AWOMacha hat geschrieben:das was@ Roadrunner schreibt ist nicht ganz stimmig für mich.
Wenn in Deutschland ein Fahrzeug zugelassen wird, dann ist für den Prüfer die FIN auf dem Rahmen das Zulassungkriterium.
Ob es dazu einen "alten" DDR Brief gibt oder einen aus Honolululu ist Ihm egal. Er könnte nur schneller alle Daten übertragen, wenn der alte Brief da ist.
Wenn zu DDR das Fahrzeug abgemeldet wurde, mit evtl. Späterer Wiederinbetriebsetzung wurde ein Stempel auf Seite 11eingefügt mit Stilllegungsdatum.
Bei Stillegung mit Verschrottung wurde der Brief Eingeschnitten.(ich habe die entsprechenden Beispiele aus eigener Vergangenheit vorliegen)
Übrigens wird evtl vom Prüfer, oder mindestens von der Zulassungsbehörde in Deutschland überprüft, ob es diese FIN bereits gibt, oder ob es sich zB um Diebesgut handelt.
Eine FIN mit der gleichen Nr in Deutschland halte ich für ausgeschlossen. Das Fälschen dieser Nr. ist auch unter Strafe gestellt.
Du siehst das aus sehr theoretischer Seite her aber
A. wie nicht selten klafft zwischen Theorie und Praxis ein enormer Spalt
B. DDR Fahrzeuge , die zur Wendezeit nicht zugelassen waren sind beim KBA nicht erfasst.
C. Zur Wende hat sich kaum einer um den richtigen Werdegang gekümmert , es ging viel unter
Ich muß Feuereisen deshalb vollkommen recht geben . Es war nicht selten ,dass das Fzg an den Brief angepasst wurde, auch wenn es offiziell natürlich , so wie heute auch , verboten ist. Heute wird sowas bestimmt auch gemacht , um ein Fzg . ohne Trara wieder auf die Strasse zu bekommen. Zu DDR Zeiten oftmals der einzigste Weg ein Fzg ohne Brief zugelassen zu bekommen. Auf normalem Weg war eine Wiederzulassung , wie heute, nicht möglich. Da lief schon mal ein Opel Kapitän aus den 50ern mit dem Brief eines Vorkriegsopels oder eine M72 als BMW R71.
Auch waren ehemalige Firmenwagen , die bei Aussonderung eigentlich offiziell nur Verschrottet oder an die DHZ abgegeben werden mussten , so wieder für Privatleute in den Verkehr zu bringen. Mein Vater hat z.B.einen Moskwich 412 von seiner Firma bekommen ,der offiziell verschrottet wurde und der originale KFZ Brief somit verichtet. Von einem Polizisten hat er Privat einen Brief von einem 408 IE gekauft und beim RAT des Kreises einen UMBAU auf 412 beantragt. Das Ganze wurde vom KTA abgenommen und damit war das Auto wieder auf der Strasse.
Du siehst , KEINE HEILE WELT .
Du schreibst in Deutschland 2 Fzg. mit gleicher FIN unmöglich ....... Stimmt wenn du zugelassene meinst. Stimmt nicht , wenn nur eines Zugelassen ist und das zweite irgendwo rumsteht oder unter roter Nr. bewegt wird. Das Problem gabs nämlich bei hochpreisigen Oldtimern. Da wurden auf Treffen die FIN Nrn bei nicht zugelassenen Fzg. abgeschrieben und in Nachbauten eingeschlagen. Diese Wiederzugelassen und Teuer verkauft. Vom Hersteller gabs sogar eine Historie.
Gruß Ralf
PS. Basti , genauso solls Laufen , kontroverse Meinungen aber Zank vermieden !
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.