Vergaser
- Jens425S
- Moderator
- Beiträge: 1666
- Registriert: Fr 28. Jul 2017, 17:16
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: bei Basel
- Hat sich bedankt: 111 Mal
- Danksagung erhalten: 315 Mal
Re: Vergaser
Hallo Zusammen,
eins fällt mir gerade noch ein:
Ich habe schon vor einigen Wochen, als die Probleme am meinem Vergaser deutlich wurden, nach einem ordentlichen Schnittbild der AWO - Sport Vergaser gesucht, im Netz aber nichts brauchbares gefunden.
Es gibt irgendwie nur Explosionszeichnungen, aus den früheren Ersatzteillisten.
Die helfen an der Stelle abe nicht weiter.
Beim Verständnis und der Fehlersuche, würde aber ein Schaubild helfen, wo man einen Schnitt, durch den Vergaser sieht.
Hat irgendwer eine Quelle, wo man an solch ein Schaubild kommt?
Es gint sie ja zu fast jeder Komponente, der AWO, aber nicht zum Vergaser.
Im Voraus vielen Dank!
eins fällt mir gerade noch ein:
Ich habe schon vor einigen Wochen, als die Probleme am meinem Vergaser deutlich wurden, nach einem ordentlichen Schnittbild der AWO - Sport Vergaser gesucht, im Netz aber nichts brauchbares gefunden.
Es gibt irgendwie nur Explosionszeichnungen, aus den früheren Ersatzteillisten.
Die helfen an der Stelle abe nicht weiter.
Beim Verständnis und der Fehlersuche, würde aber ein Schaubild helfen, wo man einen Schnitt, durch den Vergaser sieht.
Hat irgendwer eine Quelle, wo man an solch ein Schaubild kommt?
Es gint sie ja zu fast jeder Komponente, der AWO, aber nicht zum Vergaser.
Im Voraus vielen Dank!
Viele Grüße
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
Jens
"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
-
Nockenwellennocke
Re: Vergaser




So, nun bin ich gespannt, ob das mit dem Hochladen funktioniert.
Hallo Martin, die Schwimmerkammer ist bei der Sport rechts von der Mischkammer. Das ist korrekt. Die Überfettung beim Linksschwenk und die Abmagerung beim Rechtsschwenk habe ich auch so beschrieben. Nur ist es doch so (korrigiert mich bitte), daß im Standgas das Teillastsystem nichts zu tun haben sollte. Es sollte inaktiv sein. Es sollte nur das Leerlaufsystem aktiv sein. Und dabei liegt das Kraftstoffniveau oberhalb der LLKD, zumindest bei stehendem Motor. Wenn der Motor gestartet wird, wird der Kraftstoff aus dem Brunnen zwischen LLKD und Mischkammer (wo der Gasschieber sitzt) abgesaugt. Vorher wird, so sehe ich das bis jetzt, aus dem Bremsluftkanal unterhalb des Lufttrichters noch über die einstellbare LLLD- Schraube noch Luft zugeführt. Das Kraftstoffniveau in der Nadeldüse hat bei laufendem Motor meiner Meinung nach nichts mit dem Niveau bzw. besser gesagt mit der Kraftstoffmenge zu tun, die die LLKD freigibt. Damit ist für mich das Leerlaufsystem für die Drehzahleskapaden, die Standwinkelabhängig sind, nicht verantwortlich. Wenn es so ist, wie Edeltuning schreibt, daß im Leerlaufsystem irgendwas verstopft ist, dann muß der Gasschieber einfach höher gezogen werden. Denn nur so läßt sich dann ein einigermaßen annehmbarer Leerlauf erzielen. Und jetzt kommts, dabei arbeitet jedoch schon das Teillastsystem mit seiner Nadel und seiner Düse. Und da haben wir schon die Empfindlichkeit des Standgases über dem Schenkwinkel des Motorrades.
