Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Licht, Hupe, Lima & Regler, Batterie, Zündmagnet
Deleted User 141

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Deleted User 141 »

Bausoldat hat geschrieben:...
Sei mir bitte nicht böse! ;-) Wissen kann man erlernen und Werkzeug kaufen! :roll: Zwei linke Hände allerdings sind bei einem Motorrad wie der AWO nicht besonders förderlich :shock: :oops:
Wieso glaubt "Mann" immer, daß, wenn man gern AWO fährt, "Mann" auch verpflichtet sei alle tiefgreifenden Reparaturen machen zu können :?:
Kleinreparaturen ist schon ok, aber KW, Lima, Kobo, elektr Zümdung... ?

Man, ich muss nicht die Fertigkeiten eines Bauhandwerkers haben, wenn ich in nem Eigenheim nur wohne. Ja es wäre gewiss auch förderlich ::: ::: :::
Zuletzt geändert von Deleted User 141 am Do 6. Feb 2014, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
Fubak

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Fubak »

Ach Jungs!

Wer will schon behaupten das er alles über die AWO weis!!!
Ich für meinen Teil habe kein Problem damit zu sagen das ich keen Plan habe.
Denn immerhin soll doch diese Forum dazu da sein um zu helfen.
Also bitte, Bausoldat, Ja ich hab keen Plan von Motoren, ja meine Werkstatt ist noch ausbaufähig, und ja ich will lernen!!! Und bedenke immer, jeder hat mal angefangen.

Gruß Fubak
PdmAJ

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von PdmAJ »

Moin,
also, ich nehme mal an, dass mit den umminösen Kurbelwellenbrüchen der Bruch des vorderen Kurbelwellenstumpfes, auf dem der Rotor der Lima sitzt, gemeint ist.
Als die elektronischen Zündungen raus kamen, hat ein Freund diese auch eingebaut. Nach einiger Zeit verabschiedete sich besagter Stumpf, besser gesagt brach der vordere Konus der KW einfach ab. Nun, dieser Motor war mit mehr Hub ausgestattet usw. aber mein Kollege dachte auch an eine Unwucht im Rotor der MZB-Lima. Er ließ ihn daher dynamisch wuchten und mit der folgenden KW blieben Schäden aus.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Nicht so wirklich. Denn auch bei weiteren Kurbelwellen kam es - auch mit originalen Rotoren- zu den gleichen Schäden. Nur zur Verdeutlichung; Der vordere Konus der KW bricht ab, die Welle bricht nicht an irgendeiner gerändelten oder gebuchsten Stelle (zumindestens nicht im Zusammenhang mit der Lima)!!!! Letztes Jahr hatte ich ebenfalls einen solchen Schaden, siehe: http://www.awoforum.de/viewtopic.php?f=19&t=10122 Die Welle hat aber einige Jahre ordentliche Dienste geleistet und einige Kolben überlebt :mrgreen: .
Was die elektronischen Anlagen angeht, habe ich gehört, dass der Herrsteller in punkto Wuchtung nachgebessert hat (sieh Roy's Beitrag) und das wohl schon vor einiger Zeit.
Was mir aber auffiel war, dass alle gebrochenen Wellen überarbeitete aufgechromte Wellen waren. Nun äußerte mein Kurbelwellenmann die Vermutung, dass durch das Aufchromen der darunterliegende Stahl oberflächlich versprödet und daher zu Rissbildung neigt. Ich bin da kein Fachmann, aber das wäre eine Theorie, die zumindest die Häufung solcher Abbrüche an ausschließlich aufgechromten Wellen erklären könnte (insgesamt waren es jetzt 6 Stk). Zu guter letzt ist das Material auch einfach alt, wie Rene richtig bemerkte.
Langer Rede kurzer Sinn, ich verbaue keine aufgechromten Wellen mehr. Und was die elektronischen Zündanlagen angeht, erschließt sich meine Meinung aus dem verlinkten Beitrag zu meinem KW-Abbruch.
Grüße, Alex
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Bausoldat
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Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Bausoldat »

