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Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Do 16. Okt 2008, 20:55
von Eriks
Hallo, ich habe schon alle dazu, in der Suche gefundenen Treads durchgelesen. Leider habe ich dazu keine passende Antwort gefunden! Kann man einen Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen? Wenn ja, wie? Kann ich einen Funkenschlag sehen? Muß ich den Antrieb des Magnetzünders nur schnell genug drehen?
Ich hoffe ihr könnt mir da helfen!
VG, Erik
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Do 16. Okt 2008, 23:52
von boerdy61
Hallo Erik, man kann zwar auch in ausgebautem Zustand testen, ob der Magnet nen Funken bringt, aber das wird dir nicht wirklich weiter helfen. Leg ihn auf eine metallische Unterlage, Zündkabel rein in den Magneten und das Ende an diese Unterlage halten, Antrieb drehen, dann ist oftmals ein Funken zu sehen. Aber in nicht wenigen Fällen macht die Spule ein Problem, durch Zerstörung der Lackummantelung der Wicklung kommt es zu nem Kurzschluss, der unter Last zum Ausfall des Magneten führt. Zum Testen der Spule musst du deren Widerstand prüfen, nur wenn der da ist, kannst du halbwegs davon ausgehen, dass dein Magnet auch unter Last funktioniert.
boerdy
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Fr 17. Okt 2008, 11:54
von Uli
Oft hilft der Backofentest weiter: Durch Aufheizen des Zünders auf sagenwirmal 60° C kann man die Erwärmung durch die "Last" und durch den Motor simulieren.
Du kannst zum Testen auch eine Büroklammer so biegen, dass sie innen kontakt mit dem Kabelanschluss hat und
außen ca. 5- 6 mm Abstand zum Gehäuse.
Wenn Du dann drehst und eine gewischt kriegst, weisst Du daß 1. die Zündspule gut ist und 2. Du die Finger zu nahe am Hochspannungsausgang hattest... ;). Ist alles gut und Du drehst schnell genug, soltest Du auch in warmem Zustand einen deutlichen, dicken Funken sehen.
Ganz feine Leute machen sich sogar eine Testvorrichtung mit Zündkabel zum Gehäuse, eine zwischengeschaltete Funkenmessstrecke (gibts z.B. bei Louis für kleines Geld) und Antrieb durch eine regelbare Bohrmaschine, um die maximale Funkenlänge bei verschiedenen Drehzahlen zu messen.
Aber das grenzt dann schon fast an Snobismus....
Fröhliches Funken wünscht
Uli
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Fr 17. Okt 2008, 16:53
von awouwe
Wenn Du noch Fragen hast wende Dich doch einfach an den Sylvio Auerbach hier aus dem Forum. Das ist der absolute Fachmann in Fragen Magnetzünder. Habe selber schon Magneten von Ihm für nen ordentlichen Preis überholen lasen.
Gruß Uwe
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Sa 18. Okt 2008, 13:39
von Roadrunner
Du kannst Awo-Magneten im ausgebauten Zustand ,ohne ihn zu zerlegen, nur grob testen. Zu erst kannst Du den Widerstand der Zündspule messen. Mittels eines Digitalmultimeters eingestellt auf den 20 Kiloohm Bereich, gemessen zwischen Hochspannungsausgang und Gehäuse sollte ein Wert zwischen 5,5 und 7 Kiloohm zu messen sein. Dann ist die Spule rein vom Wert noch brauchbar.Ein sauberer Unterbrecher mit korrektem Abstand ist auch wichtig.Dann steckst Du Deinen Zündkabel in den Hochspannungsausgang und legst das andere Ende so gegen das Zündergehäuse das ca. 4mm Funkenstrecke (Abstand Kupferleiter zum Gehäuse) entstehen.
Nun drehe den Zündanker langsam durch.Es sollte ein Funke überspringen !Nur wenn bei langsamen Drehen schon ein Funke kommt ist es ok. Sollte nicht zu sehen sein, demontiere den Zündkondensator (geht nur ohne weiteres beim ZS3) und probiere es nochmal ohne.Hast Du dann einen Funken ist der Kondensator hin.
Mehr kannst Du, ohne in die Tiefe zu gehen, nicht machen.
Gruss Ralf
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: So 19. Okt 2008, 09:25
von Eriks
Ok, erst mal vielen Dank für die Antworten. Beide Magnetzünder, die ich besitze, sind offenbar hin!Mal sehen was ich nun mache, also wie ich weiter verfahre. Ob ich nun auf Elektronikzündung schwenke oder doch den Magneten machen lasse. Mal sehen, Gruß Erik
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: So 19. Okt 2008, 14:04
von Gonzo
Hallo,
lass den Magneten instandsetzen.
Damit hast Du alle Probleme in Sachen Zündung zum Bruchteil der Kosten für die Vape Zündanlage (von MZ-B für einen ordentlichen Aufpreis in D vertickt) gelöst.
Wenn sich die Elektrik aus irgend einem Grund mal verabschieden sollte und nicht ein einziges Mikrovolt mehr erzeugt, kannste trotzdem völlig problemlos, egal in welchem Teil der Welt Du Dich gerade befindest, nach Hause fahren.
Bei Dunkelheit musste dann eben eine Taschenlampe als Lichtquelle nehmen. ;)
Schöne Grüße
Gonzo
Re: Magnetzünder im ausgebauten Zustand testen
Verfasst: Mi 22. Okt 2008, 10:36
von Eriks
Servus, ich habe mich nun noch mal an meine Magnetzünder gesetzt! Bei einem war der Kondensator völlig hin und beim nderen offenbar die Zündspule. So konnte ich aus zwei Magneten einen machen. Als ich nun prüfte stellte ich fest, dass am Unterbrechkontakt ebenfalls ein Zündfunke übersprang. Also ist es doch besser ich besorge mir noch einen neuen Kondensator. Hoffe, dass es anschließend gut funktioniert. Der Funken springt auch, nachdem ich den Magneten bei 60°C im Ofen erhitzt hatte.
Wenn ich mir so eure Meinungen durchlese sollte ich vielleicht doch vorerst bei der Magnetzündung bleiben. Auch aus kostengründen ist es doch besser. Wozu etwas ausbauen was funktioniert und gegen eine teure Neuanschaffung ersetzen? --< Never Change a runing System -->