Bei einfachen Drosselklappenvergasern gibt es an der Stelle der Mischkammerwandung zwei oder drei kleine Bohrungen, dort wo die Drosselklappe in nahezu geschlossenem Zustand sitzt. Die erste Bohrung in Richtung Einlaßventil bedient den Motor mit Leerlaufkraftstoff pur oder mit einer Emulsion aus Leerlaufkraftstoff und Luft, je nach Abmagerungssystem (Leerlaufluftschraube oder Leerlaufkraftstoffschraube). Leerlaufkraftstoffschraube läßt sich wesentlich einfacher einstellen. Wenn die Drosselklappe langsam geöffnet wird, werden die anderen Bohrungen freigegeben, die Übergangsbohrungen. Der Kraftstoff aus den Übergangsbohrungen wird auch vom Leerlaufsystem bereit gestellt (wieder über die LLKD). Wenn der Leerlauf so eingestellt wird, daß die Drosselklappe schon zu weit offen ist (Bohrung verstopft), dann steht für den Übergang mit seinen Bohrungen nicht mehr genug Kraftstoff zur Verfügung. Der Motor patscht, daß es nur kracht oder er verreckt gleich. Die Kunst dabei ist, die Drosselklappen so zu stellen, daß sie fast geschlossen sind und dabei nur die eine Bohrung für den Leerlauf freigegeben ist, und dann noch der Leerlaufkraftstoff über die Kraftstoffschraube sinnig dosiert wird, um noch genug für den Übergang übrig zu haben. Ich habe mir damals fast nen Wolf eingestellt, zumal ja zwei Vergaser einzustellen und zu synchronisieren waren. Und mit Quetschkopf sind ja die Werksangaben in Vergaserbedüsung und Zündungseinstellung sowieso obsolet. Mit diesem Verständnis der Konstruktion hat es aber dann ganz gut geklappt.
Jens, ja und alles was Elektrik angeht, muß ich leider sagen, daß ich mich da nur sehr begrenzt auskenne. Im übertragenen Sinne ausgedrückt, ist mir eine Dampfmaschine lieber als ein PC...
Wie stellst Du die Zündung ein? statisch nach ZP auf KW oder durch Verdrehen des Verteilers/Magneten bis zur maximalen Drehzahl bzw. Drehzahlabfall bei zu viel Vorzündung?
Grüße Ulf
-
Nockenwellennocke
Re: Vergaser
Hallo Jens, ich habe einen Schnitt gefunden, bezieht sich zwar auf Berliner Roller. Die Grundprinzipien sind jedoch gleich.

Quelle: www.iwl-stadtroller-berlin.de
Insbesondere ist der Ausschnitt des Leerlaufsystems interessant. Der Kraftstoff wird VOR der Hauptdüse abgezweigt. Er fließt dann durch die LLKD (7) und steht dann in dem waagerecht verlaufenden "Brunnen" unter der Mischkammer in diesen Brunnen wird noch Bremsluft oder Leerlaufluft über LLLuftschraube (10) (der geschwungene Pfeil und ungefiltert) angesaugt und der Kraftstoff damit emulgiert. Diese Emulsion wird dann durch die Bohrung an der Unterseite der Mischkammer angesaugt. Bei diesem Vergaser liegt diese Bohrung nach dem Schieber.
Soweit ich das gesehen habe, kommt unsere Bremsluft nicht von außen, sondern aus dem rechteckigen Kanal an der Unterseite des Lufttrichters. Seitlich verläuft am vorbei Düsenstock die Luftführung über Bohrung bis zur LLLuftschraube. Ansonsten ist das Grundprinzip bei beiden Vergasern gleich. Ich werde nur noch herausfinden, wo die Bohrung zum Ansaugen des Leerlaufgemisches in der Mischkammer liegt (nach dem Schieber oder/und unmittelbar neben der Nadeldüse.
Quelle: www.iwl-stadtroller-berlin.de
Insbesondere ist der Ausschnitt des Leerlaufsystems interessant. Der Kraftstoff wird VOR der Hauptdüse abgezweigt. Er fließt dann durch die LLKD (7) und steht dann in dem waagerecht verlaufenden "Brunnen" unter der Mischkammer in diesen Brunnen wird noch Bremsluft oder Leerlaufluft über LLLuftschraube (10) (der geschwungene Pfeil und ungefiltert) angesaugt und der Kraftstoff damit emulgiert. Diese Emulsion wird dann durch die Bohrung an der Unterseite der Mischkammer angesaugt. Bei diesem Vergaser liegt diese Bohrung nach dem Schieber.