Fubak hat geschrieben:Ach Jungs! Wer will schon behaupten das er alles über die AWO weis!!!
Ich für meinen Teil habe kein Problem damit zu sagen das ich keen Plan habe. Denn immerhin soll doch diese Forum dazu da sein um zu helfen. Also bitte, Bausoldat, Ja ich hab keen Plan von Motoren, ja meine Werkstatt ist noch ausbaufähig, und ja ich will lernen!!! Und bedenke immer, jeder hat mal angefangen. Gruß Fubak
Deshalb hatte ich ja auch geschrieben: Nicht böse sein! ;;;;;; Ich bin vor 32 Jahren mit dem AWO-Virus infiziert worden, und habe damals auch viel "Erfahrungen" ;;;; :roll: :lol: sammeln können. Leider habe ich keine "Opfergaben" aufgehoben wie Burt Monroe. :lol: Also, sei frohen Mutes! Wir werden dir weiterhin helfen dein Wissen zu erweitern! ;;;;;;;
Man kann ohne AWO leben, es lohnt sich nur nicht! (frei nach Loriot)
Ebbe

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Ebbe »

Hallo zusammen,

da möchte ich mich doch auch nochmal dazu äußern...

Ums direkt vorneweg zu sagen, ich habe keine MZB-Lima verbaut, habe noch nie eine in der Hand gehabt, und möchte hier auch kein Urteil über die Qualität fällen. Aber trotzalldem hätte ich da vllt. ne plausible Lösung.

Angenommen, MZB wuchtet die Rotoren nur statisch, führt das evtl. zu einer dynamischen Unwucht, bzw. nem Deviationsmoment auf die Lager und genauso zu einer Biegespannung im Wellenstumpf.

Ich habe mir da mal erlaubt, mit grob geschätzten Maßen ne Überschlagrechnung anzustellen. Geht man nun davon aus, dass:

-Ø80 des Rotors
-zwei sich gegenüberliegende Wuchtbohrungen, die aber auf der Umfangsfläche in Axialer Richtung um 2mm versetzt sind,
-Die Wuchtbohrungen Ø4mm und drei Milimeter tief sind
-Die Kurbelwelle am Konusende ca. 16mm Durchmesser hat.

Dann kommt man auf eine Biegespannung im Rand der Welle von ca. 125N/mm². Das mag auch gut gealterter Stahl noch einige Zeit wunderbar wegstecken, aber da brauchts dann gar nicht mehr soviel, damit das nach einiger Laufzeit doch den Geist aufgibt. (Zumal die benutzten Werte für die Mittellinienabweichung und die Wuchtbohrungen sicherlich nicht aus der Welt sind.)

Eine weitere Stütze wären die von PdmAJ gezeigten Bilder seines abgebrochenen Kurbelwellenstumpfes, die erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem Bruchbild von Biegeumlaufproben hat.

Natürlich kann man nun noch sagen, dass dieser Schadensfall doch dann auch bei Maschinen mit herkömmlicher Lima auftreten hätte müssen. Da aber der Radius in die Deviationsmomente (Im Gegensatz zur statischen Unwucht) ins Quadrat eingehen, wäre durch den (grob geschätzt) doppelt so großen Rotor der MZB-Lima die Biegespannung rund viermal geringer...

Ich hoffe, ich konnte hier einen hilfreichen Beitrag liefern. Mir geht es -zur nochmaligen Klarstellung- NICHT um ein Anschwärzen der MZB-Lima, aber es wäre eine plausible Erklärung für die Häufung der Schadensfälle.

Grüße,
Ebbe
Zuletzt geändert von Ebbe am Sa 8. Feb 2014, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Edeltuning
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Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Edeltuning »

Ebbe hat geschrieben:Hallo zusammen,

Da aber der Radius in die Deviationsmomente (Im Gegensatz zur statischen Unwucht) ins Quadrat eingehen, wäre durch den (grob geschätzt) doppelt so großen Rotor der MZB-Lima die Biegespannung rund viermal geringer...

