zerknalltreibling hat geschrieben:Hallo Sven,
achte bei der Wahl des Öls auch auf die Angabe des Herstellers, dass es für Buntmetall/Lagermetall geeignet ist, da das Hacker viele Gleitlager hat.
Manche EP-Zusätze ("ExtremePressure") greifen Lagermetalle auf Dauer an.
Je höher die Anforderungen an das Öl werden, sprich je höher die Klassifikation nach API, um so mehr Additive sind auch enthalten, welche oftmalsaggressiv wirken.
Viele Grüße
Martin
<<< Das ist der falsche Zusammenhang
Für alle AWO-Getriebe ist 75W-90 GL4 und 80W-90 GL4 geeignet.
Das Öl nach API GL-5 (
und NUR dieses GL-5 !!! ) enthält ein Additiv, das die Stahloberfläche
anätzt und dabei eine verschleißfeste Schicht hinterläßt. Ob ein
Getriebe für das GL-5 Öl geeignet ist, entscheidet der Stahl der
Zahnräder und somit die Freigabe des Herstellers.
Bei mancher alten Technik wurden und werden
einfache Kohlenstoff-Stähle verwendet. Dort führt das GL-5 Öl nicht
zu der verschleißmindernden Beschichtung. Die gebildete Schicht ist
weich, reibt sich sehr schnell wieder ab und wird neu gebildet. Das
verantwortliche Additiv, das auch für den typischen säuerlichen Geruch
sorgt, ätzt so einfach die Oberfläche weg und vervielfacht den
Verschleiß. Die gehärtete Oberfläche der Zähne ist bald abgetragen,
und dann wird Ersatz fällig.
Für GL-5 Öle geeignete Zahnräder werden aus legierten Stählen
gefertigt. Dort haftet dann auch die vom Additiv gebildete Schicht fest
auf der Oberfläche und erfüllt ihren Zweck. Aus welchem Stahl die
Zahnräder eines Getriebes gefertigt wurden, muß man beim Hersteller
erfragen. Wälzlager sind immer aus legierten Stählen gefertigt und
dürfen mit GL-5 Ölen geschmiert werden, ohne Schaden zu nehmen.
Weiter kann GL-5 noch verschiedene andere Metallverbindungen angreifen
zb. Laufbuchsen und Synchronringe könne dadurch Schaden nehmen, auch ältere Dichtmaterialien sind gefährdet.
...Und nicht der Irrglaube

, wobei Mehrbereichsmotoröl an Oldtimermotoren Buntmetalle auflösen soll.