Soweit ich das gesehen habe, kommt unsere Bremsluft nicht von außen, sondern aus dem rechteckigen Kanal an der Unterseite des Lufttrichters. Seitlich verläuft am vorbei Düsenstock die Luftführung über Bohrung bis zur LLLuftschraube. Ansonsten ist das Grundprinzip bei beiden Vergasern gleich. Ich werde nur noch herausfinden, wo die Bohrung zum Ansaugen des Leerlaufgemisches in der Mischkammer liegt (nach dem Schieber oder/und unmittelbar neben der Nadeldüse.
- Sport-Lu
- AWO 425 Member
- Beiträge: 741
- Registriert: Fr 27. Jun 2008, 13:35
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: Urnshausen/Rhön Thüringen
- Hat sich bedankt: 59 Mal
- Danksagung erhalten: 42 Mal
Re: Vergaser
Zum Vergaser wurden hier schon Abhandlungen geschrieben.Die Dinger sind einfach Mist und die allermeisten nicht einstellbar wenn es um das Standgas geht.Deine Beobachtungen und Einstellergebnisse kann ich für meinen Teil zu 100%
bestätigen.
Meiner Meinung nach ist die Ursache die mangelnde Dichtheit des Schwimmernadelventils.Wahrscheinlich schliesst es bei der Fahrt/bzw.durch Motorvibrationen nicht vollständig,so daß beim Gaswegnehmen und abtouren des Motors erstmal zuviel Sprit im Schwimmergehäuse steht.Dadurch überfettet das Gemisch und der Motor geht aus/säuft ab.
Hält man den Motor mit dem Gasgriff vorsichtig am Leben (Benzin wird verbraucht und das Niveau sinkt ab)tuckert er dann manchmal ruhig weiter.Allerdings ist das Standgas nie sicher.
Nicht umsonst hat man ja auf die angelenkten Schwimmernadelventile umgerüstet(z.B.S50/51 usw.)
Hier wird das Schwimmernadelventil eben besser geschlossen.Meine Meinung.
Meine Sport-Awo-Vergaser liegen alle im Regal.Fahren tu ich einen anderen,der geht auch im Standgas.
Jens,die wünsche ich auf jeden Fall Erfolg bei den Vegaserproblemen.
Gruss Jörn!
bestätigen.
Meiner Meinung nach ist die Ursache die mangelnde Dichtheit des Schwimmernadelventils.Wahrscheinlich schliesst es bei der Fahrt/bzw.durch Motorvibrationen nicht vollständig,so daß beim Gaswegnehmen und abtouren des Motors erstmal zuviel Sprit im Schwimmergehäuse steht.Dadurch überfettet das Gemisch und der Motor geht aus/säuft ab.
Hält man den Motor mit dem Gasgriff vorsichtig am Leben (Benzin wird verbraucht und das Niveau sinkt ab)tuckert er dann manchmal ruhig weiter.Allerdings ist das Standgas nie sicher.
Nicht umsonst hat man ja auf die angelenkten Schwimmernadelventile umgerüstet(z.B.S50/51 usw.)
Hier wird das Schwimmernadelventil eben besser geschlossen.Meine Meinung.
Meine Sport-Awo-Vergaser liegen alle im Regal.Fahren tu ich einen anderen,der geht auch im Standgas.
Jens,die wünsche ich auf jeden Fall Erfolg bei den Vegaserproblemen.
Gruss Jörn!
AWO-Sympathisant
- Bastelfreund
- Beiträge: 195
- Registriert: So 6. Jul 2014, 18:01
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: 08262 Muldenhammer
- Danksagung erhalten: 3 Mal
Re: Vergaser
Hallo Ulf, das ist doch gar kein Rundschieber,hatte Dich extra gefragt. Das ist der Flachschieber für die Sport. Das musst Du schon auseinander halten können, sonst erübrigt sich hier jegliche Disskussion.
