2009 kaufte ich mir einen SR2e in einem erbärmlichen Zustand und im folgenden Jahr machte ich ihn wieder flott, weil dem nicht genug war, gesellte sich ganz schnell noch ein zweiter SR 2 dazu, den ich spontan in der bucht ersteigerte. Daher auch mein nickname.
Mein Opa schwärmte all die Jahre von seiner 53 er Touren, die er aber wohl Anfang der 60 er Jahre für 50!! Mark wegen Familienzuwachs usw. verkaufte und ein Trabant her musste. Über die Jahre trauert er der awo immer mehr nach und wir versuchten sie wieder ausfindig zu machen, denn wir hatten noch Rahmen und Getriebe Nummer und er wusste noch, wem er die awo verkauft hatte. Leider ohne Erfolg.
So wuchs in mir der Wunsch auch mal eine AWO zu besitzen und zu fahren, der Klang und das Design faszinierten mich jedes Mal, wenn ich eine auf Oldtimer Treffen sah.
Nach über einem Jahr Suche war es nun im Sommer 2013 soweit und ich holte meine 52 er Touren und baute sie über den Winter zusammen mit Opa wieder auf. Ich konnte viel von ihm lernen, natürlich half das Forum auch ungemein beim Aufbau.
Und weil eine awo nicht genug ist, fing ich im Februar an, mir eine Sport nach eigenem Geschmack aufzubauen.

Das war meine Geschichte in Kurzfassung, jetzt der nächste bitte ;;;;;;

Grüße
Crispin
Fuhrpark: SR2, SR2E, S51, AWO T Bj 52, AWO Sport Bobber Umbau, Yamaha XJ6

Bin ständig auf der Suche nach 52er Awo-Teilen.
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wgg1960
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von wgg1960 »

Hey Tobi, feine Idee, fast so schön wie das Weihnachtsrätsel!
Das Thema Awo ist in der DDR völlig an mir vorbei gegangen. Ich kann mich nur daran erinnern, dass mein Cousin eine Sport hatte und ein AwoFahrer mir mal die Freundin ausgespannt hatte. Bis ca 1982/83 bin mit meiner HuFu gefahren, dann war das Thema Motorrad für mich erledigt. Die folgenden 30 Jahre bin ich fast nur noch Fahrrad gefahren. Am Tag auch mal 100km. Leider geht das nicht mehr. Ich habe schon manchmal sehnsüchtig auf die Mopeds geschaut, konnte mir aber nicht vorstellen, wieder auf den Bock zu steigen. Ausschlaggebend war dann wohl mein Kollege, der fährt eine 1300er XJR. Das Heck eingekürzt und auch sonst schön bullig zurecht gemacht. Ausschlaggebend für der Erwerb meiner Sport war dann ein anderes meiner Hobbies. Ich sammele Schallplatten und wollte meinem Plattendreher (Heybrook TT2-very british!!) ein neues Abtastsystem gönnen. Ich hatte also gerade 400€ in der Tasche, als meine Schwester mich bat, mit ihr die Wohnung ihres Mieters zu besichtigen. Der Mieter(Gerald) sagte dann nebenbei, er hätte noch ein Moped unter dem Balkon. Es war dann der erste S51 Enduro,in Silber, Bj. 82. Was soll er denn kosten? Da sagt er doch 250€. Ich konnte mich nicht zusammenreißen und hatte so nach 30 Jahren wieder ein Moped. Beiläufig sagte Gerald, dass er noch ne Awo im Vogtland zu stehen hat. Da habe ich mich das erste Mal mit dem Thema Awo beschäftigt. Die Geschichte der Maschine fand ich dann so faszinierend, dass feststand, das Teil muss ich haben. Wir haben meine Sport dann einen Monat später aus dem Vogtland (kurz hinter der Göltschtalbrücke) abgeholt.
Bei einer Maschine bleibt es bei derartigen Infektionen nicht. Für die Stadt habe ich mir ne 86er CB450S geholt. Die Touren soll auch noch in diesem Jahr auf die Strasse. Der Beiwagen ist anbaufertig.
6 Jahre später hat mein Heybrook nun endlich das neue System unter den Tonarm bekommen.

