Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

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PdmAJ

Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von PdmAJ »

Zusätzlich zur KW-Diskussion wollte ich gern mal erfahren, ob jemand neue nachgebaute Stößel zum Beispiel vom 3M-Händler verbaut hat und was zur Tauglichkeit sagen kann. Evtl. hat jemand solche Stößel ja schon so lang wie manche neue KW im Einsatz?
Grüße, Alex.
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Andy
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von Andy »

Hallo,
ein Freund von mir hat diese verbaut und ist zufrieden damit. Laufleistung bisher 4500km.
Andy
PdmAJ

Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von PdmAJ »

Hallo Leute,
ich habe mir jetzt mal solche neuen Stößel und Führungen von erwähntem Händler besorgt. Hab die Teile vermessen und sie liegen im Rahmen der originalen Teile. Etwas schwerer als die originalen, die ich hier habe sind sie aber.
Beim Material gibt es jedoch einen gravierenden Unterschied. Die Teile sind nicht aus Guss mit gehärtetem Teller, sondern aus einem Vergütungsstahl und dazu vollends von oben bis unten gehärtet. Die Führungen scheinen vom selben Material. Das genaue Material könnte ich eventuell über einen Freund ermitteln lassen, das könnt aber etwas dauern.

So weit ich weiß gibt es aber bestimmte Gleitpaarungen im Maschinenbau. Umsonst wird ja in Suhl nicht zur Paarung von Stahlnockenwelle und Gussstößeln gegriffen worden sein!
Daher also meine Frage an Leute die sich mit sowas mehr oder weniger auskennen: Was meint ihr dazu einfach anderes Material zu benutzen?

Grüße, Alex.
larry
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von larry »

--ludwig apfelbeck...
was wohl passiert wenn hart und hart aufeinandertrifft....
warum war das eine aus guß das andere aus vergütungsstahl..
awo is cool
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knallkraftmaschine
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von knallkraftmaschine »

PdmAJ hat geschrieben: Etwas schwerer als die originalen, die ich hier habe sind sie aber.
...
So weit ich weiß gibt es aber bestimmte Gleitpaarungen im Maschinenbau. Umsonst wird ja in Suhl nicht zur Paarung von Stahlnockenwelle und Gussstößeln gegriffen worden sein!
larry hat geschrieben: was wohl passiert wenn hart und hart aufeinandertrifft....

Hallo zusammen,

ich möchte mal ein paar Gedanken dazu beisteuern.

1. auch im Original ist der Stössel-Teller, der auf der Nockenwelle gleitet gehärtet! Also sehen wir ja schon daran, was passiert wenn hart auf hart trifft ---> bei den gegebenen Belastungen unter guter Schmierung nämlich garnichts, bis auf normalen Verschleiß! :D

2. ist der Originale Stössel zweigeteilt (Der Stössel selber und die Lagerpfanne für die Stösselstange) und hohlgebohrt. Das kommt natürlich dem Gewicht positiv entgegen, um dieses niedrig zu halten, macht aber auch mehr Aufwand, als aus einem Stück zu fertigen.

3. hat man damals sicherlich aus kostengründen nicht den ganzen Stössel gehärtet, weil das einfach viel mehr Aufwand für die Fertigung bedeutet hätte. Bedenkt bitte auch immer, dass die technischen Möglichkeiten der Schneidstoffe und Maschinen damals nicht mit denen von heute zu vergleichen sind!
Und offensichtlich machen es ja die auftretenden Belastungen auch nicht notwendig.

4. natürlich gibt es spezielle Material-Paarungen für gleitende Bewegungen. Entweder, weil es die Bedingungen und Belastungen so fordern und notwendig machen, oder z.B. auch dass geziehlt nur ein Gleitpartner verschleisst. Nämlich der, welcher einfacher herzustellen und zu ersetzen ist! Und in diesem Falle ist es nunmal deutlich leichter einfach den verschlissenen (weichen) Guss-Stössel zu ersetzen, als auch noch die ganze Führungsbuchse aus dem Gehäuse zu ziehen und eine neue einzupressen.