Grüße,
Ebbe
Wenns viermal geringer ist, wodurch sollte dann die KW brechen :?:
Den Tip der helfen soll, gibt Dir der Minol Pirol.
Венн Ду Дас Лезен Каннст, Данн Бист Ду Eин Луcтигер Унд Гебилдетер Oсси.
НУ ЗАЯЦ ПОГОДИ!
***Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.***
Ihr lernt das, was Ihr wissen dürft, und nicht das, was Ihr nicht wissen solltet. Ganz einfach!
DER GEWOLLTE ZUSAMMENBRUCH
Ebbe

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Ebbe »

Hallo Edeltuning,

missverständlich ausgedrückt, pardon.

Durch Verdopplung des Radius des Rotos vervierfacht sich die am Bauteil entstehende Biegespannung.

Grüße,
Ebbe
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schraubaudi
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Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von schraubaudi »

anleitung-einbau-lichtmaschine-simson-awo3-550x366.jpg
Mhhhhmm,Wuchtung,ich glaub das passt schon.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
RIP 14.11.2016
Ebbe

Re: Kurbelwellenbruch durch Schwungscheibe

Beitrag von Ebbe »

schraubaudi hat geschrieben:Mhhhhmm,Wuchtung,ich glaub das passt schon.
Jepps, statische Wuchtung mag deinitiv gemacht worden sein.

Damit ein sich drehendes Teil statisch gewuchtet ist, reicht es, dass es keinen Drehwinkel mehr gibt, aus dem sich das Bauteil wieder in eine andere Lage zurückdreht. (Summe aller Momente = 0 --> Momente sind alle über [Abstand zur Drehachse] x [angreifende Kraft] in linearem Maße beschreibbar)
So ist z.B. das folgende Bauteil statisch absolut gewuchtet. Es bleibt in jedem beliebigen Drehwinkel stehen.

http://www.maschinendiagnose.de/kompend ... ucht_3.gif

Nun stellen wir uns mal gedanklich vor, dass man die beiden an den Enden angebrachten Gewichte in einem kleinen Punkt (Wiederum im Schwerpunkt der beiden Massen) gedanklich zusammenzieht. Dann ziehen wir eine Linie durch die beiden Punkte.
Diese Linie ist die Drehachse, um die das Bauteil rotieren würde, wäre es nicht seinen Lagern gehalten. (Bild hierzu bspws. hier zu sehen: http://www.fanselow-berlin.de/images/auswuchten.jpg)
Und solange es eben in Lagern gehalten ist, tragen diese Lager dieses zusätliche Moment. Damit dieses Moment bei den Lagern ankommt, muss es ersteinmal den Weg über die Welle gehen. Aus deren Durchmesser resultiert dann eine Spannung, die evtl. der Grund für die Wellenausfälle sein könnte.

Und eben hier liegt die Krux. Bei der dynamischen Unwucht geht der Abstand dieser Massenpunkte von der Drehachse ins Quadrat ein. (Wie jeder weiss, ist das beim statischen Wuchten nicht entscheidend.)
--> Der kleinere Originalrotor, der mit großer Sicherheit auch nur statisch gewuchtet ist, hat ein wesentlich kleineres Biegemoment zur Folge, und somit auch eine kleinere Spannung.

Nun sind diese Wuchtbohrungen wie auf dem Bild im Beitrag vorher zu sehen, auf einer Seite eingebracht. Statisch mag der Rotor gewuchtet sein. Aber ob er dynamisch stabil ist, das bleibt fraglich.


Die Sache mit dem dynamischen Wuchten kennt man ja auch von Wuchten von Autoreifen, bei denen die Auswuchtgewichte ja auch auf beiden Felgenhörnern eingeklipst/aufgeklebt sind, um eine "Flattern" des Reifens zu verhindern. (s. hier: http://www.oponeo.de/gfx/articles/zagra ... _DJB-0.jpg)

Grüße,
Ebbe
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