Guten Rutsch und Gruß aus Berlin
Gert
And if you don't like Hank Williams, honey, you can kiss my ass...

Kris Kristofferson
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Slowrider »

Wirklich viele schöne Geschichten hier zu lesen. Na dann will ich auch mal.
Da ich selbst Baujahr 71 bin , ging das Thema AWO an mir auch fast vorbei zu Ostzeiten.
Ich hab mal eine bei einem Freund bestaunen können und fand den Klang super. Auch bei der GST fuhr ich in jungen Jahren im Motocross und man sah hin und wieder mal eine AWO auf den Veranstaltungen.
Meine erste Berührung mit Simson hatte ich mit Opas SR2 , den wir immer mal wieder aus dem Schuppen stibitzt haben um eine Runde auf dem Feld zu drehen.
Es stand ziemlich schnell fest, dass der Mopedschein her musste und der Traum war natürlich damals ein S51. Meine Mutter fuhr Schwalbe und mein Bruder eine TS 150.
Als ich den Schein endlich hatte konnte ich es kaum erwarten mir endlich vom Gesparten etwas eigenes fahrbares zuzulegen.
Da mein Bruder sich etwas größeres zulegen wollte, bot er mir aber an, dass ich ihm seine TS abkaufen kann, was ich dann auch tat, allerdings hieß das nochmal ein Jahr bis zum Motorradschein zu warten.
Auf die TS folgte damals ein Trabbi zur Wende, später nochmal eine ETZ und dann 5 Jahre ohne Motorrad.
Als mich dann doch wieder das Motorradfieber gepackt hat, habe ich günstig eine Honda XBR 500 erstanden und wiederbelebt. Danach kam eine 650er Yamaha, aber auch die habe ich aus familiären Gründen mal wieder hergegeben.

2015 habe ich dann in alter Ostalgiewelle schwebend mal wieder im Ebay gestöbert und mir fiel eine Sport auf, die recht günstig zu erstehen war. Absolut ohne Ahnung und Hintergrundwissen habe ich einfach mitgeboten und bekam sie echt ziemlich günstig.
Nach der ersten Bestandsaufnahme, einigen Recherchen hier im Forum und mit Hilfe eines Freundes wurde die gute dann bis Anfang 2016 technisch flott gemacht.
Die Basis war ziemlich gut und ich hatte wohl wirklich Glück mit meinem Kauf.

Ziel war es mit der AWO auf die Isle of Man zu fahren. Es hat zwar niemand in meinem Freundeskreis geglaubt, dass ich ankomme, aber ich habe jeden eines besseren belehrt.
Es war echt eine geile Erfahrung und ein super geiler Urlaub mit der Maschine.
Da original bei mir nicht wirklich zählt, die Maschine auch von der Basis her schon ziemlich umgebaut war und es mich gereizt hat, mich etwas selbst zu verwirklichen, habe ich die AWO letzten Winter nochmal auch optisch überarbeitet.

Jetzt steht sie so da, wie ich mir eben die AWO vorstelle und mit meinen Mitteln gestalten kann. Hergeben werde ich sie wohl erst dann, wenn ich den Kickstarter nicht mehr betätigen kann. Ich fahre derzeit noch eine 750er Suzuki, aber die AWO hat einen ganz besonderen Reiz und das Gefühl auf dieser Maschine ist für mich durch nichts zu ersetzen.

Das mal von mir und meine Geschichte mit der AWO. Bin schon gespannt auf die anderen, also dann der Nächste bitte.