Schmeiß die ganzen alten Düsen raus(auf den Bildern deutlich erkennbar)incl. Schwimmernadel und kauf Dir ein Satz neue.
Kontermutter an der Gasanschlagschraube fehlt übrigens auch. Gruß Thomas
Schmeiß die ganzen alten Düsen raus(auf den Bildern deutlich erkennbar)incl. Schwimmernadel und kauf Dir ein Satz neue.
Kontermutter an der Gasanschlagschraube fehlt übrigens auch. Gruß Thomas
AWO Sport Baujahr 56/in Anlehnung Messe1955
EMW R 35 Baujahr 1954 (noch nicht ganz fertig )
S 51 Elektronic Old Style Umbau
EMW R 35 Baujahr 1954 (noch nicht ganz fertig )
S 51 Elektronic Old Style Umbau
- knallkraftmaschine
- AWO 425 Member
- Beiträge: 321
- Registriert: So 24. Mär 2013, 13:00
- Gewerbetreibender für Oldtimer & Zweirad: NEIN
- Wohnort: Stuttgart
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 19 Mal
Re: Vergaser
Ulf, zu dem Thema der Änderung des Pegelstandes in der Nadeldüse hatte ich dich bereits korrigiert!
Die Nadel schließt diese ja schließlich nicht vollständig! Da bleibt immer ein "Ring" offen, aus dem es je nach Pegelstand beim Neigen mehr, oder weniger Sprit mitzieht... Eine gewisse Änderung der Drehzahl beim Neigen ist also völlig normal!
Das Thema mit der Leerlaufgemisch-Bohrung verhält sich folgendermaßen (zumindest beim auf Rundschieber umgebauten Touren-Flachschieber)
Beim Flachschieber ist diese Bohrung im Mischkammereinsatz kurz hinter dem Schieber. Beim Umrüsten auf Rundschieber muß nun eine 0,8mm - 1mm Bohrung kurz hinter den Schieber in das Gehäuse eingebracht werden, welche in die "Kammer/Bohrung" der Regulierschraube ziehlt. Schau mal nach, ob diese überhaupt da ist!
Die Nadel schließt diese ja schließlich nicht vollständig! Da bleibt immer ein "Ring" offen, aus dem es je nach Pegelstand beim Neigen mehr, oder weniger Sprit mitzieht... Eine gewisse Änderung der Drehzahl beim Neigen ist also völlig normal!
Das Thema mit der Leerlaufgemisch-Bohrung verhält sich folgendermaßen (zumindest beim auf Rundschieber umgebauten Touren-Flachschieber)
Beim Flachschieber ist diese Bohrung im Mischkammereinsatz kurz hinter dem Schieber. Beim Umrüsten auf Rundschieber muß nun eine 0,8mm - 1mm Bohrung kurz hinter den Schieber in das Gehäuse eingebracht werden, welche in die "Kammer/Bohrung" der Regulierschraube ziehlt. Schau mal nach, ob diese überhaupt da ist!
-
Nockenwellennocke
Re: Vergaser
Hallo Ihr Lieben, Hallo Thomas. In der zur Debatte stehende Maschine ist ein von Grund auf überholter Rundschiebervergaser verbaut. Die Kosten beliefen sich auf 189,- EURO. Ich hatte mich nur, wie schon weiter geschrieben, entsonnen, in meinem Fundus noch einen Flachschiebervergaser von meines Großvater AWO zu haben. Zur Dokumentation der Düsengrössen habe ich die Bilder reingestellt. Edeltuning schrieb, dass die seine Sport mit HD 113 gut läuft und dass Die HD 100 zu klein wäre. Also noch mal, der Vergaser auf den Bildern ist NICHT der Problemfall.
