Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

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Edelherb
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Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Ich hatte einen herben Rückschlag.

Gleich mal als erstes, auch wenn das etwas abschreckend wirkt, auf meine AWO kommt ein Harley-Davidson-Tank.

Der Harley-Tank ist bestimmt nicht älter als 20 Jahre, aber innen so schlimm verrostet, wie ich es noch bei keinem AWO-Tank gesehen habe.

Die Problematik mit der Tanksanierung ist mir soweit bekannt, hab mich halbwegs eingelesen. Es gibt da ja sehr geteilte Meinungen und gute sowie negative Erfahrungen.
Ich hab das mit der Säuremethode gemacht, also erstmal kochende Oxalsäure zum entrosten, das hat super geklappt.
Dann 85% Phosphorsäure rein, zum passivieren.

Problem war wohl, dass der Harley-Tank nicht völlig entleert werden kann, (der hat innen einen Rand am Benzinhahn, der Benzinhahn auch keinen Wassersack), aber dafür hat der Tank eine Entleerungsschraube. Diese hab ich aber (noch) nicht aufbekommen...
Ich hab das alles etwas zu spät kapiert, und hatte im Tank immer eine Restpfütze der klebrigen, zähen Phosphorsäure stehen. Hab das Zeug einfach nicht rausbekommen.
Die Säurereste hab ich dann mit Wasser ausgespült, das war wohl mein Fehler, jedenfalls ist der Tank jetzt genauso rostbraun wie vorher.

Mein Nachbar hat seinen ETZ-Tank vor paar Jahren genau so gemacht, mit den 2 Säuren, der ist damit sehr zufrieden, der hat aber halt nicht mit Wasser gespült, sondern mit Benzin.

Soweit erstmal zu meinem Elend.

Aber irgendwie muss es bei mir ja weitergehen.
Weiterhin ist bei mir im Tank Farbe /Lackreste, wohl von einer Lackierung, die sich durch die Chemikalien teilweise an den Rändern löst. Die Farbe scheint mir auch etwas unterrostet.

Ich kann das so nicht lassen, und brauche eine zuverlässig funktionierende Lösung. Ich möchte den Tank schon gern innen komplett frei von alter Farbe haben, eine Betonmischmaschine ist vorhanden.
Schreibt mir bitte mal, was Ihr so vorschlagt, und für Erfahrungen habt. Wichtig ist mir, dass ich es selbst machen kann. Zeit und Geld spielt keine Rolle.

Der Harley-Tank scheint aus massivem Blech zu sein, die Gefahr, dass er teilweise fast durchgerostet ist, oder gerissen,
sehe ich nicht.

Viele Grüße,
Steffen!
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Edeltuning
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edeltuning »

Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Eин Луcтигер Унд Гебилдетер Oсси.
НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
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Roadrunner
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Roadrunner »

Ersteinmal musst Du die Möglichkeit haben den Tank leer zu bekommen, alles andere ist zu Scheitern verurteilt. Das Du 2 Säuren zum , wie meinst Du , Passivieren eingesetzt hast, ist chemisch völliger Nonsens. Wie kann ich mit einer Säure eine Säure neutralisieren ? Dies könntest du nur mit Basen erreichen. Hier entweder z.B. mit verdünter Natronlauge oder auch mit etwas Abflußreiniger .
Danach muß aber auch gründlich mit Wasser gespült werden. Ohne schnelle Trocknung rostet die Oberfläche natürlich nun noch besser , da sie ohne Schutz und durch den Säureangriff rauer , somit größer geworden ist. Hier hilft nur sofortige Trocknung mit dem Heißluftfön .
Erst dann kann weiter gearbeitet werden.

Was gut funktioniert , der Tank muß aber Randvoll sein , Zitronensäure . Die muß bei Zimmertemperatur einige Tage im Tank verbleiben . Da in Deinen Falle nur noch Flugrost vorhanden ist , sollten 1-2 Tage genügen. Ausschütten , neutralisieren , trocknen und beschichten ...... fertig.

Bevor hier die Tips mit erhitzter Zironensäure kommen , beim Abkühlen kristalisiert die Säure aber aus . Die Reaktionszeit würde natürlich verkürzt , aber man müsste die Säure immer auf Temperatur halten.

Für Lackreste ......., kommt auf den Lack an , wenn das ne alte Innenbeschichtung ist hilft meist nur der mech. Weg.

Gruß Ralf
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Ilja
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Ilja »

Moin,
entlacken funktioniert seht gut mit Natriumhydroxid (Ätznatron).
Mischung: 1kg auf 15-20L Wasser
Das ganze in einen Mörtelkübel ´ne Woche stehen lassen und der Lack ist ab.
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Tourenrob
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Tourenrob »

Ilja hat geschrieben:Moin,
entlacken funktioniert seht gut mit Natriumhydroxid (Ätznatron).
Mischung: 1kg auf 15-20L Wasser
Das ganze in einen Mörtelkübel ´ne Woche stehen lassen und der Lack ist ab.
Es geht hier aber um eine alte Innenbeschichtung!?
Habe auch viel versucht schadhaftes "Kreem Rot" an zu lösen. Letztendlich bin ich zu der Erkenntnis gekommen die Ralf schon erwähnt, es hilft nur eine mechanische Methode!

