Tellerradvernietung

Getriebe, Hardyscheiben, Kardan, Kreuzgelenk, Kardanwelle
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Mecke
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von Mecke »

Ob 12 oder 8 Nieten, hab beides mehrfach am Kardan für die Touren gesehen.
Bei der Sport nur bis dato 12'er gesehn.
Und ich hab immer Kalt genietet, ob am Kardan oder am Mähwerk von RS09 oder beim alten Mähdrescher.
Gab damals keine Probleme.
Demokratie kann nur der ausleben, der das Geld hat.
Langer
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von Langer »

Danke für Eure Antworten.
Offenbar sieht es so aus, dass die Kardane für die Sport mit 12 Nieten genietet wurden. Wenn man unterstellt dass 4 wertvolle Nieten damals nicht einfach so vergeudet wurden, ist es wohl besser bei mehr als 12 PS mehr Nieten zu nutzen. Womöglich sogar 16. :shock:
Schade, dass die nachgefertigten Tellerräder der Soloübersetzung nur 8Nietlöcher haben. Manche Maschinen haben ja mehr PS als Serie. Da wird das wohl nichts mit.
Gruß Langer
Schwarzarbeiter

Re: Tellerradvernietung

Beitrag von Schwarzarbeiter »

Gibt es denn überhaupt ein grundsätzliches Problem mit wegen maßloser Übermotorisierung permanent an dieser Stelle abgescherter Niete, ob bei der 8-er oder der 12-er Version, so dass jetzt schon 16 Stück aufgerufen werden müssen?

.... fragt interessehalber
Schwarzarbeiter
Zuletzt geändert von Schwarzarbeiter am Mi 15. Nov 2017, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
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mopedprinz
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von mopedprinz »

Ich kann sagen, die orig. GS und Motocross Tellerräder waren zusätzlich noch am Rand an 4 Stellen verschweißt.
Sicher nicht ohne Grund.
Bei ca. 70% der Kardane welche wir überholen, sind die Nieten vom Tellerrad locker. Kommt durch Materialermüdung und Jahrzehnte langen Lastwechsel. Ist oftmals aber nicht gleich zu sehen, muß man schon mit einiger Kraft in einer Vorrichtung prüfen. Viele Nieten sind von beiden Seiten noch fest, aber in der Mitte schon gebrochen.
Also wenn man 100% sicher gehen will, sollte man das Tellerrad neu vernieten....

Gruß Renè
Wäre Fantasie realistisch, wäre Realität fantastisch.

http://www.mopedprinz.de
awoelfi

Re: Tellerradvernietung

Beitrag von awoelfi »

Hallo,

bei meiner 49er Panhead ca. 60ps und der 49er WL ca.23ps meiner Frau hab ich auf anraten eines alten Harley Schraubers die Kettenräder verschraubt mit selbstsichernden Muttern.

Das ist wohl da mit den Nieten auch so eine Sache. Selbst wenn die erstmal fest sind, nach paar km sollen die sich immer lockern....

Nur mal so als Info von anderen alten Eisen.

Gruss
Björn
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knallkraftmaschine
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von knallkraftmaschine »

mopedprinz hat geschrieben: Mi 15. Nov 2017, 10:42 Viele Nieten sind von beiden Seiten noch fest, aber in der Mitte schon gebrochen.
Also wenn man 100% sicher gehen will, sollte man das Tellerrad neu vernieten....

Gruß Renè
Kann Renè da nun nur zustimmen! Habe gestern selber zwei Sätze "entnietet" und bei dem einen war das ganze nach ausbohren von zwei Nieten schon seeehr locker!
Bei genauer Betrachtung konnte ich dann feststellen, dass von den 8 Nieten 5 (!!!!) schon gebrochen waren! Und das ganze jetzt also nur noch an einem einzigen Niet hing!
Konnte ich vorher durch wackeln oder ähnliches nicht erkennen! Fühlte sich auch mit bissl mehr Kraftanwendung fest an...
Und nun habe ich doch etwas Bauchschmerzen wie das ganze wohl bei meinem vor 2500km überholten Kardan ausschaut der aktuell eingebaut ist...
Werde da wohl auch sicherheitshalber nochmal ran!

