Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

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Edelherb
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Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von Edelherb »

Hallo!
Ich musste feststellen, dass meine Kopfdichtung viel Öl rauslässt. Am frisch zusammengebauten Motor.
An was es genau liegt, kann ich nicht sagen.
Ich nehme mit nahezu 100%iger Sicherheit an, dass die derzeitige neue Kopfdichtung mit 1,6 mm nicht genug gedrückt wird.

Ehe ich jetzt grobe mechanische Arbeiten beginne, würde ich gern eine 2 mm starke Dichtung verwenden.
Auf dem Zylinder, der ursprünglich montiert war, klebte auch noch aus DDR-Zeiten eine 2 mm Dichtung drauf. Ohne Brennraumeinfassung.
Hab die aber nicht heile abbekommen.

Im Internet finde ich aber nichts. Manchmal sind die Stärken auch nicht angegeben.
Kann mir hier jemand helfen?
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Edeltuning
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Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von Edeltuning »

Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Eин Луcтигер Унд Гебилдетер Oсси.
НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
DER GEWOLLTE ZUSAMMENBRUCH
tano-srb

Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von tano-srb »

Hallo lieber Edelherb,
zunächst ist es bei der Zylinderkopfdichtung so, dass sie um die Laufbuchse herum eine Metalleinfassung, zumeist aus Kupfer oder Aluminium hat. Das ist der termisch höher belastbare Teil der Dichtung, welcher sich bei der Montage durch Quetschung den Berührungsflächen von Zylinder und Zylinderkopf anpasst. Die weiter außen liegenden Flächen der starken Papierdichtung dienen als Dichtfläche, um die Druckschmierung im Zylinderkopf ohne Ölverlust gewährleisten zu können.
Daraus folgt, dass die Dichtflächen an Zylinder und Zylinderkopf ebenflächig ohne Vertiefungen sein müssen, damit die Dichtung erzeihlt wird.

Also mehr oder weniger dicke Dichtung sollte hier nicht das Thema sein, sondern der Zustand der gegenüberliegenden Dichtflächen!

Der Zylinderkopf ist stufenweise "anzuziehen":
1. Zylinderkopf aufsetzen und den losen einwandfreien Sitz umlaufend prüfen.
2. Zugankermutern mit der Hand soweit einschrauben, bis sie auf ihren Kupferdichtungen leicht aufsitzen.
3. Mehrmaliges über Kreuz anziehen der Zugankermuttern (jeweils eine viertel bis halbe Umdrehung), bis der auf 20 Nm eingestellte Drehmomentenschlüssel "knackt".
4. Drehmomentenschlüssel auf 40 Nm einstellen und Vorgang wiederholen.

Gegebenfalls ist nach einer Fahrt von ca. 250 km das Anzugsmoment auf 50 - 60 Nm zu erhöhen.
Aber Achtung! Als die AWO gebaut wurde, hat keiner Anzugmomente für Schraubverbindungen angegeben. Das Montagepersonal war so gut geschult, dass alle ein ausgeprägtes Gefühl für die Sache hatten und nicht jeder durfte da ran.
Bedenke - nach fest kommt lose.

Viel Spaß bei der Arbeit
Norbert
strahler
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Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von strahler »

meine noch vorhandenen originalen Dichtungen sind alle zwischen 1,5 und 1,75 mm dick. Du solltest die erforderliche Dicke der Dichtung mit einem Streifen aus rundem Lötzinn ermitteln (aus dem Sanitärsortiment). Es kann sein, dass eine der Dichtflächen geplant wurde und somit der Überstand der Laufbuchse zu hoch ist. Die etwas dickere Dichtung ist dann die einfachste Lösung. Geht auch ohne Brennring, war ja früher auch nicht da.

Grüße, Thomas
tano-srb

Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von tano-srb »

Ja, das kann ein guter Hinweis von Thomas sein.
Ob dem so ist, lässt sich auch leicht mit einem Meßschieber (Tiefenmessung) prüfen.
Also Überstand der Laufbuchse messen und mit der Tiefe der ringförmigen Einfäsung am Zylinderkopf vergleichen.
Beste Grüße Norbert
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Edelherb
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Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Ich habe mir das heute nochmals in Ruhe angesehen:

Tatsächlich wurde die obere Dichtfläche vom Zylinder irgendwann mal einen Hauch abgedreht. Weil ich Bearbeitungsspuren sehe, und die Stempelung (am Vergleichszylinder nachgesehen) weg ist.

Die Laufbuchse steht 4 mm aus dem Zylinder heraus.
Im Zylinderkopf ist der Brennraum 3 mm tief.
Also habe ich eine benötigte Kopfdichtungsstärke von 1 mm.
Logischerweise müssten es ~1,5 mm sein, damit die gepresst wird.

