Awo 425 Sport - Awo 425 Touren Reparaturanleitungen, Tipps und Tricks zum Simson AWO Motorrad. Auch zum Thema AWO 425 Gespann, Farbcodes, Vergaser Probleme, Zündkerzen, Motor und Getriebe bei der AWO Touren und Sport.
Bausoldat hat geschrieben:Wer keine Drehbank in seiner Werkstatt hat, kann mit viel Geduld die Bremsbacken so bearbeiten wie ich es schon mehrmals mit Erfolg gemacht habe. Geht so: In die Bremstrommel beidseitiges dünnes Klebeband (Teppich-Verlegeband) kleben und dann einen Streifen ausgeschnittenes Schleifpapier ringsrum kleben. Dann die Bremsankerplatte mit den Bremsbachen und der Achse und leicht angezogener Bremse so lange hin und her bewegen bzw. bis der Bremsbelag in der gesamten Länge und Breite "eingeschliffen" ist!
Roadrunner hat geschrieben: Resultat ist eine wirklich griffige Bremse , vorausgesetzt ,die Trommel ist nicht konisch , oval oder riefig Ralf
Hi Christian,
Welche Körnung nimmst du dafür ? Meine erste Idee wäre 120iger, dann 180iger
Also ich bin von den ganzen Vorschlägen irgendwie überfordert.Ich baue am Wochenende die Bremse mal wieder auseinander mache Tafelkreide auf die Beläge und schaue mir das Bremsbild an.Das mit dem einkleben von Schleifpapier finde ich auch nicht schlecht.Mal ausprobieren.Die neuen Bremsbeläge die ich eingebaut habe sind von MMM.Ich wusste nicht das es da auch welche mit Übermaß gibt(und wenn dann wo.)Aber als das Moped neu war hatten die ja damals auch keinen solchen Aufwand betrieben und die Bremse hat funktioniert oder liege ich da falsch?
Gruss Schulle!!!!
schulle1 hat geschrieben:Ich wusste nicht das es da auch welche mit Übermaß gibt(und wenn dann wo.)
Lass deine Bremsbacken bei Reibbelagservice in Coswig neu belegen. Die können Übermaß bis maximal 7 oder 8mm pro Belag, wenn ich mich richtig erinnere. Das reicht locker. Ich habe damals meinen Innenurchmesser der Trommel gemessen und 1-2 mm abgerechnet, auf diesen Wert habe ich dann von denen meine Bremsbacken belegen und abdrehen lassen. Muss halt nachher nur wieder reinpassen. Wie gesagt, Ankerplatte hatte ich gleich mit eingeschickt. Preislich, glaube ich sogar weniger als das was du bei dem Händler bezahlt hast.
schulle1 hat geschrieben:Aber als das Moped neu war hatten die ja damals auch keinen solchen Aufwand betrieben und die Bremse hat funktioniert oder liege ich da falsch?
Die mussten den Aufwand damals nicht betreiben, weil die Trommeln da noch neu und noch nicht ausgeschliffen bzw. ausgedreht waren.
beste Grüße
Steffen, AWO Touren 1959
Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter!
Im Neuen Zustand hat die Bremse bestimmt gut funktioniert. Obwohl es bestimmt auch Fertigungstoleranzen gab, wie die neue Ankerplatte von meinem Freund.
Aber heute sind eben kaum noch Neuteile vorhanden und Du musst mit dem klar kommen was Du hast. Es hat eben alles seinen Verschleiß oder Abnutzung.
Andy
Christians Tipp mit dem Sandpapier ist schon ganz ok aber bedenkt wie dick Klebeband + Sandpapier ist. Der Belag wird eigentlich auf einen kleineren Trommeldurchmesser hin eingeschliffen.
Schnulle du schreibtst in einem deiner vorderen Beiträge doch eh schon, dass du jetzt schon ca. 2cm am Hebel Leerweg hast, bis überhaupt mal die Backen im jetzigen Zustand anliegen...
Wenn diese jetzt noch abgeschliffen / abgedreht werden auf das exakte Trommelmaß, dann wird sich dieser Weg bestimmt nochmal 4mm - 7mm vergrößern. Da dürfte dann der Hebel eh schon über den Winkel raus sein für optimale Krafteinleitung und die Backen müssen mit Blechen aufgefüttert werden.
Wenn du es vernünftig machen (lassen) willst, dann solltest du vielleicht lieber alles weggeben und professionell machen lassen. Am besten das ganze Vorderrad, bzw. die Riefen in der Trommel mal begutachten lassen und evtl. beseitigen lassen.
Ist wirklich nur ein gut gemeinter Ratschlag. Denn wenn du sie dann wirklich mal dringend brauchst, dann bist du um jedes bisschen mehr an Bremskraft dankbar!
... Ich will jetzt nicht Oberlehrer sein, aber nicht selbst wieder selbstlösende Bremsen sind im falschen Zeitpunkt lebensgefährlich und das doofe: wann der falsche Zeitpunkt war weiss man erst hinterher....
Ganz sicher! Wurde schon live getestet
Hallo
habe ich mal im MZ Forum gefunden und funktioniert auch so haben wir es in der Berufsschule auch einmal gelernt
viewtopic.php?f=76&t=30555&hilit=duplex+bremse&start=100#p869220
flar hat geschrieben:Hi Christian, Welche Körnung nimmst du dafür ? Meine erste Idee wäre 120iger, dann 180iger ralf
Ja, so ungefähr! Je größer die Körnung um so dicker das Sandpapier!
Roadrunner hat geschrieben:Christians Tipp mit dem Sandpapier ist schon ganz ok aber bedenkt wie dick Klebeband + Sandpapier ist. Der Belag wird eigentlich auf einen kleineren Trommeldurchmesser hin eingeschliffen. Ralf
Das lässt sich beim Einschleifen durch einen vorübergehend verbauten dünneren Bremsnocken ausgleichen!
Man kann ohne AWO leben, es lohnt sich nur nicht! (frei nach Loriot)
Neue Bremsbeläge mit Sandpapier abschleifen... schon klar wie lange das dauert, oder? Bremsbeläge sind mittlerweile so hart, das da richtig guter Drehstahl benötigt wird. Und beim Bremsbeläge überdrehen ist eigentlich mehr als logisch das Bleche zwischen Nocken und Bremsbacken gelegt werden. Ist ja Sinn und Zweck des überdrehens.
Kleiner Tipp. Die Bowdenzugseelen vom Kabel Schmidt dehnen sich am geringsten. Nur mal so am Rande für die Leute die beim anliegen der Backen an der Trommel immer noch den Handbremshebel bis zum Lenker ziehen können.
Finger weg von Fett an Bremsenteilen. Kannst ein bissel Kupferpaste zwischen Nocken und Bremsbacken bringen.