Gruß
Martin
Zuletzt geändert von knallkraftmaschine am Mo 26. Okt 2015, 23:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von essifreak »

also verschlissene, abgenutzte Stößel sind doch weitaus seltener als welche mit Karies :idea:
Fuhrpark: SR2, SR2E, S51, AWO T Bj 52, AWO Sport Bobber Umbau, Yamaha XJ6

Bin ständig auf der Suche nach 52er Awo-Teilen.
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von knallkraftmaschine »

essifreak hat geschrieben:als welche mit Karies :idea:
Wenn du damit "Rost-Pitting" meinst, dann gebe ich dir völlig recht!
Aber Rost gehört nunmal auch defenitiv nicht zu den "normalen" Verschleißarten, welche in einem Motor anzutreffen sein sollten, wenn dieser richtig behandelt wird! :D ;-)
Zuletzt geändert von knallkraftmaschine am Di 27. Okt 2015, 00:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von Edeltuning »

zerknalltreibling hat geschrieben:
essifreak hat geschrieben:als welche mit Karies :idea:
Wenn du damit "Rost-Pitting" meinst, dann gebe ich dir völlig recht!
Aber Rost gehört nunmal auch defenitiv nicht zu den "normalen" Verschleißarten, welche in einem Motor anzutreffen sein sollten, wenn dieser richtig behandelt wird! :D ;-)
...Deshalb würde ich besseres Öl verwenden, um Pitting zu vermeiden.
Zuletzt geändert von Edeltuning am Di 27. Okt 2015, 02:30, insgesamt 1-mal geändert.
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Eин Луcтигер Унд Гебилдетер Oсси.
НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
DER GEWOLLTE ZUSAMMENBRUCH
PdmAJ

Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von PdmAJ »

Nabend,
schön, dass sich ein paar Leute Gedanken machen.

Um mal auf einige Gedanken einzugehen mach ich mal weiter.

Zum Verschleiß kann ich nur sagen, dass die meisten Stößel, die ich vermessen habe am Schaft verschlissen sind. Ursprünglich weisen sie ein Maß von 14.96mm auf. Durch den Verschleiß weisen sie am unteren und oberen Ende häufig zwischen 14,92-14,94mm auf. Das allein ist nicht so schlimm. Die Führungen verschleißen aber ebenfalls. Und zwar einseitig auf den Druckseiten, von 15,00 auf bis zu 15,06mm. Der Stößel dreht sich, bzw. sollte sich drehen und verschleißt daher am Schaft relativ gleichmäßig. Egal, zusammen kommt schon so einiges zusammen, was letztlich klappert und weiteren Verschleiß beschleunigt.
Der Teller, der wie gesagt gehärtet ist verschleißt ebenfalls. Abgesehen von Pitting, nutzt sich die Oberfläche meist konkav ab - vorausgesetzt der Stößel dreht sich. Dreht eher sich nicht (evtl. Folge erhöhten Verscheiß' am Schaft) finden sich typische Einlaufspuren durch die Nockenwelle.

Um auf die Fertigung einzugehen, glaube ich ja nicht, dass das separate Härten des Tellers einfacher zu bewerkstelligen ist, als den ganzen Stößel in den Ofen zu schieben. Da bin ich eher der Meinung, dass heutige Fertigungsprozesse durch Gewinnmaximierung auch maximal "günstig" gehalten werden. Das ist zumindest mein Eindruck bei den Nachbaustößeln und daher auch dieses Thema hier.
Ach so, die Nachbaustößel sind natürlich auch aus zwei separaten Teilen gefertigt. Hier spielte aber sich nicht das Gewicht eine Rolle, da man einen Stößel aus Stahl viel dünnwandiger ausführen könnte als solche aus Guss! (So wurde es zumindest bei den Rennsportstößeln gemacht. Und diese liefen in Bronzeführungen und hatten eine Hartgussplatte eingesetzt.)
Nun gut, was Gleitpaarungen angeht werden wir ohne eine genaue Materialbestimmung nicht viel weiterkommen. Aber hart auf hart mit genug Öl, oder auch "edlem Öle" ;-) , sollte schon funzen. Die Frage wäre nur, ob weiterhin die Stößel verschleißen oder die Stößel letztlich die Nockenwelle "fressen" oder in den Führungen Unfug machen?! Das wäre natürlich nicht so schön.
Daher fragte ich anfangs nach ERFAHRUNGEN mit Nachbaustößeln und hatte abgesehen von Andy's Antwort auf mehr Rückmeldungen gehofft.
Also bis jetzt bin ich noch skeptisch, aber vielleicht meldet sich ja noch wer.
Grüße, Alex.
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pittiplatsch
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Re: Erfahrungen mit Nachbaustößeln?!

Beitrag von pittiplatsch »

Hallo Alex.

Habe schon div, Motoren damit gemacht ohne Probleme.
meine eigene läuft damit schon ca 10000 km .

Gruss Pitti
Ach du meine Nase. Wo ist bloß meine Rakete.
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