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Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 14:40
von zunderfuchs
Hallihallo hier ist der Hans.
Ich spiele mit dem Gedanken mir eine AWO zuzulegen. Ob sport oder tourer ist mir eigentlich egal.
Nun hoffe ich auf Rat von euch "alten" AWO-Hasen. Ich bin 19 und fahre Krad seit letztem Jahr.
Sehr viel ahnung von der AWO habe ich noch nicht, fuhr letztes jahr noch ne Zündapp 200er von 1952.
Will nun aber doch eher was passendes für mich als Ossi-kind, da bietet sich doch die Ostlegende an.
Ich benötige nicht Täglich einen untersatz zur Schule, dennoch Reise ich gerne. Demnach stellt sich für mich die Frage, ob ich mit ner Restaurierten AWO auch mal verreisen kann, sprich mal in den Urlaub fahren und die Strecke ohne basteln zurücklegen kann. Dabei würde es mich durchaus auch reizen, mal für ne woche richtig weit zu verreisen, zum Beispiel nach Norwegen und Zurück. (Ja, meinen Hintern halte ich für ausdauernd genug!)
Bei meiner alten Zündapp war das schon recht knifflig, weiter weg als 50km hab ich mich nicht getraut von zuhause wegzufahren. Einmal musste ich sogar 10km nach hause schieben...
Oder brauche ich unbedingt ein modernes Zweitmotorrad für den urlaub? Das sagen doch fast alle. Was meint ihr? Das wäre rein theoretisch möglich, aber vor den Kosten schrecke ich doch ziemlich zurück(zukünftiger abiturient), mal abgesehen davon dass ich mich nicht für neue Motorräder interessiere und meinen Motorrad-Schein letztes jahr nur für Oldtimer gemacht habe.
Kurz gefasst: ist eine AWO auch ein mögliches Reisemotorrad?
Lg der Hans, der Zunderfuchs
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 15:06
von Eisbär
Mensch Hans,
auf die Geldkasette und losgekauft. Mit einer AWO kommst du überall hin. Dafür gibt es hier im Forum genügend Beweise. z.B.:
http://www.awoforum.de/viewtopic.php?f=31&t=5254
Ein bisschen basteln gibt es bei den Oldies immer, aber die Technik ist überschaubar. Und selbst wenn nichts mehr geht, gibt es zumindest im deutschen Lande genügend Kontakte die dir weiterhelfen werden. Machs einfach und du wirst ne Menge Spaß damit haben. Und ein Trip nach Norwegen würde ich auch gerne mal machen. Wenn die Zeit reif ist. Unser Lutz vom Stammtisch will es dieses Jahr versuchen, das Nordkap hat er angepeilt.
Gruß Eisbär
Niederbarnimer AWO-Stammtisch
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 15:13
von Mecke
Moin,
also mit 19 bist du vielleicht das Kind von Ossis aber kein
Ossi-kind
Aber davon ab, ich finde diese Art von Bezeichnung sowieso fürn Ars.......
Restaurierten AWO auch mal verreisen kann, sprich mal in den Urlaub fahren und die Strecke ohne basteln zurücklegen kann
Also bei einen Oldtimer kann immer mal wieder etwas unvorhergesehenes geschehen. Genau wie auch bei einen "neuen Motorrad". Bei letzteren jedoch seltener weil die Teile ja noch nicht so alt sind und auch, je nach Model, höhere Belastungen als ein Oldtimer ab können sollten (Lang-Strecken-Fahrten). Es gibt jedoch auch viele Foren Mitglieder die die AWO als Alltagsmaschine einsetzen und keine Probleme bzw. Ausfälle haben. Jedenfalls würde ich keine Fahrt ohne etwas Werkzeug machen.
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 18:16
von Edeltuning
Werkzeug und Ersatzteile, welche man mit hat, brauch man nie
Auf der Fahrt von Karl-Marx-Stadt an die geplante Ostsee hatte ich 30Kg Werkzeugkoffer mit
aber keinen Kolbenersatz für den auf dem Berliner Ring dreigeteilten Kolben.