T-Rob
PdmAJ

Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von PdmAJ »

Nabend,
um Lack zu lösen hilft auch häufig die thermische Methode :twisted: . Ansonsten finde ich es völlig überflüssig einen Tank innen zu beschichten. Das ist meiner Meinung nach ein klassischer Nepp in der Oldtimerszene. Darüber hinaus sind Beschichtungen, die wie auch immer beschädigt sind oder sich ablösen die absolute Pest! Ein Freund von mir hat nen Indian-tank mit dem Zeug drin und es blättert. Damit ist jegliche teure Lackierung für die Katz.
Egal, ich empfehle, dass man nach der Reinigung von Rost (Chemisch/mechanisch) einfach Super oder Super-Plus rein tut und . . los geht die Fahrt.
Schöne Grüße, Alex.
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Roadrunner
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Roadrunner »

Alex , Super oder Super Plus ist ja alles ganz schön , nutzt dir nur nichts gegen den Rost, zumal wenn er schon da ist.
Das mit dem Tankrosten ist eigentlich erst ein größeres Problem seit den höheren Alkoholanteilen im Kraftstoff , also ab E5 .
Das Zeug zieht Wasser und bildet bei längeren Standzeiten eine Säure am Tankboden , die dann den Tank anfrisst und mit dem Luftsauerstoff rosten lässt. Daher ist ein voller Tank auch in diesem Fall ein guter Tank, da wenig Fläche mit der Umgebungsluft in Berührung kommt und somit wenig Wasser und Sauerstoff an den Kraftstoff gelangt. Theoretisch rostet ein Tank der nach Fahrtende immer gefüllt und dessen Fahrzeug täglich benutzt wird am wenigsten. Lange Standzeiten und nicht völlig gefüllter Tank sind ruinös. E5 ( und damit auch Super ) soll dabei sogar aggressiver sein als E10.
Ich gebe Dir Recht , dass die "alten" Tankbeschichtungen sich mit dem derzeitigen Kraftstoff schlecht vertragen und man nicht sicher weis ob DIE gekaufte Versiegelung auch Dauerhaft hält. Meine hat 20 Jahr gehalten und blättert leider nun auch ab. :(
Das Zeug wieder rauszubekommen ist schwieriger als einen Tank mal wieder zu entrosten.
Eine Alternative soll eine Behandlung mit Bleikugeln oder Bleischrot sein. Das soll ohne Probleme einige Jahre halten.
Habs aber noch nicht probiert.

Ralf
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Lutz07
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Lutz07 »

Hatte auch das Problem mit der Tankbeschichtung. Habe den Tank mit Azeton ausgespült ging prima.
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von akkon »

Moin

also ich habe mit der Tankinnenbeschichtung bisher noch keine Schlechten Erfahrungen gemacht.
Habs aber auch machen lassen beim Profi mit neuen Materialien und jahrelanger Erfahrung.
Super Service, Top Preis, leider momentan etwas längere Lieferzeit, keine Probleme mit den neuen Benzinmischungen. Wo hab ich hier schon öfter kundgetan. Ich sag nur Suhl im alten Werksgelände ;)

Gruß Ekki
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Edelherb
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Re: Tanksanierung fehlgeschlagen, wie richtig machen?

Beitrag von Edelherb »

Hallo!

Danke für die vielen nützlichen Antworten.

Ich hab mir die Sache etwas einfacher vorgestellt. Wollte eigentlich diese Woche mit dem Tank fertig werden,
aber das wird nun nichts. Ist aber auch nicht schlimm.

Zumindest hatte ich heute ein Erfolgserlebnis, ich hab nach langen und harten Kampf zumindest die Ablasschraube vom Tank raus bekommen. Werde morgen prüfen, ob ich den Tank nun restlos entleeren kann.

Wie ich dann nun weiter vorgehe, weiss ich selbst noch nicht,
das mit dem verbleien war früher eine gängige Methode, ich denke aber nicht, dass die Luftgewehrkugeln bis in die Tiefen der Rostnarben arbeiten.

Allgemein lese ich hier eine überwiegende Abneigung gegen die Tank-Innen-Beschichtungen mit Kunstharz.
Ursprünglich dachte ich an das:
http://www.tankversiegelung.de/?page_id=7
Das ist auch sehr preisgünstig.
Nach Erfahrungen brauche ich aber sicher nicht zu fragen,
weil es das vor 10 Jahren noch bestimmt noch nicht gab, und niemand weiss, auf was für Idee´n die Politik und die Mineralölgesellschaften mal kommen, also was die zukünftig alles in den Benzin mischen.

Ich werde mir alles in Ruhe noch 3 x durchlesen, versuchen, mich zu entscheiden, und bei Bedarf nachfragen.

Was ich aber sagen kann:
Entrosten mit heisser Oxalsäure geht richtig gut.
Als ich den Tank gemacht habe, habe ich nebenbei noch paar Kleinteile gleich mit entrostet, z.B. den Antriebsflansch im Hinterrad, Fotos im entsprechendem Beitrag. Ich konnte das beobachten, wie der Rost verschwunden ist. 10 Minuten in so 10% iger Oxalsäure, bei ca. 100°, das bekommt man mit dem Drahtigel auf dem Trennschleifer nie so sauber und schonend hin.

Danke erstmal,
Grüße, Steffen!
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