Gruß Rolf
Wenn man rechts dreht wird die Landschaft schneller :D
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Eisbär
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Eisbär »

Ja wirklich alles tolle Geschichten aber Gert`s Brille im Avatar schlägt Alles! ;;;;;;; ;;;;;;; ;;;;;;;
Und jetzt ein schlauer Spruch:-.........................
andre33

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von andre33 »

Hallo, ich Bj 74 kannte zu DDR Zeiten zwar die AWO aber mehr auch nicht. Ich war mit 18 froh das ich die ES150 nicht mehr fahren musste. 30 Km bei Wind und Wetter in die Lehre haben ihre Spuren hinterlassen. Bis zum 40. Geburtstag habe ich das Thema Motorrad auch nie wieder angefasst, obwohl mein Onkel eine Sport mit Beiwagen in der Scheune hatte und immer sagte das ist mal dein Erbe. Mit 40. gings dann zu KTM Duke 690 war aber nach einem Jahr zu klein also musste eine 1290R Superduke her. Seit dem habe ich meinen Onkel genervt wann ich den endlich mein Erbe antreten darf aber er wollte immer noch die letzte Runde drehen. Doch genau heute vor einem Jahr also am 30.12.2017 sagte er ich kann sie haben. Am 2.01.2018 befreite ich sie nach 30 Jahren aus der Scheune und war erschrocken in was für einem schlechten zustand sie war, sogar der Lenker war Durchgerostet. Egal 12 Wochen und 3000 Euro später stand sie wie neu da und alles selbst gemacht außer das Lackieren. Den Beiwagen habe ich noch nicht angefasst, da fehlt mir auch ein wenig das Interesse. Für mich ist das schönste am Motorradfahren die Kurven und das geht mit Beiwagen nicht.
Kommt alle Gut ins neue Jahr!
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

Alles sehr, sehr schöne AWO - Geschichten - gefällt mir ;;;;;;; . Da ja auch jeder auf eine andere Art und Weise zur AWO gekommen ist!
Freu mich schon auf mehr...
Euch allen erst mal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Grüße Tobias
"The difference between men and boys is the size of their toys"
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steckkruemmer
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von steckkruemmer »

Eisbär hat geschrieben: So 30. Dez 2018, 12:09 Ja wirklich alles tolle Geschichten aber Gert`s Brille im Avatar schlägt Alles! ;;;;;;; ;;;;;;; ;;;;;;;
...und ja, die Brille 8-) is saustark...

Grüße Tobi
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Roy
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Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Roy »

So, liebe AWO Freunde.
Hier nun meine Geschichte.
Ich, Bj 1967 fuhr mit 20 Lenzen eine MZ Ts 150, fand aber die Touren AWO meines Schulfreundes immer viel schöner.
Bei meinem Lehrlingskumpel Tobias (hier bekannt als Steckkrümmer) nach einer durchzechten Nacht, muß so 2007 gewesen sein wollten wir zu einem Oldtimertreffen nach Apolda. Erst wollte ich als Sozius mitfahren, dann bekam ich seine Touren AWO zur Verfügung gestellt.
Und was soll ich sagen…..der Virus war ausgebrochen.
Ich begann, angefangen mit einem Rahmen, mir eine AWO T aufzubauen.
2008/2009 war das Projekt beendet, nach allen möglichen Rückschlägen
2015 als Höhepunkt die Fahrt nach Sizilien.
Aus heutiger Sicht ein Wahnsinn. Aber hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Bild
(auf dem Weg zum Ätna)

Achja, und irgendwann ist dann noch eine AWO Sport in maroon dazu gekommen :oops:
So, nun der Nächste bitte……

........Gert, saustarke Brille 8-)
Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln.
Deleted User 141

Re: Wie jeder zur AWO kam...?

Beitrag von Deleted User 141 »

Eisbär hat geschrieben: So 30. Dez 2018, 12:09 .. aber Gert`s Brille im Avatar schlägt Alles! ;;;;;;; ;;;;;;; ;;;;;;;
Das Avatar ist doch Adriano Celentano!
Nennt sich hier Gert und fährt ne AWO um inkognito den Groupies zu entfliehen :::::cb
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