Hallo Martin, wenn serienmäßig so ist, dass der Schieber im Standgas etwas offen stehen muss, so dass die Nadeldüse fördert, ist die Drehzahländerung in gewissen Grenzen normal. Das verstehe ich. Die Bohrung aus dem Leerlaufsystem prüfe ich demnächst. Danke für den Hinweis. Euch allen ein schönes Wochenende. Grüße Ulf
Hallo Martin, wenn serienmäßig so ist, dass der Schieber im Standgas etwas offen stehen muss, so dass die Nadeldüse fördert, ist die Drehzahländerung in gewissen Grenzen normal. Das verstehe ich. Die Bohrung aus dem Leerlaufsystem prüfe ich demnächst. Danke für den Hinweis. Euch allen ein schönes Wochenende. Grüße Ulf
-
Deleted User 4197
Re: Vergaser
@Ulf...Nockenwelle...
Als hinweis, auch einen top regenerierten Vergaser kann man so verstellen, das die Maschine im Standgas mit einer Vape nicht läuft.
Und die HD hat nichts mit dem Leerlaufsystem zu tun.
Geh mal auf den Link: 2.1.11 und lese dir alles durch, geh so vor wie dort beschrieben.
http://www.ostmotorrad.de/simson/awo/be ... html#a2111
Das sich das Standgas mit dem schwenken der Maschine verändert....kann man sein Vergaser so verstellen?
Das probier ich heut mal aus.
Gruss Stefan
Ist denn jetzt die Vape ordnungsgemäß eingesetzt und funktioniert?Nockenwellennocke hat geschrieben: Fr 27. Apr 2018, 20:50 Euch allen ein schönes Wochenende. Grüße Ulf
Als hinweis, auch einen top regenerierten Vergaser kann man so verstellen, das die Maschine im Standgas mit einer Vape nicht läuft.
Und die HD hat nichts mit dem Leerlaufsystem zu tun.
Geh mal auf den Link: 2.1.11 und lese dir alles durch, geh so vor wie dort beschrieben.
http://www.ostmotorrad.de/simson/awo/be ... html#a2111
Das sich das Standgas mit dem schwenken der Maschine verändert....kann man sein Vergaser so verstellen?
Das probier ich heut mal aus.
Gruss Stefan
-
Nockenwellennocke
Re: Vergaser
Hallo Stefan, Magnet und keine Elektronik. Ich habe alles beschrieben. Vielleicht ist ein Tefonat besser. Die Schreiberei ist belastend. Wenn Du mir Deine Nummer schickst, rufe ich Dich an. Hier ist meine 0173???. Gruß Ulf
Bitte private Kontaktdaten per PN schicken.
Bitte private Kontaktdaten per PN schicken.
-
Nockenwellennocke
Re: Vergaser
Guten Morgen liebe Mitstreiter, gestern Abend bin ich so weit gekommen, daß diese AWO Sport sehr gut lief. aber der Reihe nach...
Ich habe am Donnerstag eine zweite Sport mit Sektorenzylinder und Quetschkopf angemeldet. Diese AWO entspricht in ihrem Zustand dem des "Problemkindes", also alles neu in der Technik. Ich dachte mir, daß ich die Q-Kopfmaschine einstelle und probefahre und dann diese Einstellungen am "Problemkind" projiziere. Bei den Werkseinstellungen habe ich angefangen, Zündzeitpunkt statisch 10°vOT (Magnetzündung), HD 105, LLKD 45, LL Luftschraube 1,5 Umdr. draußen, Teillastnadel 4. Kerbe von oben, Kraftstoffstand 1mm unter Nadeldüse, Schieber 3mm offen, Kontaktabstand Kerze 0,4. Motor springt kalt und warm gut an. Hängt gut am Gas. Leerlaufdrehzahl etwas zu hoch, aber rund. Schieber etwas abgesenkt. Drehzahl sinkt. Auspuff macht ganz leicht schwarz. Nach Gasstößen tourt sie ab, egal ob warm oder kalt. Also scheint die Überholung der Vergaser in Ordnung zu sein.