Viele Grüße
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Ruppert-Tuning
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von Ruppert-Tuning »

Moin.
Der Meinung schließe ich mich auch an!
Als ich vor ein paar Wochen den Kardan meiner Sport überholt habe waren 11 von 12 Nieten durch!!! Nicht alle genau in der Mitte aber lange hätte das nicht mehr gehalten- vor allem nicht wenn der Motor ordentlich Druck hat. Ich hab das Tellerrad zusätzlich mit speziellem Klebstoff verklebt- selbst ohne Nieten würde das halten. Natürlich hab ich alle neu gesetzt- Sicher ist sicher.
Also wenn ihr den Kardan neu macht- immer neu Nieten!! Egal wie die Vernietung auf den ersten Blick aussieht.

Grüße
Matthias
Ja- man kann ohne AWO leben- aber es lohnt nicht...;-)
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Jens425S
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Re: Tellerradvernietung

Beitrag von Jens425S »

Hm, vom (alt) Flugzeugbauer...

Also Nieten ist definitiv nicht gleich Nieten.
Es kommt auf den Einsatzzweck, die Materialstärke und die Menge, der zu vernietenden Einzelteile an.
Das ist beim Tellerrad grundsätzlich nicht übermäßig kompliziert. Es sind ja nur zwei Teile.

Aber Nieten ist eben auch (ein bisschen) Wissenschaft.
Einfach zusammen "nageln" ist eine Möglichkeit. Dann müssen aber unbedingt genügend Niete (nicht Nieten). eingesetzt werden, damit sie halbwegs tragen.
Denn eigentlich "tragen" die Niete nicht, sondern der Anpressdruck, den die Niete zwischen den beiden zu verbindenden Teilen erzeugen.
Gut genug "Glugscheißer" Theorie ...

Es kommt sehr auf die Qualität der gesetzten Niete an.
Also dass das Material passt und und der Niet gut und fest vernietet ist. Setz- und Schließkopf müssen gut geschlagen und geformt sein. Und der Vorgang, des Nietens, muss mit einem Hammer ausgeführt werden, der nicht zu leicht ist.
Nicht dengeln, sondern nieten!
Durch dengeln neigt der Niet dazu "Zwischenzustauchen", also eher zwischen den zu vernietenden Materialien aufzubauchen. Die Tragfähigkeit ist dann gerade nicht gegeben.
Warm machen, kann auch bei diesen kleinem Stahl Niet nicht schaden, aber es muss schnell gehen, wenn man den Vorteil nutzen möchte. Denn dann schrumpft der Niet noch, wenn er geschlagen ist (wie schon erwähnt) und erhöht den Anpressdruck, wenn er abkühlt.
Außerdem wird der Niet natürlich weicher und lässt sich besser verarbeiten.
Was noch zu beachten ist, ist die Passung zwischen Niet und Bohrung. Viel mehr als 0,1mm sollte die "Luft" nicht betragen. Sonst besser aufbohren und eine Nietgröße hoher gehen. Das hat natürlich Genzen, wenn die Materialstärke an ihre Grenzen kommt.

Wenn man diese Grundregeln beachtet, kann das jeder, mit ein bisschen Übung.
Aber eben mal "drauflos dengeln" würde ich nicht. Eine Nietverbindung ist unheimlich haltbar, wenn sie richtig ausgeführt ist.
Da auch Nietverbindungen altern, sind sie nach Jahren ermüdet. Dann muss man wieder ran.

Viel Erfolg beim Nieten!
Viele Grüße
Jens

"Vergessen Sie auch nicht, dass jedes Kraftfahrzeug wertvolles Volksvermögen darstellt, das möglichst lange zu erhalten nicht nur einen persönlichen Vorteil bringt, sondern auch eine nationale Pflicht darstellt!"
wuschler

Re: Tellerradvernietung

Beitrag von wuschler »

Interessanter Beitrag. Habs gelesen. Wie gesagt interessant gut.
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