Ich habe auch den Kopf mal daraufgedrückt, und es sind tatsächlich mit einer Fühllehre ringsum genau 1,0 mm Spalt zu messen.

Also:
Meine Theorie:
Der Übergang -abgedrehte Zylinderoberseite zur überstehenden Laufbuchse ist nicht genau eckig.
Da steht ein kleiner Radius.
Weil ich eine metallgefasste Dichtung benutzt habe, die relativ eng passt,
steht die Metalleinfassung auf dem Radius, wird gedrückt, und an den restlichen Flächen der Dichtung (Ölkanal) kommt kein Druck an.

Normalerweise sieht man ja die Abdrücke, wo sich so ein Kanal einprägt, ist aber bei mir nicht zu sehen.
Und so wie das Öl rausgelaufen ist, war da auch kein Druck.

Und, ich bin ein gelernter KFZ-Mech, ich hab in der DDR schon 100derte Zylinderköpfe angezogen, ohne Drehmomentschlüssel. Und arbeite auch täglich mit Drehmomentschlüsseln, wenn ich es unbedingt muss.

Bei der AWO habe ich aber ganz bewusst darauf verzichtet, weil ich mit der Hand viel mehr Gefühl habe, besonders, wenn was komisch ist.
Und bei meinem Motor war es komisch:
Ich hatte nie das Gefühl, dass es richtig fest wird.
Und nachdem ich dann eine Viertelstunde lang immer so auf geschätzte 50 Nm angezogen habe, und es nie gefühlt fest war, hab ich halt aufgehört. Ehe *nach fest.... usw*

Naja, wie geht es weiter:
Ich dachte mir, da ich mir heute eine 1,5 mm Dichtung ohne Metallfassung besorgt habe:

Diese nehmen.
Den inneren Rand da wo der Radius am Zylinder steht, ringsum ein klein wenig abschaben.
Nur auf der unteren Seite.
Hoffen, dass dass die Dichtung so weit fliesst,
und überall gleichmässig drückt.

Ich denke, das ist einen Versuch wert.
Was meint ihr?
Gerade mit dem Hintergrund, dass ich im nächsten Winter mir den Motorblock mit KW usw eh noch mal komplett neu aufbauen will.

Viele Grüße!
strahler
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Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von strahler »

Du musst die Dichtfläche plan bekommen, alles andere ist Murks.

Thomas
Robertbeidresden

Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von Robertbeidresden »

Hast du mal die Zuganker überprüft?
Falls es die alten sind könnte es auch wegen "Materialermüdung" dazu kommen dass du beim anziehen das Gefühl hättest es wird nicht fest.....?
tano-srb

Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von tano-srb »

Hallo Edelherb, ich kann Dich verstehen - über Funktionen brauche ich Dir nichts schreiben.

Zum Vorgehen, rate ich Dir - aus Sicht eines gelernten Drehers - vorab zu einem Prüfschritt.
Sollte es wirklich so sein, dass jemand den Zylinder auf der Maschine (Drehbank) hatte, solltest Du nachvollziehen können, was gemacht wurde. Das Beste wäre der Vergleich mit einem maßhaltigen Zylinder. Wie und was Du da prüfen musst, das weißt Du alleine. Und wenn Du Dir sicher über die Ursache bist, dann weißt Du auch ganz sicher, wie dem entgegenzuwirken ist - das hast Du gelernt.

Dann gibt es noch etwas, was ich selbst immer wieder für ein Gerücht halte, weil ich es selbst noch nicht gesehen habe.
Es wird behauptet, dass sich die Zylinderlaufbuchse in achsialer Richtung verschieben würde. Originallaufbuchsen sind aber mit einer Mantelverdickung eingegossen - können sich nicht verschieben. Sollten aber Laufbuchsen eingepresst werden - wie bei den Simson-Mopeds - wäre es theoretisch denkbar. Praktisch wäre das jedoch eine Katastrophe.

Also ran an die Sache. Du schaffst das schon.
Beste Grüße Norbert
Christoph

Re: Zylinderkopfdichtung 2mm für Sport

Beitrag von Christoph »

so abwegig is das mit der verschobenen Laufbuchse nicht : mir sind noch aus der Vorwendezeit Zylinder bekannt,
in die Skoda-Laufbuchsen eingeschrumpft/eingepreßt waren.
Das war mit mehr oder weniger Geschick gemacht und wohl mehr Geschäftemacherei als alles andere.
Ich hatte jedenfalls mal einen Motorschaden durch eine solche Buchse,
die sich nach kurzem Motorlauf verschob.
Gruß
Christoph
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