Ich habe den Vergaser des Problemkindes gereinigt und mir den inneren Aufbau genau angeschaut. Ich glaube, daß ich die Funktionsprinzipien verstanden habe. Ich habe ganz einfach zu viel Leerlaufluft gegeben. Ein guter Leerlauf ich das ausgewogene Verhältnis zwischen Schieberstellung und Leerlaufluft in Verbindung mit Leerlaufdüse. Mein Erfahrung sagte bisher bei Drosselklappenvergasen, daß die Drehzahl bei der Einstellung des Gemischs maximal zu sein hat. Dann wird wieder die Drosselklappe so weit geschlossen bis auf Leerlaufdrehzahl, dann wird wieder Gemisch auf max. Drehzahl gestellt, dann wieder Drosselklappe usw. bis zum Optimum. Da bleibt dann für den Übergang genug Kraftstoff übrig, um guten Durchzug zu haben. Bei dieser Konstruktion ist es ganz anders. Das Leerlaufgemisch muß etwas fetter genommen werden. Das war meines Rätsels Lösung. Ich entschuldige mich hiermit bei Euch in aller Form für meine "Grünheit". Ich habe die Grundeinstellung der Q- Kopfmaschine übernommen. Sie springt gut an warm und kalt. Ich habe dann Vergaser- und Zündtechnisch probiert. Folgende Einstellung finde ich nun für diesen Motor gut. HD zwischen 110 und 115 (hatte nur Kaliber 110 und 115 beim Aufreiben). LLKD 45, Nadel 4. Kerbe, LLLuftschraube 1 1/4 Umdrehungen draussen, Zündzeitpunkt statisch 8°vOT. Ich bin so sehr zufrieden. Beste Grüße Ulf
Ich habe am Donnerstag eine zweite Sport mit Sektorenzylinder und Quetschkopf angemeldet. Diese AWO entspricht in ihrem Zustand dem des "Problemkindes", also alles neu in der Technik. Ich dachte mir, daß ich die Q-Kopfmaschine einstelle und probefahre und dann diese Einstellungen am "Problemkind" projiziere. Bei den Werkseinstellungen habe ich angefangen, Zündzeitpunkt statisch 10°vOT (Magnetzündung), HD 105, LLKD 45, LL Luftschraube 1,5 Umdr. draußen, Teillastnadel 4. Kerbe von oben, Kraftstoffstand 1mm unter Nadeldüse, Schieber 3mm offen, Kontaktabstand Kerze 0,4. Motor springt kalt und warm gut an. Hängt gut am Gas. Leerlaufdrehzahl etwas zu hoch, aber rund. Schieber etwas abgesenkt. Drehzahl sinkt. Auspuff macht ganz leicht schwarz. Nach Gasstößen tourt sie ab, egal ob warm oder kalt. Also scheint die Überholung der Vergaser in Ordnung zu sein.
Ich habe den Vergaser des Problemkindes gereinigt und mir den inneren Aufbau genau angeschaut. Ich glaube, daß ich die Funktionsprinzipien verstanden habe. Ich habe ganz einfach zu viel Leerlaufluft gegeben. Ein guter Leerlauf ich das ausgewogene Verhältnis zwischen Schieberstellung und Leerlaufluft in Verbindung mit Leerlaufdüse. Mein Erfahrung sagte bisher bei Drosselklappenvergasen, daß die Drehzahl bei der Einstellung des Gemischs maximal zu sein hat. Dann wird wieder die Drosselklappe so weit geschlossen bis auf Leerlaufdrehzahl, dann wird wieder Gemisch auf max. Drehzahl gestellt, dann wieder Drosselklappe usw. bis zum Optimum. Da bleibt dann für den Übergang genug Kraftstoff übrig, um guten Durchzug zu haben. Bei dieser Konstruktion ist es ganz anders. Das Leerlaufgemisch muß etwas fetter genommen werden. Das war meines Rätsels Lösung. Ich entschuldige mich hiermit bei Euch in aller Form für meine "Grünheit". Ich habe die Grundeinstellung der Q- Kopfmaschine übernommen. Sie springt gut an warm und kalt. Ich habe dann Vergaser- und Zündtechnisch probiert. Folgende Einstellung finde ich nun für diesen Motor gut. HD zwischen 110 und 115 (hatte nur Kaliber 110 und 115 beim Aufreiben). LLKD 45, Nadel 4. Kerbe, LLLuftschraube 1 1/4 Umdrehungen draussen, Zündzeitpunkt statisch 8°vOT. Ich bin so sehr zufrieden. Beste Grüße Ulf