Auf der Fahrt zum Nordkap würde ich mich ohne Rückfahrkarte nicht wohl fühlen.
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 18:24
von plessloui
Meinst du eine Awo ist das richtige für dich?? Schon alleine wegen deinen finanziellen Mitteln?? Ne alte für vielleicht 1500-2000€ kaufen. Und dann gehen schnell so 3000-4000 Scheine für die Restauration weg, soll ja dann auch alltagstauglich werden. Und da du noch nicht so die Erfahrungen hast, also wohl an der Technik nicht viel selber machen kannst/willst, wird es eher noch teurer. Bitte nicht falsch verstehen.
Vielleicht wäre eine MZ die bessere Wahl. Die sind alleine in der Anschaffung schon günstiger, z. B. ne 250-er ES...
Ansonsten sind die Awo schon sehr zuverlässige Maschinen, wenn man alles mit besten Gewissen überholt. Dennnoch kann ma was kaputt gehen, ist ja immerhin noch genug altes Material, was "nur" regeneriert wurde.
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 18:52
von mzklinik
Hallo Edel,
du hast geschrieben " von Karl - Marx - Stadt an die geplante Ostsee ". Hast du als demnach vor dem Namenstausch der
Stad in " Chemnitz " die Fahrt absolviert?
Ich frage deswegen, weil ich mal annehme,dass es damals das MATHY - Oil noch nicht gab, oder doch ?
Was war die Ursache für diesen Motor Black - Out?????
Gruß Frank
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 19:17
von Edeltuning
In den 1975er Jahren hat der Herr Mathe' sein Öl selber auf der Rennstrecke vernebelt.
http://www.awoforum.de/viewtopic.php?f= ... e&start=10
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: Sa 18. Feb 2012, 20:37
von Bausoldat
Bis auf 2x aussetzen bin ich jedes Jahr mit Freunden von Mittwoch vor Himmelfahrt bis Montag danach immer in Schweden unterwegs. Von einem See bis zum Anderen. Zwischen 600-800 Kilometer kommen da in den paar Tagen immer zusammen. Die letzten Jahre bin ich immer mit meinem Gespann gefahren, da sich ja bekanntermaßen im Seitenwagen mehr Gepäck verstauen lässt. Außer einer Werkzeugkiste nehme ich immer gar nix mit. Wenn was kaputt geht, dann meistens das, was man sowieso nicht dabei hat!

(Siehe Edeltuning)
Mein Bruder war 2009 mit seiner EMW in Schweden. Auf der Rückreise ist ihm 7 km vor Trelleborg das Ausßlassventil abgerissen.

Selbst wenn er eins dabei gehabt hätte... Das hätte ihm sowieso nix mehr genützt. Wer hat schon genug Werkzeug dabei, um ein Ventil zu wechseln

Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: So 19. Feb 2012, 13:09
von dressel07407
Hallo,
von jetzt auf gleich geht so eine Reise in die Hose, du musst erstmal dein neues Motorrad kennenlernen. Das heißt wenn du mal Eine hast und diese dann auch läuft, musst du erstmal klein anfangen. Also ein paar kleine Touren machen und dann siehts du was vielleicht noch nicht optimal ist (z.Bsp. eine Schraube dreht sich locker und du verlierst sie...). So nach und nach lernst du die Kinderkrankheiten deiner Maschine kennen und lernst sie abzustellen. Die Kinderkrankheiten sind aber bei jeder Maschine anders, da jede eine andere Geschichte hat... es gibt also kein Allheilmittel!
Ich schätze ein Sommer geht dabei drauf und dann kannst du im Winter deinen Urlaub planen (oder auch nicht, wenn du dir mit deine Maschine nicht sicher bist).
Aber wie schon von meine Vorrednern gesagt 100% Zuverlässigkeit hast du nie, es kommt immer was Unvorhergesehenes - weißt aber dann vielleicht ne´schnelle Lösung.
Re: Verreisen mit der AWO
Verfasst: So 19. Feb 2012, 17:36
von ewi
Hallo Hans.
Ich bin letztes Jahr im Spätsommer in meine alte Heimat gereist( Von nun hier Mitte S./H. bis dort in den östlichen UER),also somit 60% Autobahn stramm abgespuhlt u.der Rest Landstrasse (einfache Strecke so 350 km am Tag),und dies auch noch bei strömenden Regen,ich hatte nie das Gefühl,dass mich meine Rakete stehen lässt!!!!
Die Sport-AWO hält durch u.ist unkaputtbar.
Mit sportlichem Gruss,ewi.,